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„Quantenmechanik“ – Versionsunterschied

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Die '''Quantenmechanik''' ist eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Physik physikalische] [https://de.wikipedia.org/wiki/Theorie Theorie], mit der die Eigenschaften und Gesetzmäßigkeiten von Zuständen und Vorgängen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Materie_(Physik) Materie] beschrieben werden. Im Gegensatz zu den Theorien der [https://de.wikipedia.org/wiki/Klassische_Physik klassischen Physik] erlaubt sie als Grundlage der [https://de.wikipedia.org/wiki/Quantenphysik Quantenphysik] die zutreffende Berechnung physikalischer Eigenschaften von Materie im Größenbereich der [https://de.wikipedia.org/wiki/Atom Atome] und darunter. Die Quantenmechanik ist eine der [https://de.wikipedia.org/wiki/Physik#Themenbereiche_der_modernen_Physik Hauptsäulen der modernen Physik]. Sie bildet die Grundlage zur Beschreibung von Phänomenen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Atomphysik Atomphysik], der [https://de.wikipedia.org/wiki/Festk%C3%B6rperphysik Festkörperphysik]und der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kernphysik Kern-] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Elementarteilchenphysik Elementarteilchenphysik], aber auch verwandter Wissenschaften wie der [https://de.wikipedia.org/wiki/Quantenchemie Quantenchemie].
Die '''Quantenmechanik''' ist eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Physik physikalische] [https://de.wikipedia.org/wiki/Theorie Theorie], mit der die Eigenschaften und Gesetzmäßigkeiten von Zuständen und Vorgängen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Materie_(Physik) Materie] beschrieben werden. Im Gegensatz zu den Theorien der [https://de.wikipedia.org/wiki/Klassische_Physik klassischen Physik] erlaubt sie als Grundlage der [https://de.wikipedia.org/wiki/Quantenphysik Quantenphysik] die zutreffende Berechnung physikalischer Eigenschaften von Materie im Größenbereich der [https://de.wikipedia.org/wiki/Atom Atome] und darunter. Die Quantenmechanik ist eine der [https://de.wikipedia.org/wiki/Physik#Themenbereiche_der_modernen_Physik Hauptsäulen der modernen Physik]. Sie bildet die Grundlage zur Beschreibung von Phänomenen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Atomphysik Atomphysik], der [https://de.wikipedia.org/wiki/Festk%C3%B6rperphysik Festkörperphysik]und der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kernphysik Kern-] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Elementarteilchenphysik Elementarteilchenphysik], aber auch verwandter Wissenschaften wie der [https://de.wikipedia.org/wiki/Quantenchemie Quantenchemie].[[file:400px-Co_ellipse.png|link=https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Co_ellipse.png|400x249px]]
 
Die Quantenmechanik sichtbar gemacht:[https://de.wikipedia.org/wiki/Rastertunnelmikroskop Rastertunnelmikroskopaufnahme]
 
