„Geselle“ – Versionsunterschied
Erscheinungsbild
| [ungesichtete Version] | [ungesichtete Version] |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
K Textersetzung - „{{ahdt.-dt.}}“ durch „Sprachstufe::ahd.-deu.“ |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[[ge-]][[selle]] | [[ge-]][[selle]] [[Sprachstufe::ahd.-deu.]] eigentlich den, ‘der den ''[[Saal]]'' (die Unterkunft) mit (einem) anderen teilt’ | ||
‘Facharbeiter, Handwerksbursche, Kamerad’; Handwerker, der nach einer Lehrzeit die Gesellenprüfung abgelegt hat; | ‘Facharbeiter, Handwerksbursche, Kamerad’; Handwerker, der nach einer Lehrzeit die Gesellenprüfung abgelegt hat; | ||
Aktuelle Version vom 8. Juni 2025, 13:36 Uhr
ge-selle ahd.-deu. eigentlich den, ‘der den Saal (die Unterkunft) mit (einem) anderen teilt’
‘Facharbeiter, Handwerksbursche, Kamerad’; Handwerker, der nach einer Lehrzeit die Gesellenprüfung abgelegt hat;
- Geselle m.
- ‘Facharbeiter, Handwerksbursche, Kamerad’,
- ahd. gisello ‘Wohn-, Hausgenosse, Freund’ (9. Jh.),
- mhd. geselle, auch ‘Geliebte(r), Standesgenosse, Handwerksgeselle, junger Mann’,
- mnd. geselle,
- mnl. gheselle,
- nl. gezel
- ist eine Präfixableitung (westgerm. *ga-salja-) zu dem unter Saal (s. d.) behandelten Substantiv.
- Es bezeichnet eigentlich den, ‘der den Saal (die Unterkunft) mit (einem) anderen teilt’ (zur Bildung s. 3Bauer und Gefährte).
- Geselle wird als Bezeichnung für den gelernten, abhängigen Handwerker (seit dem Mhd.) heute durch Facharbeiter (s. Fach) ersetzt;
- vgl. E. Adelberg in: Zur Ausbildung d. Norm d. dt. Literaturspr. 2 (1976) 165.
- ‘Facharbeiter, Handwerksbursche, Kamerad’,
¦√¦ uig. *sel-, (*sal-?) "großer Wohnraum, Versammlungsraum, Gesellschaftsraum";
¦↵¦ uger. *salą oder *saliz; ger. salją; uger. *gasaljô, *ga- + *saljô; wger. *ga-salja-; ahd. gisellio