„univok“ – Versionsunterschied
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v. lat. ''[[ūnivocus]]'' wrtl. "eingeruf", glhrt."eindeutig" | v. lat. ''[[ūnivocus]]'' wrtl. "eingeruf", glhrt."eindeutig"<p>'''''Univoke'''''<sup id="cite_ref-1" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Univok#cite_note-1 [1]]</sup> oder auch '''''monoseme'''''<sup id="cite_ref-2" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Univok#cite_note-2 [2]]</sup> Ausdrücke sind ''eindeutige'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Sprachlicher_Ausdruck sprachliche Ausdrücke], die mit gleichem Bedeutungssinn verwendet werden.</p><p>Beispielsweise wird „… ist ein Möbelstück“ von Stühlen und Tischen in genau demselben Sinne ausgesagt, während „… ist eine Bank“ von Geldinstituten und Sitzgelegenheiten in ganz anderem Sinne ausgesagt wird. Letzteres ist eine so genannte [https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84quivok äquivoke] Ausdrucksweise. Eine Besonderheit liegt vor, wenn zum Beispiel „… ist gesund“ von einem Menschen oder von einem Lebensmittel ausgesagt wird. Eine solche Redeweise wird oft als [https://de.wikipedia.org/wiki/Analogie_(Philosophie) analog] bezeichnet.</p><p>Spätestens seit [https://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles] wird darüber diskutiert, ob verschiedene Kategorien und insbesondere „Sein“ univok, äquivok oder analog von unterschiedlichen Gegenstandstypen ausgesagt wird. Erklärungsbedürftig erschien vielen Philosophen und Theologen, wie sich die Rede von begrenzten Gegenständen zur Rede von einem ersten Grund beziehungsweise dem Göttlichen zueinander verhält. Während viele Theoretiker des 12. und 13. Jahrhunderts für Analogie plädierten, erschien es u. a. [https://de.wikipedia.org/wiki/Duns_Scotus Duns Scotus] notwendig, dass in einem grundlegenden Sinne „Sein“ als univok analysiert werden müsse, um jeweils eine Einheit von [https://de.wikipedia.org/wiki/Ontologie Ontologie] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Erkenntnistheorie Epistemologie] zu wahren. (Vgl. zu diesen Debatten ausführlicher die Darstellung in [https://de.wikipedia.org/wiki/Analogie_(Philosophie) Analogie (Philosophie)] sowie die dort genannte Literatur.)</p> | ||
== <span id="Siehe_auch">Siehe auch</span> == | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Eine Das Eine] | |||
<div class="sisterproject"><span class="noviewer" role="presentation" aria-hidden="true"><span class="mw-default-size"><span title="Wiktionary">[[file:16px-Wiktfavicon_en.svg.png|16x16px]]</span></span></span>'''[https://de.wiktionary.org/wiki/eindeutig Wiktionary: eindeutig]''' – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div><div class="sisterproject"><span class="noviewer" role="presentation" aria-hidden="true"><span class="mw-default-size"><span title="Wiktionary">[[file:16px-Wiktfavicon_en.svg.png|16x16px]]</span></span></span>'''[https://de.wiktionary.org/wiki/Eindeutigkeit Wiktionary: Eindeutigkeit]'''</div><div class="sisterproject"><span class="noviewer" role="presentation" aria-hidden="true"><span class="mw-default-size"><span title="Wiktionary">[[file:16px-Wiktfavicon_en.svg.png|16x16px]]</span></span></span>'''[https://de.wiktionary.org/wiki/monosem Wiktionary: monosem]'''</div><div class="sisterproject"><span class="noviewer" role="presentation" aria-hidden="true"><span class="mw-default-size"><span title="Wiktionary">[[file:16px-Wiktfavicon_en.svg.png|16x16px]]</span></span></span>'''[https://de.wiktionary.org/wiki/Monosemie Wiktionary: Monosemie]'''</div><div class="sisterproject"><span class="noviewer" role="presentation" aria-hidden="true"><span class="mw-default-size"><span title="Wiktionary">[[file:16px-Wiktfavicon_en.svg.png|16x16px]]</span></span></span>'''[https://de.wiktionary.org/wiki/Univozit%C3%A4t Wiktionary: Univozität]'''</div> | |||
