„Gatte“ – Versionsunterschied
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Aktuelle Version vom 8. Juni 2025, 13:35 Uhr
gat-te ahd.-deu. 'Passende, Gute
- Gatte m.
- ‘Ehemann’, Plur. Gatten ‘Eheleute, Ehepaar’
- mhd. gat(e) ‘wer einem gleich ist oder es einem gleichtut, Genosse, Tiermännchen, -weibchen’,
- neben gegate (substantivierte Form eines Adjektivs
- ahd. gigat ‘passend’, um 1000),
- asächs. gigado,
- aengl. (ge)gada ‘seinesgleichen, Genosse, Gefährte’,
- mnl. (ghe)gade ‘Genosse, Ehepartner’,
- nl. gade ‘Ehemann, Ehefrau’
- (westgerm. *(ga)gadōn-);
- vgl. (mit einem oft die Stammes- und Familienzugehörigkeit bezeichnenden Ableitungssuffix)
- ahd. gataling ‘Stammesgenosse, Verwandter’, Plur. ‘Eltern’ (8. Jh.),
- asächs. gaduling,
- aengl. gædeling,
- got. gadiliggs.
- Außergerm. sind zu vergleichen
- aind. gádhyaḥ ‘was man gerne festhält, was einem paßt’,
- aslaw. godъ ‘Stunde, (passende) Zeit’,
- russ. god (год) ‘Jahr’,
- aslaw. godьnъ ‘gefällig, geeignet’,
- russ. gódnyj (годный) ‘tauglich, brauchbar, geeignet’,
- výgoda (выгода) ‘Vorteil, Nutzen, Gewinn’.
- Sie führen auf die Wurzel uig.*ghadh- ‘vereinigen, eng verbunden sein, zusammenpassen’,
- älter wohl ‘umklammern, fest- und zusammenhalten’
- (vgl. aind. ā́gadhitaḥ ‘angeklammert’), wozu auch gut, vergattern2 und wohl auch Gatter, Gitter (s. d.) gehören.
- Gatte, seit Mitte des 12. Jhs. bezeugt,
- gehört von Anfang an der gehobenen Sprache an;
- seine Bedeutung geht von ‘gleichgestellter, ebenbürtiger Genosse’ aus,
- von der Mitte des 13. Jhs. an wird damit auch der Paarungspartner im Tierreich bezeichnet;
- erst von der Mitte des 17. Jhs. an steht es allein für den ‘ehelich verbundenen Mitmenschen’.
- Vorher bedarf es, wenn auf Menschen bezogen, der Zusammensetzung Ehegatte (Ende 16. Jh.)