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„-icht“ – Versionsunterschied

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[[-ich]] + [[-t]]
== -ich + -t ==
 
== -Icht (1) ==
== -Icht (1)<ref>Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 1350.
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<div class="zenoCOAdRight">'''1. -Icht'''<ref>[http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-02-1350 [1350]]</ref>,  
 
* eine Ableitungssylbe für Hauptwörter, ein [[Kollektivum|Collectivum]], mehrere Dinge Einer Art als ein Ganzes, zu bezeichnen.  
** Das Getreidicht, im Oberd. für das Getreide;  
** das Kehricht, Feilicht, Spühlicht  
** u.s.f.  
* Ingleichen den Ort, wo ein Ding Eine Art in Menge befindlich ist,  
** wie die Lat. auf ''[[-etum]].''  
*** Das Geröhricht, ''arundinetum,''  
*** das Eichicht, ''quercetum,''
*** das Gemöhricht,  
*** das Geweidicht oder Weidicht, ''salicetum,''  
*** das Dickicht, ein mit Bäumen dick bewachsener Ort in einem Walde,  
*** das Dornicht, ''dumetum,''  
*** das Äckericht, wo viele Äckern, d.i. Eicheln wachsen  
*** u.s.f.  
** welche Wörter doch nur im gemeinen Leben, besonders Oberdeutschlandes, üblich sind,  
*** wo diese Endung bald [[-ich|''ich'']], bald [[-igt|''igt'']], bald [[-acht|''acht'']] und [[-achten|''achten'']] lautet.  
*** Ein Sumpf oder Riedachten, Bluntschli.  
*** Das Pöschach an den Wassern, das Büschicht, ''fruticetum,'' in der Braunschweig.  
*** Waldordnung von 1598.  
* Es scheinet, daß diese Ableitungssylbe mit der Lat. ''[[-etum]],'' welche nur den Hauchlaut weggeworfen haben, zu dem alten Zeitworte eigen, Griech. [[ékhein|εχειν]], gehöre, von welchem ''[[-echt|Eht]],'' bey dem [[Kero]], Habe, Vermögen, eine Vielheit bedeutet. S. [[Eigenausgestalt - Mode (Physik)|Eigen]] und [[-ig|-Ig]], welches im gemeinen Leben [[-ift|ift]] [[-igt|igt]] lautet.  
* Diejenigen Wörter, wo die Endsylbe ''icht'' keine bloße Ableitungssylbe ist, sondern zum Stamme gehöret, wie [[Pflicht]], [[Gedicht]], [[Gesicht]], [[Gericht]], [[Gicht]], [[Gewicht]], [[Licht]], u.s.f. gehören nicht hierher.</div>

Version vom 24. Dezember 2023, 16:29 Uhr

-ich + -t

-Icht (1)[1]

1. -Icht[2],
  • eine Ableitungssylbe für Hauptwörter, ein Collectivum, mehrere Dinge Einer Art als ein Ganzes, zu bezeichnen.
    • Das Getreidicht, im Oberd. für das Getreide;
    • das Kehricht, Feilicht, Spühlicht
    • u.s.f.
  • Ingleichen den Ort, wo ein Ding Eine Art in Menge befindlich ist,
    • wie die Lat. auf -etum.
      • Das Geröhricht, arundinetum,
      • das Eichicht, quercetum,
      • das Gemöhricht,
      • das Geweidicht oder Weidicht, salicetum,
      • das Dickicht, ein mit Bäumen dick bewachsener Ort in einem Walde,
      • das Dornicht, dumetum,
      • das Äckericht, wo viele Äckern, d.i. Eicheln wachsen
      • u.s.f.
    • welche Wörter doch nur im gemeinen Leben, besonders Oberdeutschlandes, üblich sind,
      • wo diese Endung bald ich, bald igt, bald acht und achten lautet.
      • Ein Sumpf oder Riedachten, Bluntschli.
      • Das Pöschach an den Wassern, das Büschicht, fruticetum, in der Braunschweig.
      • Waldordnung von 1598.
  • Es scheinet, daß diese Ableitungssylbe mit der Lat. -etum, welche nur den Hauchlaut weggeworfen haben, zu dem alten Zeitworte eigen, Griech. εχειν, gehöre, von welchem Eht, bey dem Kero, Habe, Vermögen, eine Vielheit bedeutet. S. Eigen und -Ig, welches im gemeinen Leben ift igt lautet.
  • Diejenigen Wörter, wo die Endsylbe icht keine bloße Ableitungssylbe ist, sondern zum Stamme gehöret, wie Pflicht, Gedicht, Gesicht, Gericht, Gicht, Gewicht, Licht, u.s.f. gehören nicht hierher.
  1. ↑ Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 1350. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000247693 Lizenz: Gemeinfrei Faksimiles: 1350 Kategorien: Lexikalischer Artikel
  2. ↑ [1350]