„Wortstamm“ – Versionsunterschied
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Version vom 4. November 2023, 10:19 Uhr
Wort + Stamm | oder kurz Stamm
bezeichnet in der Sprachlehre (und zwar der Wortformlehre) den Wortbestandteil für weitere Wortbildung;
zentraler Teil eines Wortes, dem andere Bestandteile (wie Vor-, Nachsilben, Flexionsendungen) zugesetzt, angehängt werden z. B. leb-en, ge-leb-t, leb-endig
beispielsweise ist „Teil“ ein Wortstamm, der mit "-chen" die Wortbildung zu „Teilchen“ ermöglicht. Der Wortstamm kann meist auch gebeugt werden (Mehrzahl „Teil-e“); dies ist für die Wortbestimmung aber weniger entscheidend. Wortstämme können bei einer Wortbildung auch verändert werden bzw. es kann Auswahl zwischen Wortabwandlungen des Stammwort (sprwsl. "Stammvarianten") für bestimmte Zwecke geben, etwa "Hund" zu "Hünd-" ind Hündchen.
Daß Stammwort eines Wortstamm ist bedingt derjenige Wortbestandteil oder das ganze Wort, dessen Wortlaut in anderen Worten am meisten im Wortlaut gleich verbleibt, auch
Erläuterungen des Wortstamms als „der Teil eines Wortes, der sich nicht verändert“ ist insofern richtig, als daß sich im Deutsch nur eine Wortform des Stammwort gibt und oft fälschlich von Sprachwissenschaftlern angenommen es 3 Wortformen bei Stammwörtern gäbe, wie es bei vielen Wortstämmen scheinbar der Fall sei, wie folgt:
- lesen – las – gelesen
- singen – sang – gesungen
- wollen – wollte – gewollt
"las" ist die gebeugte Wortform zu "les", genauso wie "lies" eine zu "les" ist, meist ist der Wortbestandteil das Stammwort, welches als zweiten Laut ein e hat, vergleichsweise geb und ist bei Tunwörter meist zugleich die oder eine mögliche Befehlsform, je nach Sprachgebrauch.