„gesellen“ – Versionsunterschied
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gesellen Vb. reflexiv ‘sich zusammenfinden’, mhd. gesellen ‘zum Gesellen machen, geben’, (reflexiv) ‘sich freundschaftlich verbinden’. | gesellen Vb. reflexiv ‘sich zusammenfinden’, mhd. gesellen ‘zum Gesellen machen, geben’, (reflexiv) ‘sich freundschaftlich verbinden’. | ||
Version vom 17. April 2025, 15:06 Uhr
Geselle-n eigtl. zum Gesellen machen, werden, Nwf. Geselle
gesellen Vb. reflexiv ‘sich zusammenfinden’, mhd. gesellen ‘zum Gesellen machen, geben’, (reflexiv) ‘sich freundschaftlich verbinden’.
Geselle
ge-selle ahd.-deu. eigentlich den, ‘der den Saal (die Unterkunft) mit (einem) anderen teilt’
‘Facharbeiter, Handwerksbursche, Kamerad’; Handwerker, der nach einer Lehrzeit die Gesellenprüfung abgelegt hat;
- Geselle m.
- ‘Facharbeiter, Handwerksbursche, Kamerad’,
- ahd. gisello ‘Wohn-, Hausgenosse, Freund’ (9. Jh.),
- mhd. geselle, auch ‘Geliebte(r), Standesgenosse, Handwerksgeselle, junger Mann’,
- mnd. geselle,
- mnl. gheselle,
- nl. gezel
- ist eine Präfixableitung (westgerm. *ga-salja-) zu dem unter Saal (s. d.) behandelten Substantiv.
- Es bezeichnet eigentlich den, ‘der den Saal (die Unterkunft) mit (einem) anderen teilt’ (zur Bildung s. 3Bauer und Gefährte).
- Geselle wird als Bezeichnung für den gelernten, abhängigen Handwerker (seit dem Mhd.) heute durch Facharbeiter (s. Fach) ersetzt;
- vgl. E. Adelberg in: Zur Ausbildung d. Norm d. dt. Literaturspr. 2 (1976) 165.
- ‘Facharbeiter, Handwerksbursche, Kamerad’,
¦√¦ uig. *sel-, (*sal-?) "großer Wohnraum, Versammlungsraum, Gesellschaftsraum";
¦↵¦ uger. *salą oder *saliz; ger. salją; uger. *gasaljô, *ga- + *saljô; wger. *ga-salja-; ahd. gisellio