„Naturwissenschaftsgeschichte“ – Versionsunterschied
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Die '''Geschichte der Naturwissenschaften''' umfasst die Entwicklung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Naturwissenschaft empirischen und systematischen Erforschung der Natur] von der Frühgeschichte bis zur Gegenwart. Zu ihr gehört auch das gesellschaftliche Umfeld, in dem Wissenschaft praktiziert wurde, der Transfer von Wissen in andere Kontexte und ihre Wirkung auf die Gesellschaft. Das menschliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Erkenntnis Erkennen] der [https://de.wikipedia.org/wiki/Natur Natur] führte oft zu einem Verwenden der Natur ([https://de.wikipedia.org/wiki/Naturbeherrschung Naturbeherrschung]). Das Potential dazu nahm im Laufe der [https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte Geschichte] stark zu – somit verstärkte sich auch die Einschätzung eines [https://de.wikipedia.org/wiki/Fortschritt Fortschrittes] in der Naturerkenntnis. Aus einem solchen Erfolgsbewusstsein heraus wird Geschichte geschrieben; historische Reflexion ist somit an sich schon ein Indiz für das Bewusstsein, auf dem betreffenden Gebiet viel erreicht zu haben. Die dementsprechende Darstellung konzentrierte sich auf richtig/falsch/erster – d. h. welche Sichtweise war richtig oder falsch (jeweils aus heutiger Einschätzung), wer erkannte etwas schon oder noch nicht, und vor allem: Wer war der erste ([https://de.wikipedia.org/wiki/Priorit%C3%A4t Priorität]). Eine solche geradlinige Darstellung wird heute als zu vereinfachend kritisiert. | |||
Im Rahmen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaftsgeschichte Wissenschaftsgeschichte] bedeutet [https://de.wikipedia.org/wiki/Entdeckung Entdecken] ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunikation Vermitteln]: Der Entdecker erfasst das Neue an dem von ihm Beobachteten oder theoretisch Erschlossenen, und er [https://de.wikipedia.org/wiki/Publikation veröffentlicht] das von ihm Erkannte, macht es somit der Mitwelt zugänglich. So gilt z. B. für Europäer nicht der erste Mensch, der vor Jahrtausenden Amerika betrat, als [https://de.wikipedia.org/wiki/Entdeckung_Amerikas Entdecker Amerikas], sondern derjenige, durch den die Existenz Amerikas den Europäern bekannt wurde.[https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Naturwissenschaften#cite_note-1 [1]] | |||
Version vom 26. Januar 2024, 18:19 Uhr
Geschichte der Naturwissenschaften

Die Geschichte der Naturwissenschaften umfasst die Entwicklung der empirischen und systematischen Erforschung der Natur von der Frühgeschichte bis zur Gegenwart. Zu ihr gehört auch das gesellschaftliche Umfeld, in dem Wissenschaft praktiziert wurde, der Transfer von Wissen in andere Kontexte und ihre Wirkung auf die Gesellschaft. Das menschliche Erkennen der Natur führte oft zu einem Verwenden der Natur (Naturbeherrschung). Das Potential dazu nahm im Laufe der Geschichte stark zu – somit verstärkte sich auch die Einschätzung eines Fortschrittes in der Naturerkenntnis. Aus einem solchen Erfolgsbewusstsein heraus wird Geschichte geschrieben; historische Reflexion ist somit an sich schon ein Indiz für das Bewusstsein, auf dem betreffenden Gebiet viel erreicht zu haben. Die dementsprechende Darstellung konzentrierte sich auf richtig/falsch/erster – d. h. welche Sichtweise war richtig oder falsch (jeweils aus heutiger Einschätzung), wer erkannte etwas schon oder noch nicht, und vor allem: Wer war der erste (Priorität). Eine solche geradlinige Darstellung wird heute als zu vereinfachend kritisiert.
Im Rahmen der Wissenschaftsgeschichte bedeutet Entdecken ein Vermitteln: Der Entdecker erfasst das Neue an dem von ihm Beobachteten oder theoretisch Erschlossenen, und er veröffentlicht das von ihm Erkannte, macht es somit der Mitwelt zugänglich. So gilt z. B. für Europäer nicht der erste Mensch, der vor Jahrtausenden Amerika betrat, als Entdecker Amerikas, sondern derjenige, durch den die Existenz Amerikas den Europäern bekannt wurde.[1]