== <span id="Weblinks">Weblinks</span> == | |||
*Eckhart Triebel: [http://www.eckhart.de/?votum.htm#Uni Erklärung] unter Verwendung der Brockhaus-Enzyklopädie 1966 zu „univok“ | |||
== <span id="Anmerkungen">Anmerkungen</span> == | |||
#<span class="reference-text">… [https://de.wikipedia.org/wiki/Fremdwort Fremdwort], genauer [https://de.wikipedia.org/wiki/Lehnwort Lehnwort] aus dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Latein Lateinischen], welchem die (ebenso entlehnten) [https://de.wikipedia.org/wiki/Grundwort Grundwörter] (oder Wortteile) „''[https://en.wiktionary.org/wiki/de:uni- uni-]''“ und „''[https://en.wiktionary.org/wiki/de:Vox Vox]''“ zugrunde liegen; eigentlich „''univok''“ also (ungebeugt) [https://de.wikipedia.org/wiki/Kleinschreibung kleingeschrieben], wie bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Eigenschaftswort Eigenschaftswörtern] (im [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Sprache Deutschen]) üblich; und hier nur am Satzanfang (zudem gebeugt oder auch ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Flexion flektiert]'') [https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fschreibung großgeschrieben]; zugehörige (verwandte) Hauptwörter „'''''Univokation'''''“ und „'''''Univozität'''''“ …</span> | |||
#<span class="reference-text">… das sinngleiche Eigenschaftswort zur (aus dem Altgriechischen entlehnten) sogenannten '''''[https://de.wikipedia.org/wiki/Monosemie Monosemie]''''' …</span> | |||
Version vom 12. April 2024, 16:51 Uhr
uni-voc- Vorlage:lat.-dt. eigentl. univokal 'eindeutig'
v. lat. ūnivocus wrtl. "eingeruf", glhrt."eindeutig"
Univoke[1] oder auch monoseme[2] Ausdrücke sind eindeutige sprachliche Ausdrücke, die mit gleichem Bedeutungssinn verwendet werden.
Beispielsweise wird „… ist ein Möbelstück“ von Stühlen und Tischen in genau demselben Sinne ausgesagt, während „… ist eine Bank“ von Geldinstituten und Sitzgelegenheiten in ganz anderem Sinne ausgesagt wird. Letzteres ist eine so genannte äquivoke Ausdrucksweise. Eine Besonderheit liegt vor, wenn zum Beispiel „… ist gesund“ von einem Menschen oder von einem Lebensmittel ausgesagt wird. Eine solche Redeweise wird oft als analog bezeichnet.
Spätestens seit Aristoteles wird darüber diskutiert, ob verschiedene Kategorien und insbesondere „Sein“ univok, äquivok oder analog von unterschiedlichen Gegenstandstypen ausgesagt wird. Erklärungsbedürftig erschien vielen Philosophen und Theologen, wie sich die Rede von begrenzten Gegenständen zur Rede von einem ersten Grund beziehungsweise dem Göttlichen zueinander verhält. Während viele Theoretiker des 12. und 13. Jahrhunderts für Analogie plädierten, erschien es u. a. Duns Scotus notwendig, dass in einem grundlegenden Sinne „Sein“ als univok analysiert werden müsse, um jeweils eine Einheit von Ontologie und Epistemologie zu wahren. (Vgl. zu diesen Debatten ausführlicher die Darstellung in Analogie (Philosophie) sowie die dort genannte Literatur.)
Siehe auch
Weblinks
- Eckhart Triebel: Erklärung unter Verwendung der Brockhaus-Enzyklopädie 1966 zu „univok“
Anmerkungen
- … Fremdwort, genauer Lehnwort aus dem Lateinischen, welchem die (ebenso entlehnten) Grundwörter (oder Wortteile) „uni-“ und „Vox“ zugrunde liegen; eigentlich „univok“ also (ungebeugt) kleingeschrieben, wie bei Eigenschaftswörtern (im Deutschen) üblich; und hier nur am Satzanfang (zudem gebeugt oder auch flektiert) großgeschrieben; zugehörige (verwandte) Hauptwörter „Univokation“ und „Univozität“ …
- … das sinngleiche Eigenschaftswort zur (aus dem Altgriechischen entlehnten) sogenannten Monosemie …