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„Wort“ – Versionsunterschied

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wort |  
wort | Akshara


=== Worte oder Wörter ===
wor + t | mündliche undoder schriftliche Sprachbedeutungseinheit einer Wortlautsprache, welches ein Dasein in dessen Sein, Tun Haben, Werden undoder Raumbeziehung als Wahrnehmungseinheit verdeutlicht, die das jeweilige Wort als Bedeutung entsprechend seines Wortlaut und seiner Wortbestandteile trägt und verbildlichen kann. (22 Jh. ndt.)
Die bedeutungsunterscheidende Trennung der Pluralformen „Wörter“ und „Worte“ kommt im 16. Jahrhundert auf. Nachdem Schottel sie im 17. Jahrhundert zur Norm erhebt, was von nachfolgenden Sprachgelehrten fortgeführt wird, setzt sie sich langsam bis zum 19. Jahrhundert durch. Besonders in informaler Rede wird die Trennung heutzutage allerdings nicht konsequent vollzogen. Dabei ist anzumerken, dass die Pluralform „Worte“ häufiger für die Bedeutungen der anderen Form gebraucht wird als andersherum.
 
Das Wort "Wort" steht entsprechend der ermittelten Wortbedeutung der Wortwurzel uig. *u̯er- für ‘feierlich sagen, sprechen’, oder dem Wortstamm nach uig. *u̯erdho-, "word-" für ‘reden, sagen, sprechen, schwören, beschwören’, ist somit selbst vom Ursprung her ein Tätigkeitswort "word-, worden" wurde als Hauptwort der Herkunft nach als Grundbegriff für ‘Rede, Sage, Sprache, Schwur, Beschwörung’ im Sprachgebrauch verwendet, welches als so seiend an den Aussagen wie "auf ein Wort; du hast das Wort" erkennen kann. Es ist somit falsch im Sprachgebrauch ein einzelnes Wort als "Wort" zu bezeichnen, wenn es als solches nicht dem eigentlichen Grundbegriff entspricht und so ist ein einzelnes Wort fortan als Einzelwort bspw. "Wald" und ein Wort aus mehr als einem Einzelwort bspw. "deutscher Wald"als Wortewort bestimmt.
 
In der deutschen Sprache ist ein Wort in derem Ausmaß, Umfang und Ausgestaltung nur der jeweiligen Umstände, Zustände, Wortschatz, Sprachvermögen nach begrenzt und bietet vielfältige Möglichkeiten der Wortbildung (21 Jh. ndt.).
 
Die Versuche der Gelehrten und Sprachwissenschaftler den Begriff für Wort zu bestimmen, ist sein Anbeginn jeder beliebigen Sprachkehre bis in die Gegenwart hinein gescheitert, wohl daher, weil Wort schon von seiner Herkunft nach ein umfassender  Grundbegriff ist und daher das, was diese als Wort zu begrifflich zu bestimmen suchen an sich das Einzelwort und Wortewort ist (s. dort). Es wurden viele Merkmale zur Deutung, Bestimmung des Wort und für Wörter vorgeschlagen. Es wurde jedoch kein Wortbegriff (Begriff für das Wort an sich, was ein Wort ist) ermittelt, daß auf alle Sprachen zutrifft (21 Jh. ndt.).
 
Gelehrte und Sprachwissenschaftler konnten sich somit bislang nicht darauf einigen, wann ein Wort ein Wort ist, wann ein Wort anfängt, aus wie vielen einzel stehenden Wortbestandteilen es besteht, wann ein Wortbestandteil ein solcher ist und wann ein Wort endet, welches durch die Bestimmung der Begriffworte Einzelwort (das kleinstmögliche für sich allein stehende Wort der deutschen Sprache; s. Einzelwort) und Wortewort (ein Wort bildende Anzahl an Einzelworten; s. Wortewort) gelöst ist  (21 Jh. ndt.).
 
