„Minium“ – Versionsunterschied
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auch unter dem Synonym '''Mennige''' bekannt, ist ein eher selten vorkommendes [https://de.wikipedia.org/wiki/Mineral Mineral] aus der Mineralklasse der „[https://de.wikipedia.org/wiki/Oxide Oxide] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Hydroxide Hydroxide]“. Es kristallisiert im [https://de.wikipedia.org/wiki/Tetragonales_Kristallsystem tetragonalen Kristallsystem] mit der [https://de.wikipedia.org/wiki/Chemische_Formel chemischen Zusammensetzung] Pb<sup>2+</sup><sub>2</sub>Pb<sup>4+</sup>O<sub>4</sub><sup id="cite_ref-IMA-Liste-2020-09_3-1" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Minium#cite_note-IMA-Liste-2020-09-3 [3]]</sup> und ist damit chemisch gesehen [https://de.wikipedia.org/wiki/Blei(II,IV)-oxid Blei(II,IV)-oxid].<p>Minium entwickelt nur mikroskopisch kleine [https://de.wikipedia.org/wiki/Kristall Kristalle]und findet sich in der Natur ausschließlich in Form derber oder erdiger Massen und pulvriger [https://de.wikipedia.org/wiki/Mineral-Aggregat Anflüge] von hellroter bis bräunlichroter Farbe bei gelboranger [https://de.wikipedia.org/wiki/Strichfarbe Strichfarbe].</p> | auch unter dem Synonym '''Mennige''' bekannt, ist ein eher selten vorkommendes [https://de.wikipedia.org/wiki/Mineral Mineral] aus der Mineralklasse der „[https://de.wikipedia.org/wiki/Oxide Oxide] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Hydroxide Hydroxide]“. Es kristallisiert im [https://de.wikipedia.org/wiki/Tetragonales_Kristallsystem tetragonalen Kristallsystem] mit der [https://de.wikipedia.org/wiki/Chemische_Formel chemischen Zusammensetzung] Pb<sup>2+</sup><sub>2</sub>Pb<sup>4+</sup>O<sub>4</sub><sup id="cite_ref-IMA-Liste-2020-09_3-1" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Minium#cite_note-IMA-Liste-2020-09-3 [3]]</sup> und ist damit chemisch gesehen [https://de.wikipedia.org/wiki/Blei(II,IV)-oxid Blei(II,IV)-oxid].<p>Minium entwickelt nur mikroskopisch kleine [https://de.wikipedia.org/wiki/Kristall Kristalle]und findet sich in der Natur ausschließlich in Form derber oder erdiger Massen und pulvriger [https://de.wikipedia.org/wiki/Mineral-Aggregat Anflüge] von hellroter bis bräunlichroter Farbe bei gelboranger [https://de.wikipedia.org/wiki/Strichfarbe Strichfarbe].</p> | ||
Wortherkunft<p>Bereits in antiker Zeit war das Mineral den Römern bekannt, die ihm seinen Namen gaben. So kommt der Begriff ‚[https://de.wikipedia.org/wiki/Miniaturmalerei Miniaturmalerei]‘ ebenfalls von ''Minium'' aufgrund der häufigen Verwendung von Zinnoberfarben<sup id="cite_ref-Lüschen_7-0" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Minium#cite_note-L%C3%BCschen-7 [7]]</sup> und nicht von ‚''klein''‘, wie es oft irrtümlich angenommen wird.</p><p>Im deutschsprachigen Raum wurde der Name im Laufe des Mittelalters zu ''Menninge'', ''Minig'' und ''Menig''[https://de.wikipedia.org/wiki/Verballhornung verballhornt].<sup id="cite_ref-Jones_2-2" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Minium#cite_note-Jones-2 [2]]</sup> Systematisch beschrieben wurde Minium erstmals 1806 von [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Smithson James Smithson]. Er berichtete darüber in einem Brief an [https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Banks Joseph Banks] aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Kassel Kassel], gab den genauen Fundort jedoch nicht an.<sup id="cite_ref-Smithson_8-0" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Minium#cite_note-Smithson-8 [8]]</sup></p> | == Wortherkunft == | ||
<p>Bereits in antiker Zeit war das Mineral den Römern bekannt, die ihm seinen Namen gaben. So kommt der Begriff ‚[https://de.wikipedia.org/wiki/Miniaturmalerei Miniaturmalerei]‘ ebenfalls von ''Minium'' aufgrund der häufigen Verwendung von Zinnoberfarben<sup id="cite_ref-Lüschen_7-0" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Minium#cite_note-L%C3%BCschen-7 [7]]</sup> und nicht von ‚''klein''‘, wie es oft irrtümlich angenommen wird.</p><p>Im deutschsprachigen Raum wurde der Name im Laufe des Mittelalters zu ''Menninge'', ''Minig'' und ''Menig''[https://de.wikipedia.org/wiki/Verballhornung verballhornt].<sup id="cite_ref-Jones_2-2" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Minium#cite_note-Jones-2 [2]]</sup> Systematisch beschrieben wurde Minium erstmals 1806 von [https://de.wikipedia.org/wiki/James_Smithson James Smithson]. Er berichtete darüber in einem Brief an [https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Banks Joseph Banks] aus [https://de.wikipedia.org/wiki/Kassel Kassel], gab den genauen Fundort jedoch nicht an.<sup id="cite_ref-Smithson_8-0" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Minium#cite_note-Smithson-8 [8]]</sup></p> | |||
Version vom 21. Dezember 2023, 09:20 Uhr
Minium
auch unter dem Synonym Mennige bekannt, ist ein eher selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Oxide und Hydroxide“. Es kristallisiert im tetragonalen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung Pb2+2Pb4+O4[3] und ist damit chemisch gesehen Blei(II,IV)-oxid.
Minium entwickelt nur mikroskopisch kleine Kristalleund findet sich in der Natur ausschließlich in Form derber oder erdiger Massen und pulvriger Anflüge von hellroter bis bräunlichroter Farbe bei gelboranger Strichfarbe.
Wortherkunft
Bereits in antiker Zeit war das Mineral den Römern bekannt, die ihm seinen Namen gaben. So kommt der Begriff ‚Miniaturmalerei‘ ebenfalls von Minium aufgrund der häufigen Verwendung von Zinnoberfarben[7] und nicht von ‚klein‘, wie es oft irrtümlich angenommen wird.
Im deutschsprachigen Raum wurde der Name im Laufe des Mittelalters zu Menninge, Minig und Menigverballhornt.[2] Systematisch beschrieben wurde Minium erstmals 1806 von James Smithson. Er berichtete darüber in einem Brief an Joseph Banks aus Kassel, gab den genauen Fundort jedoch nicht an.[8]