„faciō“ – Versionsunterschied
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* | Von [[uital.]] *[[fakjō]], vom [[uig.]] *[[dʰeh₁-]] „stellen, platzieren, setzen“, möglicherweise über eine spätere Zwischenwurzel *dʰh₁-k-yé/ó-. Zu den verwandten Wörtern zählen [[agrie.]] τίθημι ([[títhēmi]]), [[skr.]] <em class="Deva mention" lang="sa">[[wikt:दधाति#Sanskrit|दधाति]]</em> ([[dádhāti]]), [[aengl.]] [[dōn]] ([[engl.]] [[do]]) und [[lit.]] <em class="Latn mention" lang="lt">[[wikt:dėti#Lithuanian|dėti]]</em> („setzen“). | ||
Das Passiv wird ergänzend durch das nicht verwandte Verb [[fīō]] „Ich werde, ich bin gemacht“ bereitgestellt. | |||
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Facere gibt den Sinn von „Tun“ oder „Machen“ in Bezug auf einen bestimmten Fall eines solchen Tuns oder Machens wieder; Für weiterführende Bedeutungen von „tun“ oder „machen“ vergleiche ago, agito und gero. Im späten und mittelalterlichen Latein wurde das Verb mit Infinitiven verwendet, um Kausativkonstruktionen zu bilden (vgl. z. B. fieri facias), die ein Calque aus der (Proto-)Romantik sind und im klassischen Latein als unangemessen galten. | Facere gibt den Sinn von „Tun“ oder „Machen“ in Bezug auf einen bestimmten Fall eines solchen Tuns oder Machens wieder; Für weiterführende Bedeutungen von „tun“ oder „machen“ vergleiche ago, agito und gero. Im späten und mittelalterlichen Latein wurde das Verb mit Infinitiven verwendet, um Kausativkonstruktionen zu bilden (vgl. z. B. fieri facias), die ein Calque aus der (Proto-)Romantik sind und im klassischen Latein als unangemessen galten. | ||
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Version vom 1. Januar 2024, 14:28 Uhr
[ lat. faci + -ō „tun, machen“ ][ Nwf. ficiō ]
Latein
Alternative Formen
Von uital. *fakjō, vom uig. *dʰeh₁- „stellen, platzieren, setzen“, möglicherweise über eine spätere Zwischenwurzel *dʰh₁-k-yé/ó-. Zu den verwandten Wörtern zählen agrie. τίθημι (títhēmi), skr. दधाति (dádhāti), aengl. dōn (engl. do) und lit. dėti („setzen“).
Das Passiv wird ergänzend durch das nicht verwandte Verb fīō „Ich werde, ich bin gemacht“ bereitgestellt.
The passive voice is suppletively provided by the unrelated verb fīō (“I become, I am made”).
Aussprache
(Klassische) IPA(Tonart): /ˈfa.ki.oː/, [ˈfäkioː]
(modernes italienisch-kirchliches) IPA (Schlüssel): /ˈfa.t͡ʃi.o/, [ˈfäːt͡ʃio]
Audio (Klassik) Dauer: 2 Sekunden.0:02
Verb
faciō (Präsens-Infinitiv facere, Perfekt Aktiv fēcī, Rückenlage factum); dritte Konjugation iō-Variante, unregelmäßiges Passiv
Zitate tun (insbesondere als konkreter Fall oder Anlass) ▼
Quid feci?
Was habe ich gemacht?
Latrocinium modo factum est. (spezielle Verwendung; Passiv Perfekt = fand statt, wörtlich wurde gemacht/ist getan)
Gerade hat ein Raubüberfall stattgefunden.
Factum est.
(Es ist vollbracht.
machen, konstruieren, gestalten, rahmen, bauen, errichten
Zitate machen, produzieren, verfassen ▼
zu ernennen
Nutzungshinweise
Facere gibt den Sinn von „Tun“ oder „Machen“ in Bezug auf einen bestimmten Fall eines solchen Tuns oder Machens wieder; Für weiterführende Bedeutungen von „tun“ oder „machen“ vergleiche ago, agito und gero. Im späten und mittelalterlichen Latein wurde das Verb mit Infinitiven verwendet, um Kausativkonstruktionen zu bilden (vgl. z. B. fieri facias), die ein Calque aus der (Proto-)Romantik sind und im klassischen Latein als unangemessen galten.
Etymology
Pronunciation
- (Classical) IPA(key): /ˈfa.ki.oː/, [ˈfäkioː]
- (modern Italianate Ecclesiastical) IPA(key): /ˈfa.t͡ʃi.o/, [ˈfäːt͡ʃio]
| Audio (Classical) | Duration: 2 seconds. |
Verb
faciō (present infinitive facere, perfect active fēcī, supine factum); third conjugation iō-variant, irregular passive voice
- What have I done?
- Latrocinium modo factum est. (special usage; passive perfect = took place, lit. has been made/is done)
- A robbery just took place.
- Factum est.
- (It) is done.
- to make, construct, fashion, frame, build, erect
- to make, produce, compose [ quotations ▼]
- to appoint
Usage notes
Facere renders a sense of doing or making with respect to a specific instance of so doing or making; for more continuative senses of doing or making, compare ago, agito and gero. In Late and Medieval Latin the verb was used with infinitives to form causative constructions (e.g. cf. fieri facias), which are a calque from (Proto-)Romance considered inappropriate in Classical Latin.