Ausdrucksformen eines Wort sind durch vielfältige Wortweisen, in welcher Weise ein Wort zum Ausdruck gebracht wird bspw. ein Wort in der Ausgestalt einer Rede halten, welche als Begriffworte abgrenzend bestimmt sind, die an sich durch deren Wortlaut und Wortform beschreibend vermitteln,
 
Im Gegensatz zu den sprwsl. Wortarten wie bspw, Urwort, Wortstamm, Grundwort, Bestimmungswort, Namenwort, Nennwort,  Tätigkeitswort, Eigenschaftswort, Umstandswort, Verhältnißwort, Fürwort, … besteht vom Sprachgebrauch und der Wortherkunft nach im Deutsch eine Vielfalt an Wortweisen als Wortformen, Sprechweisen, Redeweisen, Ausdrucksweisen …, bspw. Einzelwort, Wortewort, Spruch, Ausspruch, Zauberspruch, Aussage, Rede, Wortrecht (Recht zu sprechen, reden ‘das Wort haben’), Bericht, Gebot, Auftrag, Ruf, Gelübte, Schwur, Beschwörung …, die jeweils dann enden, wenn die Sprachbedeutungseinheit vermittelt ist und daher auch bereits bei Ausruf eines Einzelwort vermittelt worden sein kann, während ein anderer für die gleiche Sprachbedeutungseinheit bspw. ein Wortewort oder ganzen Satz ausspricht oder gar eine Rede hält. (21 Jh. ndt.)
 
Die Mrz. von Wort ist Wörter und ist auf Einzelwörter und Wortewörter zu begrenzen, wie sie bspw. in Wörterbüchern enthalten sind.
 
''Wort ‘kleinste Sinneinheit der Rede, zusammenhängende Rede’, ahd. (8. Jh.), mhd. mnd. wort, asächs. aengl. engl. word, mnl. woort, anl. wort, nl. woord, anord. orð, schwed. dän. ord, got. waúrd, führen über uwger. *word, ger.*wurdą, mit apreuß. wīrds ‘Wort’ und (ablautend) lat. verbum, verb (w zu v anlautend, mit b aus uig. dh) ‘Wort, Rede’, lit. var̃das ‘Name, Benennung, Titel’ auf eine d<sup>h</sup>-Erweiterung uig. *u̯erd<sup>h</sup>o– ‘Wort’ der Ww. uig. *u̯er– ‘feierlich sagen, sprechen’ zurück. Dazu gehört wohl auch griec. é͞irō ‘ich sage’ und (einer t-Erweiterung folgend) aind. vratám‘Gelübde’, aruss. rota, russ. (landschaftlich) rotá ‘Eid’, aslaw. rotiti sę ‘sich verschwören, fluchen’, russ. (landschaftlich) rótit’sja ‘schwören’ sowie (zu einer k-Erweiterung) russ. vrat’ ‘lügen, faseln’, vielleicht auch aslaw. vračь, russ. vrač  ‘Beschwörer (Arzt)’. Ww.  uig. *wera-“red, sag, sprech, schwör” + -dʰa„tun“ sei  uig. *wr̥dʰaom„Wort“ gebildet, davon abgeleitet uig. *u̯erdho–, *werdʰo-„reden, sagen, sprechen, schwören, beschwören“; je nach Zusammenhang gelten die jeweiligen Nebenbedeutungen.''
 
Die Mehrzahlbildung erfolgt zunächst (entsprechend der Zugehörigkeit des Hptw. zu den neutralen a-Stämmen) endungslos, vgl. ahd. thiu wort; doch begegnen (unter dem Einfluß der männlichen a-Stämme) schon früh mehrzählig wie mhd. (md.) die worte und (sekundär nach der Beugung der s-Stämme) mhd. worter (12. Jh.), wörter (um 1300).
 
