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„deutsche Grammatik“ – Versionsunterschied

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<p>Die '''deutsche Grammatik''' beschreibt die [https://de.wikipedia.org/wiki/Grammatik grammatische] Struktur der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Sprache deutschen Sprache], hier verstanden als die [https://de.wikipedia.org/wiki/Standarddeutsch hochdeutsche Standardsprache] (im Unterschied zu den [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Dialekte Dialekten des Deutschen]). Im Mittelpunkt stehen in diesem Artikel [https://de.wikipedia.org/wiki/Wortart Wortarten], [https://de.wikipedia.org/wiki/Wortbildung Wortbildung], [https://de.wikipedia.org/wiki/Wortform Wortformen] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Syntax Satzbau] des Deutschen.</p><p>Das Hochdeutsche gehört innerhalb der Gruppe der [https://de.wikipedia.org/wiki/Germanische_Sprachen germanischen Sprachen] zu den kontinental-westgermanischen Sprachen, zusammen mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Niederl%C3%A4ndische_Sprache Niederländisch], [https://de.wikipedia.org/wiki/Niederdeutsche_Sprache Nieder- oder Plattdeutsch] sowie den [https://de.wikipedia.org/wiki/Friesische_Sprachen friesischen Sprachen]. Es weist mit diesen grundlegende Gemeinsamkeiten auf, vor allem sehr komplexe Regeln der [https://de.wikipedia.org/wiki/Wortstellung Wortstellung], die auch zwischen Nebensatz und Hauptsatz unterscheiden. Das Deutsche (wie auch seine eben genannten Verwandten) lässt sich in die Wortstellungstypen, wie sie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Sprachtypologie Sprachtypologie] beschreibt, schwer einordnen, denn es stellt den seltenen Fall einer [https://de.wikipedia.org/wiki/V2-Stellung Verbzweit-Sprache] dar.</p><p>Die deutsche Sprache hat im Vergleich mit anderen germanischen Sprachen ein reiches System von Wortformen ([https://de.wikipedia.org/wiki/Flexion Flexion]) bewahrt, in einem Ausmaß wie sonst nur noch das [https://de.wikipedia.org/wiki/Isl%C3%A4ndische_Sprache Isländische]. Deutsch unterscheidet drei [https://de.wikipedia.org/wiki/Genus Genera] (grammatische Geschlechter) bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Substantiv Substantiven] (Hauptwörtern), mit denen die Formen der begleitenden [https://de.wikipedia.org/wiki/Artikel_(Wortart) Artikel]und [https://de.wikipedia.org/wiki/Adjektiv Adjektive] übereinstimmen müssen, ferner in allen drei Wortarten vier [https://de.wikipedia.org/wiki/Kasus Kasus] (Fälle) und zwei [https://de.wikipedia.org/wiki/Numerus Numeri] (Einzahl und Mehrzahl). Hinzu kommt die sogenannte Stärkeflexion der Adjektive, die anzeigt, welche Art von Artikel vorausgeht. Deutsch markiert Formen für [https://de.wikipedia.org/wiki/Tempus Tempus] (Zeitform), [https://de.wikipedia.org/wiki/Person_(Grammatik) Person] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Modus_(Grammatik) Modus] (Aussageweise) am [https://de.wikipedia.org/wiki/Verb Verb](Tätigkeitswort) und nutzt [https://de.wikipedia.org/wiki/Hilfsverb Hilfsverben] (haben, sein, werden) zum Ausdruck weiterer grammatischer Kategorien.</p><p>Das Deutsche zeichnet sich durch eine besonders flexible [https://de.wikipedia.org/wiki/Wortbildung Wortbildungsfähigkeit] aus. Verben erscheinen mit einem reichen System an [https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4fix Präfixen] (Vorsilben) und [https://de.wikipedia.org/wiki/Partikelverb Partikeln](und noch anderen Elementen), die zusammengesetzte Verben ergeben. Als typisch wird ferner der ausgiebige Gebrauch von [https://de.wikipedia.org/wiki/Komposition_(Grammatik) Komposita] empfunden (Haus+tür, Kegel+form, Weihnacht-s+baum+verkäufer).</p><p>Typisch für das Deutsche ist auch eine hohe Anzahl von [https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4position Präpositionen] (Verhältniswörtern) inklusive vieler sogenannter „Halbpräpositionen“, die in andere Wortarten übergehen, und ein reiches Inventar an [https://de.wikipedia.org/wiki/Modalpartikel Abtönungspartikeln] (halt, eben, eh).</p>
[[deutsch|deutsche]] [[Grammatik]] {{nhdt.-dt.}}
 
