„Englisch“ – Versionsunterschied
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Auszug WKPD [https://de.wikipedia.org/wiki/Englische_Sprache Englische Sprache] zuletzt am 27. November 2023 um 16:43 Uhr bearbeitet. | |||
Die '''englische Sprache''' (Eigenbezeichnung: <sup>ⓘ/?</sup> [ˈɪŋɡlɪʃ]) ist eine ursprünglich in [https://de.wikipedia.org/wiki/England England] beheimatete [https://de.wikipedia.org/wiki/Germanische_Sprachen germanische Sprache], die zum [https://de.wikipedia.org/wiki/Westgermanische_Sprachen westgermanischen Zweig] gehört. Sie entwickelte sich ab dem frühen Mittelalter durch Einwanderung [https://de.wikipedia.org/wiki/Nordseegermanische_Sprachen nordseegermanischer]Völker nach Britannien, darunter der [https://de.wikipedia.org/wiki/Angeln_(Volk) Angeln] – von denen sich das Wort '''Englisch''' herleitet – sowie der [https://de.wikipedia.org/wiki/Sachsen_(Volk) Sachsen]. Die Frühformen der Sprache werden daher auch manchmal [https://de.wikipedia.org/wiki/Altenglisch Angelsächsisch] genannt. | |||
Die am nächsten verwandten lebenden Sprachen sind die [https://de.wikipedia.org/wiki/Friesische_Sprachen friesischen Sprachen] und das [https://de.wikipedia.org/wiki/Niederdeutsche_Sprache Niederdeutsche] auf dem Festland. Im Verlauf seiner Geschichte hat das Englische allerdings starke Sonderentwicklungen ausgebildet: Im [https://de.wikipedia.org/wiki/Syntax Satzbau] wechselte das Englische im Gegensatz zu allen westgermanischen Verwandten auf dem Kontinent in ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Subjekt-Verb-Objekt Subjekt-Verb-Objekt]-Schema über und verlor die [[Verbzweiteigenschaft]] ('''[[Verbzweitstellung]])'''. Die Bildung von Wortformen ([https://de.wikipedia.org/wiki/Flexion Flexion]) bei Substantiven, Artikeln, Verben und Adjektiven wurde stark abgebaut. Im Wortschatz wurde das Englische in einer frühen Phase zunächst vom [https://de.wikipedia.org/wiki/Sprachkontakt Sprachkontakt] mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Nordgermanische_Sprachen nordgermanischen Sprachen] beeinflusst, der sich durch die zeitweilige [https://de.wikipedia.org/wiki/Danelag Besetzung durch Dänen und Norweger] im 9. Jahrhundert ergab. Später ergab sich nochmals eine starke Prägung durch den Kontakt mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz%C3%B6sische_Sprache Französischen] aufgrund der [https://de.wikipedia.org/wiki/Normannische_Eroberung_Englands normannischen Eroberung Englands] [https://de.wikipedia.org/wiki/1066 1066]. Aufgrund der vielfältigen Einflüsse aus westgermanischen und nordgermanischen Sprachen, dem Französischen sowie den [https://de.wikipedia.org/wiki/Klassische_Philologie klassischen Sprachen] besitzt das [https://de.wikipedia.org/wiki/Modernes_Englisch heutige Englisch] einen außergewöhnlich umfangreichen Wortschatz. | |||
Die englische Sprache wird mit dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Lateinisches_Alphabet lateinischen Alphabet]geschrieben. Eine wesentliche Fixierung der Rechtschreibung erfolgte mit Aufkommen des [https://de.wikipedia.org/wiki/Buchdruck Buchdrucks] im 15./16. Jahrhundert, trotz gleichzeitig fortlaufenden [https://de.wikipedia.org/wiki/Lautwandel Lautwandels].<sup id="cite_ref-4" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Englische_Sprache#cite_note-4 [4]]</sup> Die heutige Schreibung des Englischen stellt daher eine stark [https://de.wikipedia.org/wiki/Orthographie historische Orthographie] dar, die von der Abbildung der tatsächlichen Lautgestalt vielfältig abweicht. | |||
Ausgehend von seinem Entstehungsort England breitete sich das Englische über die gesamten [https://de.wikipedia.org/wiki/Britische_Inseln Britischen Inseln] aus und verdrängte allmählich die zuvor dort gesprochenen, v. a. [https://de.wikipedia.org/wiki/Inselkeltische_Sprachen keltischen] Sprachen, die aber als kleinere Sprechergemeinschaften inmitten des englischen Sprachraums bis heute fortbestehen. In seiner weiteren Geschichte ist das Englische vor allem infolge des historischen [https://de.wikipedia.org/wiki/Kolonialismus Kolonialismus] [https://de.wikipedia.org/wiki/Vereinigtes_K%C3%B6nigreich Großbritanniens] in Amerika, Australien, Afrika und Indien zu einer [https://de.wikipedia.org/wiki/Weltsprache Weltsprache] geworden, die heute (global) weiter verbreitet ist als jede andere Sprache ([https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_meistgesprochenen_Sprachen Liste der meistgesprochenen Sprachen]). Englischsprachige Länder und Gebiete [https://de.wikipedia.org/wiki/Britisches_Weltreich (meist ehemalige britische Kolonien und Besitzungen)] bzw. ihre Bewohner werden auch '''anglophon''' genannt. | |||
Englisch wird in den [https://de.wikipedia.org/wiki/Schule Schulen] vieler Länder als erste [https://de.wikipedia.org/wiki/Fremdsprache Fremdsprache] gelehrt und ist offizielle Sprache der meisten [https://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Organisation_(V%C3%B6lkerrecht) internationalen Organisationen], wobei viele davon daneben noch andere offizielle Sprachen nutzen. In Westdeutschland verständigten sich die [https://de.wikipedia.org/wiki/Land_(Deutschland) Länder] 1955 im [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorfer_Abkommen_(1955) Düsseldorfer Abkommen] darauf, an den Schulen Englisch generell als Pflichtfremdsprache einzuführen. | |||
Aktuelle Version vom 10. Juni 2025, 06:58 Uhr
Auszug WKPD Englische Sprache zuletzt am 27. November 2023 um 16:43 Uhr bearbeitet.