von Kobaltatomen auf einer Kupferoberfläche. Das Messverfahren nutzt Effekte, die erst durch die Quantenmechanik erklärt werden können. Auch die Interpretation der beobachteten Strukturen beruht auf Konzepten der Quantenmechanik.
== <span id="Grundlagen">Grundlagen</span> ==
<p>Die Grundlagen der Quantenmechanik wurden zwischen 1925 und 1932 von [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg Werner Heisenberg], [https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Schr%C3%B6dinger Erwin Schrödinger], [https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Born Max Born], [https://de.wikipedia.org/wiki/Pascual_Jordan Pascual Jordan], [https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Pauli Wolfgang Pauli], [https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Dirac Paul Dirac], [https://de.wikipedia.org/wiki/John_von_Neumann John von Neumann] und weiteren Physikern erarbeitet, nachdem erst die klassische Physik und dann die [https://de.wikipedia.org/wiki/Quantenphysik#Fr%C3%BChe_Quantentheorien älteren Quantentheorien] bei der systematischen Beschreibung der Vorgänge in den Atomen versagt hatten. Die Quantenmechanik erhielt ihren Namen sowohl in Anlehnung an die [https://de.wikipedia.org/wiki/Klassische_Mechanik klassische Mechanik] als auch in Abgrenzung von ihr. Die Quantenmechanik bleibt wie die klassische Mechanik auf die Bewegung von massebehafteten Teilchen unter der Wirkung von Kräften beschränkt. Jedoch werden einige zentrale Begriffe der klassischen Mechanik, unter anderem „Ort“ und „Bahn“ eines Teilchens, in der Quantenmechanik durch grundlegend andere, der Quantenphysik besser angepasste Konzepte ersetzt. Die für die Quantenphysik auch typischen Entstehungs- und Vernichtungsprozesse werden von der Quantenmechanik noch nicht behandelt.</p><p>Die Quantenmechanik bezieht sich auf materielle Objekte und modelliert diese als einzelne Teilchen oder als [https://de.wikipedia.org/wiki/Physikalisches_System Systeme], die aus einer bestimmten Anzahl von einzelnen Teilchen bestehen. Mit diesen Modellen können [https://de.wikipedia.org/wiki/Elementarteilchen Elementarteilchen], [https://de.wikipedia.org/wiki/Atom Atome], [https://de.wikipedia.org/wiki/Molek%C3%BCl Moleküle] oder die [https://de.wikipedia.org/wiki/Makroskopischer_Quantenzustand makroskopische Materie] detailliert beschrieben werden. Zur Berechnung deren möglicher [https://de.wikipedia.org/wiki/Zustand_(Quantenmechanik) Zustände] mit ihren jeweiligen physikalischen Eigenschaften und Reaktionsweisen wird ein der Quantenmechanik eigener [https://de.wikipedia.org/wiki/Mathematische_Struktur_der_Quantenmechanik mathematischer Formalismus] genutzt, der sich stark von der mathematischen Struktur der klassischen Mechanik unterscheidet.</p><p>Die Quantenmechanik unterscheidet sich grundlegend von der klassischen Physik. Sie verwendet Begriffe und Konzepte, die sich der Anschaulichkeit entziehen und auch einigen Prinzipien widersprechen, die in der klassischen Physik als fundamental und selbstverständlich angesehen werden. Durch Anwendung von [https://de.wikipedia.org/wiki/Korrespondenzprinzip Korrespondenzregeln] und Konzepten der [https://de.wikipedia.org/wiki/Dekoh%C3%A4renz Dekohärenztheorie] können viele Gesetzmäßigkeiten der klassischen Physik, insbesondere die gesamte klassische Mechanik, als Grenzfälle der Quantenmechanik beschrieben werden. Allerdings gibt es auch zahlreiche Quanteneffekte ohne klassischen Grenzfall. Zur ''Deutung'' der Theorie wurde eine Reihe verschiedener [https://de.wikipedia.org/wiki/Interpretationen_der_Quantenmechanik Interpretationen der Quantenmechanik] entwickelt, die sich insbesondere in ihrer Konzeption des [https://de.wikipedia.org/wiki/Quantenmechanische_Messung#Ablauf_und_Folgen_des_Messprozesses Messprozesses] und in ihren [https://de.wikipedia.org/wiki/Metaphysik metaphysischen] Prämissen unterscheiden.</p><p>Auf der Quantenmechanik und ihren Begriffen bauen ab ca. 1930 die weiterführenden [https://de.wikipedia.org/wiki/Quantenfeldtheorie Quantenfeldtheorien] auf, angefangen mit der [https://de.wikipedia.org/wiki/Quantenelektrodynamik Quantenelektrodynamik]. Mit diesen können auch die Prozesse der Erzeugung und Vernichtung von Teilchen analysiert werden.</p><p>Genauere Informationen zum mathematischen Formalismus finden sich im Artikel ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Mathematische_Struktur_der_Quantenmechanik Mathematische Struktur der Quantenmechanik]''.</p>
== <span id="Geschichte">Geschichte</span> ==
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Version vom 5. Mai 2024, 11:29 Uhr

