„Insiegel“ – Versionsunterschied
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* ahd. insigili (10. Jh.), | |||
* mhd. insigele, insigel ‘Siegel, Petschaft, Stempel, Zeichen’, | |||
** jägersprachlich ‘Kennzeichen der Fährte des Hirsches’, | |||
* mnd. ingesēgel, | |||
* mnl. ingesēghel, insēghel, | |||
* aengl. insegel, insegl, | |||
* anord. (aus dem Mnd.) innsigli, | |||
* schwed. insegel, | |||
* das aus einer Kontamination von lat. [[sigillum]] mit lat. [[īnsīgne]] ‘Kennzeichen, Abzeichen’ (s. Insignien) hervorgegangen sein könnte.<p>Oder aber zu (allerdings erst später bezeugtem) mlat. insigillare ‘ein Siegel eindrücken’ gebildet?</p> | |||
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== Insiegel, das == | == Insiegel, das<ref>Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 1387. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000249106; Lizenz: [http://www.zeno.org/Zeno/-/Lizenz%3A+Gemeinfrei Gemeinfrei]</ref> == | ||
<div class="zenoCOAdRight">< | <div class="zenoCOAdRight">'''Das <span class="zenoTXHighlight0">Insiegel</span>'''<ref>[http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-02-1387 [1387]]</ref>, des -s, ''plur. ut nom. sing.'' ein ein- oder aufgedrucktes Siegel, und das Werkzeug, womit solches aufgedruckt wird, das Petschaft; ein altes ehedem sehr übliches Wort, welches nur noch hin und wieder in den Kanzelleyen vorkommt, da im Hochdeutschen in der ersten Bedeutung das einfache Siegel und in der zweyten Petschaft gebraucht werden. Die Jäger pflegen auch die weiche Erde, welche der Hirsch mit den Schalen auffasset, und im Fortschreiten wieder fallen lässet, das <span class="zenoTXHighlight0">Insiegel</span> zu nennen.</div><p class="zenoPLm4n0">Anm. Schon bey dem Willeram ''Insigile,'' im Schwabensp. ''Insigel,'' im Angels. ''Insaegl,'' im Nieders. Ingesegel, im Wallis. ''Insel,'' im Dän. Indsegel. im Schwed. ''Insegel.'' S. Siegel.</p></div><div class="zenoCOFooter"><div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft"></div></div></div> | ||
Aktuelle Version vom 1. Januar 2024, 18:44 Uhr
‘Siegelbild, Bild, Zeichen’,
- ahd. insigili (10. Jh.),
- mhd. insigele, insigel ‘Siegel, Petschaft, Stempel, Zeichen’,
- jägersprachlich ‘Kennzeichen der Fährte des Hirsches’,
- mnd. ingesēgel,
- mnl. ingesēghel, insēghel,
- aengl. insegel, insegl,
- anord. (aus dem Mnd.) innsigli,
- schwed. insegel,
- das aus einer Kontamination von lat. sigillum mit lat. īnsīgne ‘Kennzeichen, Abzeichen’ (s. Insignien) hervorgegangen sein könnte.
Oder aber zu (allerdings erst später bezeugtem) mlat. insigillare ‘ein Siegel eindrücken’ gebildet?
Insiegel, das[1]
Das Insiegel[2], des -s, plur. ut nom. sing. ein ein- oder aufgedrucktes Siegel, und das Werkzeug, womit solches aufgedruckt wird, das Petschaft; ein altes ehedem sehr übliches Wort, welches nur noch hin und wieder in den Kanzelleyen vorkommt, da im Hochdeutschen in der ersten Bedeutung das einfache Siegel und in der zweyten Petschaft gebraucht werden. Die Jäger pflegen auch die weiche Erde, welche der Hirsch mit den Schalen auffasset, und im Fortschreiten wieder fallen lässet, das Insiegel zu nennen.
Anm. Schon bey dem Willeram Insigile, im Schwabensp. Insigel, im Angels. Insaegl, im Nieders. Ingesegel, im Wallis. Insel, im Dän. Indsegel. im Schwed. Insegel. S. Siegel.
- ↑ Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 1387. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000249106; Lizenz: Gemeinfrei
- ↑ [1387]