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„Kompetenz“ – Versionsunterschied

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Kompetenz
Kompetenz


* Kompetenz f.  
* Kompetenz f.
** ‘Recht auf Abgaben, Einkünfte, Lebensunterhalt’ (16. Jh.),  
** ‘Recht auf Abgaben, Einkünfte, Lebensunterhalt’ (16. Jh.),
** ‘Zuständigkeit, Fähigkeit, Sachverstand’ (19. Jh.)  
** ‘Zuständigkeit, Fähigkeit, Sachverstand’ (19. Jh.)
* ist eine Entlehnung aus  
* ist eine Entlehnung aus
** lat. ''[[competentia]]'' ‘Zusammentreffen, Symmetrie, Analogie’,  
** lat. ''[[competentia]]'' ‘Zusammentreffen, Symmetrie, Analogie’,
*** mlat. auch ‘Zugehörigkeit, Zuständigkeit’.  
*** mlat. auch ‘Zugehörigkeit, Zuständigkeit’.
* Die Verwendungen des Substantivs im Lat. und im Dt. (hier zuerst in der Rechtssprache) folgen denen des Verbs lat. competere ‘zusammentreffen, zutreffen, entsprechen, gesetzlich fordern’, mlat. auch ‘angemessen, geeignet sein, zustehen, zukommen’, und dessen Part.adj. competēns (Genitiv competentis) ‘zuständig, geeignet, angemessen’, mlat. auch ‘zustehend’, woraus nhd. kompetent Adj. ‘zuständig, fähig, sachverständig’ (18. Jh.).
* Die Verwendungen des Substantivs im Lat. und im Dt. (hier zuerst in der Rechtssprache) folgen denen des Verbs lat. competere ‘zusammentreffen, zutreffen, entsprechen, gesetzlich fordern’, mlat. auch ‘angemessen, geeignet sein, zustehen, zukommen’, und dessen Part.adj. competēns (Genitiv competentis) ‘zuständig, geeignet, angemessen’, mlat. auch ‘zustehend’, woraus nhd. kompetent Adj. ‘zuständig, fähig, sachverständig’ (18. Jh.).
<div class="zenoCOMain"><p>[http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-011-0345 [345]] '''<span class="zenoTXHighlight0">Kompeténz</span>''' (lat.), [http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Zust%C3%A4ndigkeit Zuständigkeit], Befugnis; der gesetzliche Wirkungskreis einer öffentlichen Stelle, namentlich einer [http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Beh%C3%B6rde Behörde] (s. [http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Zust%C3%A4ndigkeit Zuständigkeit]); auch das jemand von [http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Rechts Rechts] wegen Zukommende, das ihm nicht entzogen werden darf, z. B. die [http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Geb%C3%BChrnisse Gebührnisse] des [http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Sold%C4%81t Soldaten] an [http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Geld Geld] ([http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/L%C3%B6hnung Löhnung] oder [http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Traktam%C3%A9nt Traktament] und [http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Verpflegungszuschu%C3%9F Verpflegungszuschuß]), [http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Brot+%5B1%5D Brot] und Kleinbekleidungsstücken (<span class="zenoTXSpaced">Kompetenzen</span>); der [http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Ertrag Ertrag] einer Stelle; daher <span class="zenoTXSpaced">Kompetenzbuch</span>, das Aktenstück, in dem die [http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Bestandteil Bestandteile] einer Pfarrbesoldung verzeichnet sind. Der [http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Ausdruck Ausdruck] <span class="zenoTXSpaced"><span class="zenoTXHighlight0">Kompetenz</span>-<span class="zenoTXHighlight0">Kompetenz</span></span>, die Befugnis, sich seinen rechtlichen Wirkungskreis selbständig zu bestimmen, wird in staatsrechtlichen Schriften und politischen [http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Er%C3%B6rterung Erörterungen] auch vielfach gebraucht, um auszudrücken, daß dem [http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Deutsch Deutschen] [http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Reich Reich], wie früher dem Norddeutschen [http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Bund+%5B1%5D Bunde], die [http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Zust%C3%A4ndigkeit Zuständigkeit] gebührt, seine [http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Zust%C3%A4ndigkeit Zuständigkeit] zu erweitern (Artikel 78 der [http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Reichsverfassung Reichsverfassung]). – Über die <span class="zenoTXSpaced">[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Rechtswohltat Rechtswohltat]</span> der K. s. d.</p></div><div class="zenoCOFooter"><div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft">Quelle:</div><div class="zenoCOFooterLineRight">Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 11. Leipzig 1907, S. 345.</div></div><div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft">Permalink:</div><div class="zenoCOFooterLineRight">[http://www.zeno.org/nid/20006919057 http://www.zeno.org/nid/20006919057]</div></div><div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft">Lizenz:</div><div class="zenoCOFooterLineRight">[http://www.zeno.org/Zeno/-/Lizenz%3A+Gemeinfrei Gemeinfrei]</div></div><div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft">Faksimiles:</div><div class="zenoCOFooterLineRight">[http://www.zeno.org/Meyers-1905/K/meyers-1905-011-0345 345]</div></div><div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft">Kategorien:</div><div class="zenoCOFooterLineRight">[http://www.zeno.org/Kategorien/T/Lexikalischer+Artikel Lexikalischer Artikel]</div></div></div>

Version vom 19. März 2024, 15:11 Uhr

Kompetenz

  • Kompetenz f.
    • ‘Recht auf Abgaben, Einkünfte, Lebensunterhalt’ (16. Jh.),
    • ‘Zuständigkeit, Fähigkeit, Sachverstand’ (19. Jh.)
  • ist eine Entlehnung aus
    • lat. competentia ‘Zusammentreffen, Symmetrie, Analogie’,
      • mlat. auch ‘Zugehörigkeit, Zuständigkeit’.
  • Die Verwendungen des Substantivs im Lat. und im Dt. (hier zuerst in der Rechtssprache) folgen denen des Verbs lat. competere ‘zusammentreffen, zutreffen, entsprechen, gesetzlich fordern’, mlat. auch ‘angemessen, geeignet sein, zustehen, zukommen’, und dessen Part.adj. competēns (Genitiv competentis) ‘zuständig, geeignet, angemessen’, mlat. auch ‘zustehend’, woraus nhd. kompetent Adj. ‘zuständig, fähig, sachverständig’ (18. Jh.).

[345] Kompeténz (lat.), Zuständigkeit, Befugnis; der gesetzliche Wirkungskreis einer öffentlichen Stelle, namentlich einer Behörde (s. Zuständigkeit); auch das jemand von Rechts wegen Zukommende, das ihm nicht entzogen werden darf, z. B. die Gebührnisse des Soldaten an Geld (Löhnung oder Traktament und Verpflegungszuschuß), Brot und Kleinbekleidungsstücken (Kompetenzen); der Ertrag einer Stelle; daher Kompetenzbuch, das Aktenstück, in dem die Bestandteile einer Pfarrbesoldung verzeichnet sind. Der Ausdruck Kompetenz-Kompetenz, die Befugnis, sich seinen rechtlichen Wirkungskreis selbständig zu bestimmen, wird in staatsrechtlichen Schriften und politischen Erörterungen auch vielfach gebraucht, um auszudrücken, daß dem Deutschen Reich, wie früher dem Norddeutschen Bunde, die Zuständigkeit gebührt, seine Zuständigkeit zu erweitern (Artikel 78 der Reichsverfassung). – Über die Rechtswohltat der K. s. d.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 11. Leipzig 1907, S. 345.
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