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„Werk:Mangel in Beziehungen“ – Versionsunterschied

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Version vom 14. November 2023, 17:56 Uhr

Zum Inhaltsverzeichnis: 09 Daseinszustände und deren Urgründe
zur Vorfolgeausgabe: Die Ursuppe
Schriftstück Ausgabe: 20210310S1
zur Nachfolgeausgabe: Puddingklecks-Atommodell


Den Menschen ist gar nicht bewusst wie sehr sie durch Mangel in ihrem Leben gesteuert werden. Wenn im Dasein ein Dasein ist, daß auf irgendeine Art und weise stört, nicht da sein soll, dann erwirkt ein solches Dasein den Mangel an dessen Nichtdasein. Man versucht dann auf ein solches Dasein so einzuwirken, zu bewirken, dass sich dies in ein Nichtdasein wandelt. Sei es, das man es entfernt oder es zum weggehen und so weiter bringt. Ein unerwünschtes Dasein wird meist bekämpft, da es da ist und daher bekämpft werden kann.

Ist ein Dasein in Dasein nicht da, so ist es ein Nichtdasein, welches dann in ein Dasein zu wandeln, zu erschaffen, oder zu erlangen versucht wird, es als Dasein zu erwirken oder zu bewirken. So wird das nicht seiende Dasein zu einem Nichtdasein.

In einem Fall haben wir ein erwünschtes Nichtdasein und im anderen Fall ein erwünschtes Nichtdasein eines Nichtdasein. In beiden Fällen ist es ein Mangel. So bestimmt für den Menschen unbewusst der Mangel sein Denken und Handeln, auch wenn es oft scheinbarer Überfluss von etwas, jemand, Zustand oder Verhalten als Dasein ist, so ist es doch immer auch zugleich der Mangel an Nichtdasein dessen, worauf wir hinzuwirken suchen, tun es jedoch auf solch eine Art und Weise, dass wir etwas ins Dasein bringen, oder aus den Dasein etwas nehmen um dagegen einzuwirken.

Mit jedem Dasein oder Nichtdasein im Dasein ist im Unterbewusstsein an Mangel an einem anderen gewünschten Daseinszustand vorhanden, aus dem das Streben erwächst dies abzuändern, zu beenden. Was den Menschen nicht bewusst ist, dass er mit jedem Scheitern darin einen Mangel zu beheben, diesen in sich behält und sich die Mängel zu einer Ladung aufbauen, die zu einem Sog wird, sich noch mehr Mängel anzusaugen und sein Bewusstsein an dem bindet, was nicht ist und er dann nicht mehr sieht was er über diese Mängel alles an erwünschten tatsächlichem Dasein und Nichtdasein gegenwärtig hat.

Im Verlauf des Lebens beginnt ein Mensch immer mehr zu sehen, was nicht ist und da ein Mangel mach Erfüllung strebt, so wird dieser Mangel mit anderem ersetzt um dieses Gefühl des Mangel und damit verbundener Unzufriedenheit los zu werden. Er beginnt dann unbewusst durch Denken und Handeln wie auch Verhalten Daseinszustände im Dasein zu erzeugen, die ihm über die eigentlichen Mängel hinaus noch mehr Schwierigkeiten, Probleme und so weiter erwirken, während er der Überzeugung ist nützliches zu bewirken. Und so beginnt er sich zur Befriedigung seiner eigentlichen Mängel, mit einem Ersatz für sie zu beschäftigen, wie auch Sucht auf diese Weise ins Dasein gelangt.

Die Schwierigkeiten im Leben steigen umso mehr an, je länger die eigentlichen Mängel nicht behoben und umso mehr man sich auf diese Weise mit anderen Schwierigkeiten beschäftigt ist, die nicht ins Dasein gelangen würden oder wären, wenn einem die eigentlichen Mängel bewusst geblieben wären und man in Bezug auf sie zu beheben, sein Streben gerichtet und halten würde.

In Bezug auf ein unerwünschtes Dasein oder Nichtdasein kommen sie auch nicht auf den Gedanken mal zu schauen, was diese als Daseinszustände ins Dasein brachte oder bringt, sondern streben umso mehr es ihnen als störend und unliebsam erscheint unmittelbar dagegen etwas zu unternehmen und je unmittelbarer es einem drängt umso eher neigen sie zu Kritik, Streit bis Gewalt. Lassen sich diese Daseinszustände nicht auf diese Weise beseitigen, so beginnen sie meist etwas gegen das Dasein zu erschaffen, dass dieses Dasein, Nichtdasein, den unerwünschten Daseinszustand stoppt oder verändert. Aus diesem werden dann weitere Schwierigkeiten erwachsen, da diese zusätzlich aufrecht erhalten werden müssen.

