„Fuge“ – Versionsunterschied
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Fuge<sup>2</sup> ‘Ritze, Verbindungslinie zwischen zusammengehörigen Bauteilen’, <abbr>ahd.</abbr> fuogī ‘Verbindung, Zusammensetzung, Verbindungsstelle’ (um 1000), <abbr>mhd.</abbr> vuoge ‘Zusammenfügung, Stelle eingreifender Verbindung zueinander’, aber auch (und damit in mhd. Zeit bedeutungsgleich mit dem | * Fuge polyphones Tonstück, dessen Themen von mehreren Stimmen nacheinander kontrapunktierend durchgeführt werden; | ||
* seit Anfang des 17. Jhs. (zuerst im Plur. ''[[Fugen]]'') in <abbr>dt.</abbr> Texten. | |||
* <abbr>Lat.</abbr> ''[[fuga]]'' ‘Flucht’ erhält im 14. Jh. die Bedeutung ‘Wechselgesang, Kanon’, | |||
** eigentlich ‘der sich gegenseitig fliehende Gesang’ | |||
** (daher vielleicht als vereinzelte frühe Entlehnung <abbr>nhd.</abbr> ''[[Fugen]]'' Plur. für den kunstreichen Gesang der Vögel, 15. Jh.). | |||
* Im 16. Jh. wird die dem <abbr>Lat.</abbr> entsprechende Bezeichnung <abbr>ital.</abbr> ''fuga'' in die Instrumentalmusik übernommen und gelangt im 17. Jh. in den Formen ''Fuga'' und ''Fuge'' ins <abbr>Dt.</abbr> | |||
Fuge<sup>2</sup> | |||
* Fuge ‘Ritze, Verbindungslinie zwischen zusammengehörigen Bauteilen’, | |||
** <abbr>ahd.</abbr> fuogī ‘Verbindung, Zusammensetzung, Verbindungsstelle’ (um 1000), | |||
** <abbr>mhd.</abbr> vuoge ‘Zusammenfügung, Stelle eingreifender Verbindung zueinander’, | |||
*** aber auch (und damit in mhd. Zeit bedeutungsgleich mit dem ''[[Fug]]'') | |||
* ‘Schicklichkeit, passende Gelegenheit, Kunstfertigkeit’; | |||
** vgl. auch (mit anderer Bildungsweise) <abbr>ahd.</abbr> fuoga ‘Geschicklichkeit’ (Hs. 13. Jh.). | |||
Version vom 20. März 2024, 09:10 Uhr
Fug-e, fug-e Vorlage:dt., Vorlage:dt.-lat.
Fuge1
- Fuge polyphones Tonstück, dessen Themen von mehreren Stimmen nacheinander kontrapunktierend durchgeführt werden;
- seit Anfang des 17. Jhs. (zuerst im Plur. Fugen) in dt. Texten.
- Lat. fuga ‘Flucht’ erhält im 14. Jh. die Bedeutung ‘Wechselgesang, Kanon’,
- eigentlich ‘der sich gegenseitig fliehende Gesang’
- (daher vielleicht als vereinzelte frühe Entlehnung nhd. Fugen Plur. für den kunstreichen Gesang der Vögel, 15. Jh.).
- Im 16. Jh. wird die dem Lat. entsprechende Bezeichnung ital. fuga in die Instrumentalmusik übernommen und gelangt im 17. Jh. in den Formen Fuga und Fuge ins Dt.
Fuge2
- Fuge ‘Ritze, Verbindungslinie zwischen zusammengehörigen Bauteilen’,
- ahd. fuogī ‘Verbindung, Zusammensetzung, Verbindungsstelle’ (um 1000),
- mhd. vuoge ‘Zusammenfügung, Stelle eingreifender Verbindung zueinander’,
- aber auch (und damit in mhd. Zeit bedeutungsgleich mit dem Fug)
- ‘Schicklichkeit, passende Gelegenheit, Kunstfertigkeit’;
- vgl. auch (mit anderer Bildungsweise) ahd. fuoga ‘Geschicklichkeit’ (Hs. 13. Jh.).