Die unterschiedliche Mehrzahlbildung führt (im 16. Jh. beginnend, im 17. Jh. von Schottel verbindlich gefordert) zu bedeutungsunterscheidenden Gebrauch, vgl. Worte, unmittelbar ‘zusammenhängende Rede’, Wörter als Sammlung nicht unmittelbar zusammenhängender "Ausdrücke, Bezeichnungen, Benennungen …".
 
Wortbegriff und Orthographie (überarbeiteter Auszug)
[[Kategorie:Deutsch]]
[[Kategorie:Deutsch]]
[[Kategorie:Wort]]
[[Kategorie:Wort]]

Version vom 7. Dezember 2023, 20:37 Uhr

wort | Akshara

wor + t | mündliche undoder schriftliche Sprachbedeutungseinheit einer Wortlautsprache, welches ein Dasein in dessen Sein, Tun Haben, Werden undoder Raumbeziehung als Wahrnehmungseinheit verdeutlicht, die das jeweilige Wort als Bedeutung entsprechend seines Wortlaut und seiner Wortbestandteile trägt und verbildlichen kann. (22 Jh. ndt.)

Das Wort "Wort" steht entsprechend der ermittelten Wortbedeutung der Wortwurzel uig. *u̯er- für ‘feierlich sagen, sprechen’, oder dem Wortstamm nach uig. *u̯erdho-, "word-" für ‘reden, sagen, sprechen, schwören, beschwören’, ist somit selbst vom Ursprung her ein Tätigkeitswort "word-, worden" wurde als Hauptwort der Herkunft nach als Grundbegriff für ‘Rede, Sage, Sprache, Schwur, Beschwörung’ im Sprachgebrauch verwendet, welches als so seiend an den Aussagen wie "auf ein Wort; du hast das Wort" erkennen kann. Es ist somit falsch im Sprachgebrauch ein einzelnes Wort als "Wort" zu bezeichnen, wenn es als solches nicht dem eigentlichen Grundbegriff entspricht und so ist ein einzelnes Wort fortan als Einzelwort bspw. "Wald" und ein Wort aus mehr als einem Einzelwort bspw. "deutscher Wald"als Wortewort bestimmt.

In der deutschen Sprache ist ein Wort in derem Ausmaß, Umfang und Ausgestaltung nur der jeweiligen Umstände, Zustände, Wortschatz, Sprachvermögen nach begrenzt und bietet vielfältige Möglichkeiten der Wortbildung (21 Jh. ndt.).

Die Versuche der Gelehrten und Sprachwissenschaftler den Begriff für Wort zu bestimmen, ist sein Anbeginn jeder beliebigen Sprachkehre bis in die Gegenwart hinein gescheitert, wohl daher, weil Wort schon von seiner Herkunft nach ein umfassender  Grundbegriff ist und daher das, was diese als Wort zu begrifflich zu bestimmen suchen an sich das Einzelwort und Wortewort ist (s. dort). Es wurden viele Merkmale zur Deutung, Bestimmung des Wort und für Wörter vorgeschlagen. Es wurde jedoch kein Wortbegriff (Begriff für das Wort an sich, was ein Wort ist) ermittelt, daß auf alle Sprachen zutrifft (21 Jh. ndt.).

Gelehrte und Sprachwissenschaftler konnten sich somit bislang nicht darauf einigen, wann ein Wort ein Wort ist, wann ein Wort anfängt, aus wie vielen einzel stehenden Wortbestandteilen es besteht, wann ein Wortbestandteil ein solcher ist und wann ein Wort endet, welches durch die Bestimmung der Begriffworte Einzelwort (das kleinstmögliche für sich allein stehende Wort der deutschen Sprache; s. Einzelwort) und Wortewort (ein Wort bildende Anzahl an Einzelworten; s. Wortewort) gelöst ist  (21 Jh. ndt.).