Die Menschen bezeichnen solch ein Dasein als Ursache für schlechte Einflüsse, Nachteile oder Schäden und daraus hervorgehende Folgen, die sie abzuwenden suchen. Eine Ursache wird jedoch meist in solchen Fällen als Grund für die Ursachen oder Ursachen durch vorangegangenes Denken, Handeln und Verhalten, irgend einem wiederholten Sein, Tun, Haben oder Werden ins Dasein gebracht. Je weniger jemand sich in der Lage befindet etwas dagegen zu unternehmen, umso mehr wird es in beschäftigen und umso mehr bindet es seine Aufmerksamkeit und umso emotionaler wird er. Er kann dann umso weniger tun, was er eigentlich gerne sein, tun, haben undoder werden würde, wonach er eigentlich strebt.

Ein Großteil dessen, dass den Menschen belastet, mit dem ein Mensch tagtäglich beschäftigt ist, ist an sich unnötig und auf diese Weise entstanden. Viele seiner gegenwärtigen Mängel sind nur scheinbar oder nur Folgen früherer nicht behobener Mängel. Der Mensch ist jedoch so sehr auf das Dasein, das, was im Dasein nicht so ist, wie es sein sollte, ausgerichtet, dass ihm nicht bewusst ist, dass meist nicht der Überfluss an etwas, sondern der Mangel an etwas dazu führte.

Diese Mängel finden sich meist dort, wo ein Denken, Handeln, Verhalten, ein Sein, Tun oder Haben im Überfluß oder dessen Unterlassen im Überfluß den jeweils störenden Daseinszustand erwirkt. Meist ist man es sogar selbst, nur liegt dieser Überfluss so weit zeitlich zurück und kommt in der Gegenwart in gewandelter Ausgestalt ins Dasein, dass man diesen nicht mit sich selbst in Beziehung setzt.

Dies trifft auf jeden zu und so kann natürlich auch das Denken, Handeln, Verhalten und so weiter eines anderen für einen zu einem Problem werden. Bei jeder Arg von Beziehung bestehen die Schwierigkeiten und Problemstellungen meist aus einer Wechselwirkung sich wiederholender Anläufe, wenn sich daraus Kritik, Streit bis Gewalt entwickeln, undoder trotz Einigungen, Vereinbarungen und darauf ausgeführte Maßnahmen, sich schlechte Daseinszustände fortbestehen oder wiederholen.

In Beziehungen finde ich als Coach meist den Zustand vor, dass sich der eigene Überfluss als Mangel an etwas gewandelt im anderen zeigt, wie auch der eigene Mangel, sich als Überfluss an etwas im anderen zeigt und dies auf beide zutrifft. So versuchen vor allem Paare, Nachbarn, Kollegen und so weiter, im anderen das zu beheben, was sie selbst für sie unbewusst ins Dasein bringen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn es sich scheinbar nicht beheben lässt, es fortbesteht, wiederholt auftritt und sich daraus nachteilige Folgen, wie auch ein Anstieg der Schwierigkeiten und Problemstellungen erwirken.

In einem Staat macht sich dies in der Beziehung zwischen Regierung und Volk durch einen Anstieg an Bürokratie, Gesetzen, Verordnungen, Polizei und so weiter bemerkbar und wird für alle Seiten zu einer Belastung. So befinden sich an sich alle Staaten in dem Zustand, dass sie sich gegenseitig mit Problemen beladen, die sie jeweils selbst aufgrund der falschen Zuweisung von Ursachen beständig erschaffen, die Ursprünge der Mängel schon gar nicht mehr erkennen können und sich nur noch mit daraus hervorgehenden Folgemängel beschäftigt halten und sich gegenseitig aufreiben.

Die Lösung besteht darin eine Ursache als scheinbar zu setzen und anstelle dem Muster Ursache-Wirkung folgend zeitlich zurückzugehe,n um den Schuldigen oder Fehler zu finden, sich daran zu machen, den Mangel zu ergründen, der sich unter oder hinter all dem verbirgt und mit einzubeziehen, daß das, weiß sich einem entgegenstellt möglicherweise darauf beruhen könnte, dass man es einst selbst ins Dasein brachte und es sich lediglich im anderen zu dem wandelt, weil er aufgrund dessen sich zu einer Gegenmaßnahme veranlasst sah dem entgegenzuwirken, was er als störend oder notwendig empfand.

Die meisten Menschen, die sich nach meiner Erfahrung in einem solchen Zustand befinden, wollen sich selbst in ihrem Daseinszustand verbessern, in dem sich der andere im Daseinszustand für einen verbessert. Er somit sein Denken, Handel, Verhalten und so weiter verändert, damit es einem selber besser ergeht. Dieser Umstand ist der wesentliche Hinweis darauf, dass man sich einen Daseinszustand nur dann beheben kann, wenn man seinen eigenen Daseinszustand verändert. Wenn man sich seiner eigenen Mängel bewusst wird und diese behebt, wird man sehr bald feststellen, dass der andere sich ebenso verändert und bei ihm Schwierigkeiten verschwinden, obwohl dahingehend nichts unmittelbar unternommen wurde.