Die Quantenmechanik ist eine physikalische Theorie, mit der die Eigenschaften und Gesetzmäßigkeiten von Zuständen und Vorgängen der Materie beschrieben werden. Im Gegensatz zu den Theorien der klassischen Physik erlaubt sie als Grundlage der Quantenphysik die zutreffende Berechnung physikalischer Eigenschaften von Materie im Größenbereich der Atome und darunter. Die Quantenmechanik ist eine der Hauptsäulen der modernen Physik. Sie bildet die Grundlage zur Beschreibung von Phänomenen der Atomphysik, der Festkörperphysikund der Kern- und Elementarteilchenphysik, aber auch verwandter Wissenschaften wie der Quantenchemie.

Die Quantenmechanik sichtbar gemacht:Rastertunnelmikroskopaufnahme

von Kobaltatomen auf einer Kupferoberfläche. Das Messverfahren nutzt Effekte, die erst durch die Quantenmechanik erklärt werden können. Auch die Interpretation der beobachteten Strukturen beruht auf Konzepten der Quantenmechanik.

Grundlagen

Die Grundlagen der Quantenmechanik wurden zwischen 1925 und 1932 von Werner Heisenberg, Erwin Schrödinger, Max Born, Pascual Jordan, Wolfgang Pauli, Paul Dirac, John von Neumann und weiteren Physikern erarbeitet, nachdem erst die klassische Physik und dann die älteren Quantentheorien bei der systematischen Beschreibung der Vorgänge in den Atomen versagt hatten. Die Quantenmechanik erhielt ihren Namen sowohl in Anlehnung an die klassische Mechanik als auch in Abgrenzung von ihr. Die Quantenmechanik bleibt wie die klassische Mechanik auf die Bewegung von massebehafteten Teilchen unter der Wirkung von Kräften beschränkt. Jedoch werden einige zentrale Begriffe der klassischen Mechanik, unter anderem „Ort“ und „Bahn“ eines Teilchens, in der Quantenmechanik durch grundlegend andere, der Quantenphysik besser angepasste Konzepte ersetzt. Die für die Quantenphysik auch typischen Entstehungs- und Vernichtungsprozesse werden von der Quantenmechanik noch nicht behandelt.

Die Quantenmechanik bezieht sich auf materielle Objekte und modelliert diese als einzelne Teilchen oder als Systeme, die aus einer bestimmten Anzahl von einzelnen Teilchen bestehen. Mit diesen Modellen können Elementarteilchen, Atome, Moleküle oder die makroskopische Materie detailliert beschrieben werden. Zur Berechnung deren möglicher Zustände mit ihren jeweiligen physikalischen Eigenschaften und Reaktionsweisen wird ein der Quantenmechanik eigener mathematischer Formalismus genutzt, der sich stark von der mathematischen Struktur der klassischen Mechanik unterscheidet.

Die Quantenmechanik unterscheidet sich grundlegend von der klassischen Physik. Sie verwendet Begriffe und Konzepte, die sich der Anschaulichkeit entziehen und auch einigen Prinzipien widersprechen, die in der klassischen Physik als fundamental und selbstverständlich angesehen werden. Durch Anwendung von Korrespondenzregeln und Konzepten der Dekohärenztheorie können viele Gesetzmäßigkeiten der klassischen Physik, insbesondere die gesamte klassische Mechanik, als Grenzfälle der Quantenmechanik beschrieben werden. Allerdings gibt es auch zahlreiche Quanteneffekte ohne klassischen Grenzfall. Zur Deutung der Theorie wurde eine Reihe verschiedener Interpretationen der Quantenmechanik entwickelt, die sich insbesondere in ihrer Konzeption des Messprozesses und in ihren metaphysischen Prämissen unterscheiden.

Auf der Quantenmechanik und ihren Begriffen bauen ab ca. 1930 die weiterführenden Quantenfeldtheorien auf, angefangen mit der Quantenelektrodynamik. Mit diesen können auch die Prozesse der Erzeugung und Vernichtung von Teilchen analysiert werden.

Genauere Informationen zum mathematischen Formalismus finden sich im Artikel Mathematische Struktur der Quantenmechanik.

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