Die englische Sprache (Eigenbezeichnung: ⓘ/? [ˈɪŋɡlɪʃ]) ist eine ursprünglich in England beheimatete germanische Sprache, die zum westgermanischen Zweig gehört. Sie entwickelte sich ab dem frühen Mittelalter durch Einwanderung nordseegermanischerVölker nach Britannien, darunter der Angeln – von denen sich das Wort Englisch herleitet – sowie der Sachsen. Die Frühformen der Sprache werden daher auch manchmal Angelsächsisch genannt.
Die am nächsten verwandten lebenden Sprachen sind die friesischen Sprachen und das Niederdeutsche auf dem Festland. Im Verlauf seiner Geschichte hat das Englische allerdings starke Sonderentwicklungen ausgebildet: Im Satzbau wechselte das Englische im Gegensatz zu allen westgermanischen Verwandten auf dem Kontinent in ein Subjekt-Verb-Objekt-Schema über und verlor die Verbzweiteigenschaft (Verbzweitstellung). Die Bildung von Wortformen (Flexion) bei Substantiven, Artikeln, Verben und Adjektiven wurde stark abgebaut. Im Wortschatz wurde das Englische in einer frühen Phase zunächst vom Sprachkontakt mit nordgermanischen Sprachen beeinflusst, der sich durch die zeitweilige Besetzung durch Dänen und Norweger im 9. Jahrhundert ergab. Später ergab sich nochmals eine starke Prägung durch den Kontakt mit dem Französischen aufgrund der normannischen Eroberung Englands 1066. Aufgrund der vielfältigen Einflüsse aus westgermanischen und nordgermanischen Sprachen, dem Französischen sowie den klassischen Sprachen besitzt das heutige Englisch einen außergewöhnlich umfangreichen Wortschatz.
Die englische Sprache wird mit dem lateinischen Alphabetgeschrieben. Eine wesentliche Fixierung der Rechtschreibung erfolgte mit Aufkommen des Buchdrucks im 15./16. Jahrhundert, trotz gleichzeitig fortlaufenden Lautwandels.[4] Die heutige Schreibung des Englischen stellt daher eine stark historische Orthographie dar, die von der Abbildung der tatsächlichen Lautgestalt vielfältig abweicht.
Ausgehend von seinem Entstehungsort England breitete sich das Englische über die gesamten Britischen Inseln aus und verdrängte allmählich die zuvor dort gesprochenen, v. a. keltischen Sprachen, die aber als kleinere Sprechergemeinschaften inmitten des englischen Sprachraums bis heute fortbestehen. In seiner weiteren Geschichte ist das Englische vor allem infolge des historischen Kolonialismus Großbritanniens in Amerika, Australien, Afrika und Indien zu einer Weltsprache geworden, die heute (global) weiter verbreitet ist als jede andere Sprache (Liste der meistgesprochenen Sprachen). Englischsprachige Länder und Gebiete (meist ehemalige britische Kolonien und Besitzungen) bzw. ihre Bewohner werden auch anglophon genannt.
Englisch wird in den Schulen vieler Länder als erste Fremdsprache gelehrt und ist offizielle Sprache der meisten internationalen Organisationen, wobei viele davon daneben noch andere offizielle Sprachen nutzen. In Westdeutschland verständigten sich die Länder 1955 im Düsseldorfer Abkommen darauf, an den Schulen Englisch generell als Pflichtfremdsprache einzuführen.