Die '''deutsche Grammatik''' beschreibt die [https://de.wikipedia.org/wiki/Grammatik grammatische] Struktur der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Sprache deutschen Sprache], hier verstanden als die [https://de.wikipedia.org/wiki/Standarddeutsch hochdeutsche Standardsprache] (im Unterschied zu den [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Dialekte Dialekten des Deutschen]). Im Mittelpunkt stehen in diesem Artikel [https://de.wikipedia.org/wiki/Wortart Wortarten], [https://de.wikipedia.org/wiki/Wortbildung Wortbildung], [https://de.wikipedia.org/wiki/Wortform Wortformen] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Syntax Satzbau] des Deutschen.<p>Das Hochdeutsche gehört innerhalb der Gruppe der [https://de.wikipedia.org/wiki/Germanische_Sprachen germanischen Sprachen] zu den kontinental-westgermanischen Sprachen, zusammen mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Niederl%C3%A4ndische_Sprache Niederländisch], [https://de.wikipedia.org/wiki/Niederdeutsche_Sprache Nieder- oder Plattdeutsch] sowie den [https://de.wikipedia.org/wiki/Friesische_Sprachen friesischen Sprachen]. Es weist mit diesen grundlegende Gemeinsamkeiten auf, vor allem sehr komplexe Regeln der [https://de.wikipedia.org/wiki/Wortstellung Wortstellung], die auch zwischen Nebensatz und Hauptsatz unterscheiden. Das Deutsche (wie auch seine eben genannten Verwandten) lässt sich in die Wortstellungstypen, wie sie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Sprachtypologie Sprachtypologie] beschreibt, schwer einordnen, denn es stellt den seltenen Fall einer [https://de.wikipedia.org/wiki/V2-Stellung Verbzweit-Sprache] dar.</p><p>Die deutsche Sprache hat im Vergleich mit anderen germanischen Sprachen ein reiches System von Wortformen ([https://de.wikipedia.org/wiki/Flexion Flexion]) bewahrt, in einem Ausmaß wie sonst nur noch das [https://de.wikipedia.org/wiki/Isl%C3%A4ndische_Sprache Isländische]. Deutsch unterscheidet drei [https://de.wikipedia.org/wiki/Genus Genera] (grammatische Geschlechter) bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Substantiv Substantiven] (Hauptwörtern), mit denen die Formen der begleitenden [https://de.wikipedia.org/wiki/Artikel_(Wortart) Artikel]und [https://de.wikipedia.org/wiki/Adjektiv Adjektive] übereinstimmen müssen, ferner in allen drei Wortarten vier [https://de.wikipedia.org/wiki/Kasus Kasus] (Fälle) und zwei [https://de.wikipedia.org/wiki/Numerus Numeri] (Einzahl und Mehrzahl). Hinzu kommt die sogenannte Stärkeflexion der Adjektive, die anzeigt, welche Art von Artikel vorausgeht. Deutsch markiert Formen für [https://de.wikipedia.org/wiki/Tempus Tempus] (Zeitform), [https://de.wikipedia.org/wiki/Person_(Grammatik) Person] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Modus_(Grammatik) Modus] (Aussageweise) am [https://de.wikipedia.org/wiki/Verb Verb](Tätigkeitswort) und nutzt [https://de.wikipedia.org/wiki/Hilfsverb Hilfsverben] (haben, sein, werden) zum Ausdruck weiterer grammatischer Kategorien.</p><p>Das Deutsche zeichnet sich durch eine besonders flexible [https://de.wikipedia.org/wiki/Wortbildung Wortbildungsfähigkeit] aus. Verben erscheinen mit einem reichen System an [https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4fix Präfixen] (Vorsilben) und [https://de.wikipedia.org/wiki/Partikelverb Partikeln](und noch anderen Elementen), die zusammengesetzte Verben ergeben. Als typisch wird ferner der ausgiebige Gebrauch von [https://de.wikipedia.org/wiki/Komposition_(Grammatik) Komposita] empfunden (Haus+tür, Kegel+form, Weihnacht-s+baum+verkäufer).</p><p>Typisch für das Deutsche ist auch eine hohe Anzahl von [https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4position Präpositionen] (Verhältniswörtern) inklusive vieler sogenannter „Halbpräpositionen“, die in andere Wortarten übergehen, und ein reiches Inventar an [https://de.wikipedia.org/wiki/Modalpartikel Abtönungspartikeln] (halt, eben, eh).</p>

