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„-s“ – Versionsunterschied

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== <ref>https://de.wikipedia.org/wiki/Schluss-s</ref>'''Auslaut-s''' ==
== <ref>https://de.wikipedia.org/wiki/Schluss-s</ref>'''Auslaut-s''' ==
<p>Das '''Schluss-s, Auslaut-s, runde s''' oder '''Ringel-s''' ist eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Typographie typographische] Variante des [https://de.wikipedia.org/wiki/Buchstabe Buchstabens] ''[https://de.wikipedia.org/wiki/S s]'' – oder linguistisch gesagt: Es ist eine stellungsbedingte [https://de.wikipedia.org/wiki/Allograph allographische] Variante des Schriftzeichens ([https://de.wikipedia.org/wiki/Graphem Graphems]) ''s''. Es wird in einigen [https://de.wikipedia.org/wiki/Gebrochene_Schrift gebrochenen Schriften] zur Kennzeichnung des Silbenendes ([https://de.wikipedia.org/wiki/Auslaut Auslaut]) verwendet, während innerhalb einer [https://de.wikipedia.org/wiki/Silbe Silbe] ([https://de.wikipedia.org/wiki/Inlaut Inlaut]) oder am Silbenanfang ([https://de.wikipedia.org/wiki/Anlaut Anlaut]) ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Langes_s langes s] gesetzt wird. Die Unterscheidung zwischen langem s und Schluss-s gibt es auch in [https://de.wikipedia.org/wiki/Schreibschrift Schreibschriften] wie der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Kurrentschrift deutschen Kurrentschrift].</p><p>Da im Deutschen das [https://de.wikipedia.org/wiki/Phonem Phonem] s am Wortende nie [https://de.wikipedia.org/wiki/Stimmhaft stimmhaft] ausgesprochen wird, steht das Schluss-s immer für ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Stimmlos stimmloses] („scharfes“) s (<span class="IPA">​/⁠[https://de.wikipedia.org/wiki/Stimmloser_alveolarer_Frikativ s]⁠/​</span>). Aufgrund der graphischen Form wird das Schluss-s auch „rundes&nbsp;s“ genannt, im Gegensatz zum von der Form her „langen&nbsp;s“.</p>
<p>Das '''Schluss-s, Auslaut-s, runde s''' oder '''Ringel-s''' ist eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Typographie typographische] Variante des [https://de.wikipedia.org/wiki/Buchstabe Buchstabens] ''[https://de.wikipedia.org/wiki/S s]'' – oder linguistisch gesagt: Es ist eine stellungsbedingte [https://de.wikipedia.org/wiki/Allograph allographische] Variante des Schriftzeichens ([https://de.wikipedia.org/wiki/Graphem Graphems]) ''s''. Es wird in einigen [https://de.wikipedia.org/wiki/Gebrochene_Schrift gebrochenen Schriften] zur Kennzeichnung des Silbenendes ([https://de.wikipedia.org/wiki/Auslaut Auslaut]) verwendet, während innerhalb einer [https://de.wikipedia.org/wiki/Silbe Silbe] ([https://de.wikipedia.org/wiki/Inlaut Inlaut]) oder am Silbenanfang ([https://de.wikipedia.org/wiki/Anlaut Anlaut]) ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Langes_s langes s] gesetzt wird. Die Unterscheidung zwischen langem s und Schluss-s gibt es auch in [https://de.wikipedia.org/wiki/Schreibschrift Schreibschriften] wie der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Kurrentschrift deutschen Kurrentschrift].</p>Da im Deutschen das [https://de.wikipedia.org/wiki/Phonem Phonem] s am Wortende nie [https://de.wikipedia.org/wiki/Stimmhaft stimmhaft] ausgesprochen wird, steht das Schluss-s immer für ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Stimmlos stimmloses] („scharfes“) s (<span class="IPA">​/⁠[https://de.wikipedia.org/wiki/Stimmloser_alveolarer_Frikativ s]⁠/​</span>). Aufgrund der graphischen Form wird das Schluss-s auch „rundes&nbsp;s“ genannt, im Gegensatz zum von der Form her „langen&nbsp;s“.
 
Adelung zu -s, [[-st]]:
 
* Ferner macht dieses -s am Ende der Wörter auch Nebenwörter;
** allerdings, gleichfalls, theils, rechts, links, unversehens, flugs, erstens, zweytens, drittens, abends, mittags, nachts, montags, dienstags, nächstens,
** welche nicht selten eine unbestimmte Bedeutung haben, S. -mahls in 6 Mahl.
** Es scheinet hier aus der Endsylbe [[-isch]] zusammen gezogen zu seyn,
*** welche in vielen solcher Wörter in den gemeinen Sprecharten noch deutlich gehöret wird. Auch Opitz sagt noch [[linkisch]] für [[links]].
* In manchen Wörtern gehet dieses -s in [[-st]] über;
** einst, dereinst, längst, immittelst, vermittelst.
 
[[Kategorie:Auslaut]]
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Version vom 29. Januar 2024, 19:54 Uhr

[ s ]

[1]Auslaut-s

Das Schluss-s, Auslaut-s, runde s oder Ringel-s ist eine typographische Variante des Buchstabens s – oder linguistisch gesagt: Es ist eine stellungsbedingte allographische Variante des Schriftzeichens (Graphems) s. Es wird in einigen gebrochenen Schriften zur Kennzeichnung des Silbenendes (Auslaut) verwendet, während innerhalb einer Silbe (Inlaut) oder am Silbenanfang (Anlaut) ein langes s gesetzt wird. Die Unterscheidung zwischen langem s und Schluss-s gibt es auch in Schreibschriften wie der deutschen Kurrentschrift.

Da im Deutschen das Phonem s am Wortende nie stimmhaft ausgesprochen wird, steht das Schluss-s immer für ein stimmloses („scharfes“) s (​/⁠s⁠/​). Aufgrund der graphischen Form wird das Schluss-s auch „rundes s“ genannt, im Gegensatz zum von der Form her „langen s“.

Adelung zu -s, -st:

  • Ferner macht dieses -s am Ende der Wörter auch Nebenwörter;
    • allerdings, gleichfalls, theils, rechts, links, unversehens, flugs, erstens, zweytens, drittens, abends, mittags, nachts, montags, dienstags, nächstens,
    • welche nicht selten eine unbestimmte Bedeutung haben, S. -mahls in 6 Mahl.
    • Es scheinet hier aus der Endsylbe -isch zusammen gezogen zu seyn,
      • welche in vielen solcher Wörter in den gemeinen Sprecharten noch deutlich gehöret wird. Auch Opitz sagt noch linkisch für links.
  • In manchen Wörtern gehet dieses -s in -st über;
    • einst, dereinst, längst, immittelst, vermittelst.