Wenn in einer Beziehung dies beide als so seiend annehmen und sich darin einig sind, dass jeder maßgebend nach der Verbesserung seines eigenen Daseinszustandes strebt und jeweils maßgebend den anderen dahingehend unterstützt, daß er dies tun kann, das, was am anderen aus der eigenen Sicht scheinbar nicht in Ordnung ist eher zu belassen und nur darauf einzugehen, was der jeweils andere an sich selbst nicht in Ordnung findet und nur dieses von führender Bedeutung ist, so wird man sich der jeweiligen eigenen Mängel zu wenden.

Durch dem Beheben der jeweils eigenen Mängel wird man sich unweigerlich dem zuwenden, wohingehend man wirklich etwas unternehmen kann und je mehr man dahingehend tätig wird, umso weniger wird man mit dem Erschaffen von etwas beschäftigt sein, daß sich in gewandelter Ausgestalt als Schwierigkeiten für den anderen und infolge für einen selbst im Dasein zeigen würde.

Die Vernunft eines anderen kann man nicht herbeireden. Man kann einen anderen nicht einmal fragen, warum er dieses oder jenes tut. Er tut es vor allem, weil er es kann und wird es solange tun, wie er es kann. Das Warum weiß er selbst nicht und wird es erst dann wissen und erkennen, wenn er sich auf der Suche nach eigenen Mängeln und nicht in Mängeln am anderen begibt. Alle Warums sind nur augenscheinlich, wenn diese wiederholt Schwierigkeiten aufkommen lassen, sich schlechte Zustande daraus ergeben, diese fortbestehen und sich wiederholen. Sehr wohl kann man im anderen erkennen, was er wann wie und wo tut, jedoch niemals wirklich warum.

Ebenso ist man selbst nicht in der Lage ein Warum im anderen zu erkennen nd mit jedem mal, wo man ih fragt, warum er etwas täte, oder er würde dieses oder jenes tun weil dieses oder jenes sei, so verschlimmert er den Daseinszustand des anderen und dieser wird infolge dessen erst recht das tun, was er tun oder unterlassen soll. Wird er gezwungen etwas zu tun oder zu unterlassen, so wird er es fortan versteckter tun oder unterlassen oder er wird anstelle dessen eine noch größere Schwierigkeit ins Dasein bringen.

Wenn ein Mensch ein wirklich zutreffendes Warum erkennt, so erkennt er auch wie er es löst und wenn er es nicht lösen kann, so ist es nicht das Warum. Ein Mensch muss auf sich bezogen selbst das Warum ermitteln und erkennen und sollte niemals ein Warum von einem anderen annehmen, wenn es sein Dasein als Wesen betrifft. Ich selbst würde niemals etwas tun, was ein anderer in mir als ein Problem erkennt. Ein anderer kann einem nur dahingehend einen Hinweis geben, etwas in Bezug auf etwas anders zu machen, wie zum Beispiel ein Gerät anders zu nutzen, damit es besser für ihn funktioniert. Hilfe in dem was man zu tun versucht ist für einen hilfreich, jedoch nicht ob man es tut oder nicht, wenn es um einen persönlich geht, es um einen selbst geht.

Das eigene Dasein liegt in der Eigenverantwortung und wenn man dieser nicht auf sich selbst bezogen gerecht wird, muß man sich nicht wundern, wenn man im Leben nicht gut zurecht kommt. Mit Menschen zu Leben, die ihrer Eigenverantwortung nicht gerecht werden ist ein Hauptproblem in Beziehungen. Man kann nur darauf einwirken, das jemand dies tut, jedoch nicht was er dahingehend tut. Die Gefahr sich im anderen zu irren, was mit ihm nicht stimmen würde, was sein Warum sei, ist so höchstwahrscheinlich, wie es einen neuen Tag geben wird. Kein Psychologe auf Erden weiß, warum ihre Patienten tun was sie tun und daher helfen sie ihnen meist nicht, sondern schaden ihnen noch mehr. Man kann nur für sich selbst herausfinden, was mit einem nicht stimmt und nicht selten findet man dabei heraus, daß mit einem von Anbeginn nichts falsch war, sondern es diejenigen waren, die einem sagten, daß mit einem etwas nicht stimmen würde.

Man kann also im anderen sehr gut bemerken, daß etwas nicht stimmt, man fragt jedoch niemals, was mit ihm nicht stimmt und sagt ihm auch nicht, was nicht mit ihm stimmen würde. Anstelle kann man ihm fragen, ob es ihm an irgendetwas mangelt. Man kann jemanden fragen, welche Schwierigkeit oder Sorge er hat. Man muß ihn jedoch alles selbst diesbezüglich unternehmen lassen, ihm helfen sich selbst zu helfen.