Aktuelle Version vom 21. Juni 2024, 12:35 Uhr

deutsche Grammatik nhdt.-dt.

Die deutsche Grammatik beschreibt die grammatische Struktur der deutschen Sprache, hier verstanden als die hochdeutsche Standardsprache (im Unterschied zu den Dialekten des Deutschen). Im Mittelpunkt stehen in diesem Artikel Wortarten, Wortbildung, Wortformen und Satzbau des Deutschen.

Das Hochdeutsche gehört innerhalb der Gruppe der germanischen Sprachen zu den kontinental-westgermanischen Sprachen, zusammen mit Niederländisch, Nieder- oder Plattdeutsch sowie den friesischen Sprachen. Es weist mit diesen grundlegende Gemeinsamkeiten auf, vor allem sehr komplexe Regeln der Wortstellung, die auch zwischen Nebensatz und Hauptsatz unterscheiden. Das Deutsche (wie auch seine eben genannten Verwandten) lässt sich in die Wortstellungstypen, wie sie die Sprachtypologie beschreibt, schwer einordnen, denn es stellt den seltenen Fall einer Verbzweit-Sprache dar.

Die deutsche Sprache hat im Vergleich mit anderen germanischen Sprachen ein reiches System von Wortformen (Flexion) bewahrt, in einem Ausmaß wie sonst nur noch das Isländische. Deutsch unterscheidet drei Genera (grammatische Geschlechter) bei Substantiven (Hauptwörtern), mit denen die Formen der begleitenden Artikelund Adjektive übereinstimmen müssen, ferner in allen drei Wortarten vier Kasus (Fälle) und zwei Numeri (Einzahl und Mehrzahl). Hinzu kommt die sogenannte Stärkeflexion der Adjektive, die anzeigt, welche Art von Artikel vorausgeht. Deutsch markiert Formen für Tempus (Zeitform), Person und Modus (Aussageweise) am Verb(Tätigkeitswort) und nutzt Hilfsverben (haben, sein, werden) zum Ausdruck weiterer grammatischer Kategorien.

Das Deutsche zeichnet sich durch eine besonders flexible Wortbildungsfähigkeit aus. Verben erscheinen mit einem reichen System an Präfixen (Vorsilben) und Partikeln(und noch anderen Elementen), die zusammengesetzte Verben ergeben. Als typisch wird ferner der ausgiebige Gebrauch von Komposita empfunden (Haus+tür, Kegel+form, Weihnacht-s+baum+verkäufer).

Typisch für das Deutsche ist auch eine hohe Anzahl von Präpositionen (Verhältniswörtern) inklusive vieler sogenannter „Halbpräpositionen“, die in andere Wortarten übergehen, und ein reiches Inventar an Abtönungspartikeln (halt, eben, eh).