Ausdrucksformen eines Wort sind durch vielfältige Wortweisen, in welcher Weise ein Wort zum Ausdruck gebracht wird bspw. ein Wort in der Ausgestalt einer Rede halten, welche als Begriffworte abgrenzend bestimmt sind, die an sich durch deren Wortlaut und Wortform beschreibend vermitteln,

Im Gegensatz zu den sprwsl. Wortarten wie bspw, Urwort, Wortstamm, Grundwort, Bestimmungswort, Namenwort, Nennwort,  Tätigkeitswort, Eigenschaftswort, Umstandswort, Verhältnißwort, Fürwort, … besteht vom Sprachgebrauch und der Wortherkunft nach im Deutsch eine Vielfalt an Wortweisen als Wortformen, Sprechweisen, Redeweisen, Ausdrucksweisen …, bspw. Einzelwort, Wortewort, Spruch, Ausspruch, Zauberspruch, Aussage, Rede, Wortrecht (Recht zu sprechen, reden ‘das Wort haben’), Bericht, Gebot, Auftrag, Ruf, Gelübte, Schwur, Beschwörung …, die jeweils dann enden, wenn die Sprachbedeutungseinheit vermittelt ist und daher auch bereits bei Ausruf eines Einzelwort vermittelt worden sein kann, während ein anderer für die gleiche Sprachbedeutungseinheit bspw. ein Wortewort oder ganzen Satz ausspricht oder gar eine Rede hält. (21 Jh. ndt.)

Die Mrz. von Wort ist Wörter und ist auf Einzelwörter und Wortewörter zu begrenzen, wie sie bspw. in Wörterbüchern enthalten sind.

Wort ‘kleinste Sinneinheit der Rede, zusammenhängende Rede’, ahd. (8. Jh.), mhd. mnd. wort, asächs. aengl. engl. word, mnl. woort, anl. wort, nl. woord, anord. orð, schwed. dän. ord, got. waúrd, führen über uwger. *word, ger.*wurdą, mit apreuß. wīrds ‘Wort’ und (ablautend) lat. verbum, verb (w zu v anlautend, mit b aus uig. dh) ‘Wort, Rede’, lit. var̃das ‘Name, Benennung, Titel’ auf eine dh-Erweiterung uig. *u̯erdho– ‘Wort’ der Ww. uig. *u̯er– ‘feierlich sagen, sprechen’ zurück. Dazu gehört wohl auch griec. é͞irō ‘ich sage’ und (einer t-Erweiterung folgend) aind. vratám‘Gelübde’, aruss. rota, russ. (landschaftlich) rotá ‘Eid’, aslaw. rotiti sę ‘sich verschwören, fluchen’, russ. (landschaftlich) rótit’sja ‘schwören’ sowie (zu einer k-Erweiterung) russ. vrat’ ‘lügen, faseln’, vielleicht auch aslaw. vračь, russ. vrač  ‘Beschwörer (Arzt)’. Ww.  uig. *wera-“red, sag, sprech, schwör” + -dʰa„tun“ sei  uig. *wr̥dʰaom„Wort“ gebildet, davon abgeleitet uig. *u̯erdho–, *werdʰo-„reden, sagen, sprechen, schwören, beschwören“; je nach Zusammenhang gelten die jeweiligen Nebenbedeutungen.

Die Mehrzahlbildung erfolgt zunächst (entsprechend der Zugehörigkeit des Hptw. zu den neutralen a-Stämmen) endungslos, vgl. ahd. thiu wort; doch begegnen (unter dem Einfluß der männlichen a-Stämme) schon früh mehrzählig wie mhd. (md.) die worte und (sekundär nach der Beugung der s-Stämme) mhd. worter (12. Jh.), wörter (um 1300).

Die unterschiedliche Mehrzahlbildung führt (im 16. Jh. beginnend, im 17. Jh. von Schottel verbindlich gefordert) zu bedeutungsunterscheidenden Gebrauch, vgl. Worte, unmittelbar ‘zusammenhängende Rede’, Wörter als Sammlung nicht unmittelbar zusammenhängender "Ausdrücke, Bezeichnungen, Benennungen …".

Wortbegriff und Orthographie (überarbeiteter Auszug)