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„bis“ – Versionsunterschied

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<span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">[[bi]] + [[-s]]</span> <span class="etymwb-gramgrp">Adv. Präp. Konj. </span></span>meist zur Anknüpfung des Endpunktes einer Erstreckung. <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">Mhd.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">bitze</span>, <span class="etymwb-mentioned">biʒ</span>, das wahrscheinlich aus <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">bī ze</span> ‘dabei zu’ entstanden ist, tritt im 12. Jh. als Adverb, Präposition und Konjunktion an die Stelle mehrerer älterer sprachlicher Möglichkeiten, woraus sich seine unterschiedlichen Funktionen erklären. Als Adverb dient <span class="etymwb-mentioned">bis</span> vorwiegend zur Charakterisierung örtlicher und zeitlicher Umstände eines Geschehens. Aus dem mit einer Präposition verbundenen Adverb (<span class="etymwb-mentioned">bis zu</span>, <span class="etymwb-mentioned">bis nach</span>) entwickelt sich die selbständige Präposition (<span class="etymwb-mentioned">bis Sonntag</span>). Als Konjunktion leitet <span class="etymwb-mentioned">bis</span> Gliedsätze zur Bezeichnung einer zeitlichen Grenze oder Erstreckung ein. Vgl. <span class="etymwb-bibl"><span class="etymwb-author">Schieb</span> in: PBB (H) 81 (1959) 1 ff. </span>Zusammenrückungen: <span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">bisweilen</span> <span class="etymwb-gramgrp">Adv. </span></span>‘manchmal’ (16. Jh.), aus (mit anderem ersten Kompositionsglied) <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">bīwīlen</span>.
<span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">[[bi]][[-s]]</span> </span>{{dt.}}  '… bei ist';  {{lat.}} ''bis'' ‘[[zweimal]]’


Zur Bildungsweise s. [[zuweilen]]. <span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">bisher</span> <span class="etymwb-gramgrp">Adv. </span></span>‘bis jetzt’, <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">biʒ her</span>; <span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">bislang</span> <span class="etymwb-gramgrp">Adv. </span></span>‘bis jetzt, bis heute’, seit dem 16. Jh. aus älterem <span class="etymwb-mentioned">bissolang</span>.
* bis Adv. Präp. Konj. meist zur Anknüpfung des Endpunktes einer Erstreckung.  
* Mhd. bitze, biʒ,  
** das wahrscheinlich aus mhd. bī ze ‘dabei zu’ entstanden ist,
** tritt im 12. Jh. als Adverb, Präposition und Konjunktion an die Stelle mehrerer älterer sprachlicher Möglichkeiten,
*** woraus sich seine unterschiedlichen Funktionen erklären.
* Als Adverb dient ''bis'' vorwiegend zur Charakterisierung örtlicher und zeitlicher Umstände eines Geschehens.
* Aus dem mit einer Präposition verbundenen Adverb (''bis zu'', ''bis nach'')
** entwickelt sich die selbständige Präposition (bis Sonntag).
* Als Konjunktion leitet bis Gliedsätze zur Bezeichnung einer zeitlichen Grenze oder Erstreckung ein.  
** Vgl. Schieb in: PBB (H) 81 (1959) 1 ff.  
* Zusammenrückungen: ''[[bisweilen]]'', ''[[bisher]]'', ''[[bislang]]'', …

Version vom 18. März 2024, 15:54 Uhr

bi-s Vorlage:dt. '… bei ist'; Vorlage:lat. bis ‘zweimal’

  • bis Adv. Präp. Konj. meist zur Anknüpfung des Endpunktes einer Erstreckung.
  • Mhd. bitze, biʒ,
    • das wahrscheinlich aus mhd. bī ze ‘dabei zu’ entstanden ist,
    • tritt im 12. Jh. als Adverb, Präposition und Konjunktion an die Stelle mehrerer älterer sprachlicher Möglichkeiten,
      • woraus sich seine unterschiedlichen Funktionen erklären.
  • Als Adverb dient bis vorwiegend zur Charakterisierung örtlicher und zeitlicher Umstände eines Geschehens.
  • Aus dem mit einer Präposition verbundenen Adverb (bis zu, bis nach)
    • entwickelt sich die selbständige Präposition (bis Sonntag).
  • Als Konjunktion leitet bis Gliedsätze zur Bezeichnung einer zeitlichen Grenze oder Erstreckung ein.
    • Vgl. Schieb in: PBB (H) 81 (1959) 1 ff.
  • Zusammenrückungen: bisweilen, bisher, bislang, …