„x“ – Versionsunterschied
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== X | == X<ref>Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 1639-1640. Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000054339X; Lizenz: [http://www.zeno.org/Zeno/-/Lizenz%3A+Gemeinfrei Gemeinfrei]; Faksimiles: [http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-04-1639 1639] | [http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-04-1640 1640]; Kategorien: [http://www.zeno.org/Kategorien/T/Lexikalischer+Artikel Lexikalischer Artikel]</ref> == | ||
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* der vier und zwanzigste Buchstab des Deutschen Alphabetes, | |||
* und der neunzehnte unter den Consonanten, | |||
** welcher aber keinen einfachen, | |||
** sondern einen zusammen gesetzten Laut bezeichnet, | |||
** und wie ''[[ks]]'' ausgesprochen wird. | |||
* Die Figur desselben | |||
** ist aus zwey Lateinischen ''c'' zusammen gesetzt, | |||
** doch so, daß in der größern, oder [[Kapitalschrift|Capital-Schrift]] | |||
*** die beyden ''c'' mit dem Rücken an einander stoßen, | |||
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* Wir haben diesen Buchstaben, | |||
** nebst allen übrigen aus der Lateinischen Schrift erhalten, | |||
** machen aber nur einen sehr eingeschränkten Gebrauch davon, | |||
** indem sich kein Deutsches Wort | |||
*** so wenig mit diesem Buchstab, | |||
*** als mit dessen Laute ks, anfängt, | |||
*** es auch in der Mitte und am Ende nur sehr selten gebraucht wird, | |||
**** nehmlich nur alsdann, wenn die Abstammung dunkel ist, | |||
**** und man nicht weiß, ob man dessen Laut in ks, chs, oder gs auflösen soll, | |||
***** denn auch diese beyden letztern werden oft als ks gesprochen. | |||
*** Man schreibt es daher nur in | |||
**** Axt, Kux, und Hexe, | |||
**** weil es in diesen Wörtern dunkel ist, | |||
***** welchen Gaumenlaut man vor dem s setzen soll. | |||
**** Eidexe und Axe werden richtiger Eidechse und Achse geschrieben, | |||
***** weil hier der Bau erweislicher ist, | |||
***** wie bey diesen Wörtern bereits angemerket worden. | |||
**** Buchsbaum und Buxbaum sind beynahe gleich üblich; | |||
**** der Dachs, flugs, die Büchse, sechs, die Flechse, der Luchs, u.s.f. | |||
***** werden nie mit einem x geschrieben. | |||
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Version vom 27. Dezember 2023, 16:14 Uhr
X[1]
[2]X,
- der vier und zwanzigste Buchstab des Deutschen Alphabetes,
- und der neunzehnte unter den Consonanten,
- welcher aber keinen einfachen,
- sondern einen zusammen gesetzten Laut bezeichnet,
- und wie ks ausgesprochen wird.
- Die Figur desselben
- ist aus zwey Lateinischen c zusammen gesetzt,
- doch so, daß in der größern, oder Capital-Schrift
- die beyden c mit dem Rücken an einander stoßen,
- in der kleinern Schrift aber über einander gesetzt werden,
- etwa so[3], woraus in der eckigen Schrift die Figur unsers heutigen x entstanden ist.
- Wir haben diesen Buchstaben,
- nebst allen übrigen aus der Lateinischen Schrift erhalten,
- machen aber nur einen sehr eingeschränkten Gebrauch davon,
- indem sich kein Deutsches Wort
- so wenig mit diesem Buchstab,
- als mit dessen Laute ks, anfängt,
- es auch in der Mitte und am Ende nur sehr selten gebraucht wird,
- nehmlich nur alsdann, wenn die Abstammung dunkel ist,
- und man nicht weiß, ob man dessen Laut in ks, chs, oder gs auflösen soll,
- denn auch diese beyden letztern werden oft als ks gesprochen.
- Man schreibt es daher nur in
- Axt, Kux, und Hexe,
- weil es in diesen Wörtern dunkel ist,
- welchen Gaumenlaut man vor dem s setzen soll.
- Eidexe und Axe werden richtiger Eidechse und Achse geschrieben,
- weil hier der Bau erweislicher ist,
- wie bey diesen Wörtern bereits angemerket worden.
- Buchsbaum und Buxbaum sind beynahe gleich üblich;
- der Dachs, flugs, die Büchse, sechs, die Flechse, der Luchs, u.s.f.
- werden nie mit einem x geschrieben.
- ↑ Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 1639-1640. Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000054339X; Lizenz: Gemeinfrei; Faksimiles: 1639 | 1640; Kategorien: Lexikalischer Artikel
- ↑ [1639]
- ↑ [1]