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„Proprium“ – Versionsunterschied

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<p>Ein '''Proprium''' ([https://de.wikipedia.org/wiki/Altgriechisch altgriechisch] ἴδιον idion „Merkmal, das Eigentümliche“) bezeichnet in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Logik Logik] seit [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] ein eigentümliches [https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4dikat_(Logik) logisches Prädikat]. Ein Proprium ist ein Prädikat, das zwar ausschließlich seinem Subjekt zukommt, aber nicht sein Wesen (''to ti en einai'') bezeichnet.<sup id="cite_ref-1" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Proprium_(Philosophie)#cite_note-1 [1]]</sup> So wird in der Aussage „Der Mensch ist der Grammatik fähig“ vom Subjekt „der Mensch“ das Proprium „der Grammatik fähig“ ausgesagt. Denn jeder Mensch ist auch der Grammatik fähig, der Grammatik fähig zu sein bezeichnet nach Aristoteles aber noch nicht das Wesen des Menschen. Daher drückt das Proprium keine notwendige Eigenschaft aus.<sup id="cite_ref-2" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Proprium_(Philosophie)#cite_note-2 [2]]</sup></p><p>Proprium und Subjekt können in der Aussage vertauscht werden. So kann man statt „Mensch“ auch „alles was der Grammatik fähig ist“ sagen.</p>
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Ein '''[https://de.wikipedia.org/wiki/Proprium_(Philosophie) Proprium]''' (altgriechisch ἴδιον [[idion]] „Merkmal, das Eigentümliche“) bezeichnet in der [[Logik]] seit [[Aristoteles (Universalgelehrter)|Aristoteles]] ein eigentümliches [https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4dikat_(Logik) logisches Prädikat]. Ein Proprium ist ein Prädikat, das zwar ausschließlich seinem Subjekt zukommt, aber nicht sein Wesen (''to ti en einai'') bezeichnet.<ref><span class="reference-text">Aristoteles, ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Topik_(Aristoteles) Topik]'' I, 5, 102a19-22</span></ref> So wird in der Aussage „Der Mensch ist der Grammatik fähig“ vom Subjekt „der Mensch“ das Proprium „der Grammatik fähig“ ausgesagt. Denn jeder Mensch ist auch der Grammatik fähig, der Grammatik fähig zu sein bezeichnet nach Aristoteles aber noch nicht das Wesen des Menschen. Daher drückt das Proprium keine notwendige Eigenschaft aus.<ref><span class="reference-text">[https://de.wikipedia.org/wiki/Christof_Rapp Rapp], C.: ''Aristoteles zur Einführung''. Hamburg: Junius, 2001, S. 85</span></ref><p>Proprium und Subjekt können in der Aussage vertauscht werden. So kann man statt „Mensch“ auch „alles was der Grammatik fähig ist“ sagen.</p>
== <span id="Porphyrios">Porphyrios</span> ==
== <span id="Porphyrios">Porphyrios</span> ==
<p>In der Schrift ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Isagoge Isagoge]'' des [https://de.wikipedia.org/wiki/Porphyrios Porphyrios] ist das Proprium eine von fünf Arten von allgemein aussagbaren Prädikaten. Die weiteren vier Arten von Prädikaten sind Gattung, Art, Unterschied und [https://de.wikipedia.org/wiki/Akzidens_(Philosophie) Akzidens] (siehe [https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4dikabilien Prädikabilien]).<sup id="cite_ref-3" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Proprium_(Philosophie)#cite_note-3 [3]]</sup></p>
<p>In der Schrift ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Isagoge Isagoge]'' des [[Porphyrios]] ist das ''Proprium'' eine von fünf Arten von allgemein aussagbaren ''[[Prädikate|Prädikaten]]''. Die weiteren vier Arten von Prädikaten sind [[Gattung]], [[Art]], [[Unterschied]] und [[Akzidens (Philosophie)|Akzidens]] (siehe [[Prädikabilien]]).<ref><span class="reference-text">Porphyrios, ''Isagoge'' VI, 4a38 f.</span></ref></p>
== <span id="Literatur">Literatur</span> ==
== <span id="Literatur">Literatur</span> ==


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== <span id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</span> ==
== <span id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</span> ==
#<span class="reference-text">Aristoteles, ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Topik_(Aristoteles) Topik]'' I, 5, 102a19-22</span>
#<span class="reference-text">[https://de.wikipedia.org/wiki/Christof_Rapp Rapp], C.: ''Aristoteles zur Einführung''. Hamburg: Junius, 2001, S. 85</span>
#<span class="reference-text">Porphyrios, ''Isagoge'' VI, 4a38 f.</span>

Version vom 11. April 2024, 10:43 Uhr

proprium Vorlage:lat.-dt. 'eigen, eigenen, eigenes,…'

Ein Proprium (altgriechisch ἴδιον idion „Merkmal, das Eigentümliche“) bezeichnet in der Logik seit Aristoteles ein eigentümliches logisches Prädikat. Ein Proprium ist ein Prädikat, das zwar ausschließlich seinem Subjekt zukommt, aber nicht sein Wesen (to ti en einai) bezeichnet.[1] So wird in der Aussage „Der Mensch ist der Grammatik fähig“ vom Subjekt „der Mensch“ das Proprium „der Grammatik fähig“ ausgesagt. Denn jeder Mensch ist auch der Grammatik fähig, der Grammatik fähig zu sein bezeichnet nach Aristoteles aber noch nicht das Wesen des Menschen. Daher drückt das Proprium keine notwendige Eigenschaft aus.[2]

Proprium und Subjekt können in der Aussage vertauscht werden. So kann man statt „Mensch“ auch „alles was der Grammatik fähig ist“ sagen.

Porphyrios

In der Schrift Isagoge des Porphyrios ist das Proprium eine von fünf Arten von allgemein aussagbaren Prädikaten. Die weiteren vier Arten von Prädikaten sind Gattung, Art, Unterschied und Akzidens (siehe Prädikabilien).[3]

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Aristoteles, Topik I, 5, 102a19-22
  2. ↑ Rapp, C.: Aristoteles zur Einführung. Hamburg: Junius, 2001, S. 85
  3. ↑ Porphyrios, Isagoge VI, 4a38 f.