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„kontingent“ – Versionsunterschied

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Aktuelle Version vom 8. Juni 2025, 06:29 Uhr

kontingent lat.-deu.

Adjektiv
Positiv Komparativ Superlativ
kontingent kontingenter am kontingentesten
Alle weiteren Formen: Flexion:kontingent
Worttrennung: kon·tin·gent,

Komparativ: kon·tin·gen·ter,

Superlativ: am kon·tin·gen·tes·ten

Aussprache: IPA: [kɔntɪŋˈɡɛnt]

Bedeutungen:

[1] selten: benachbart, sich berührend, gemeinsam auftretend
[2] Philosophie: zufällig (im Gegensatz zu logisch notwendig), beliebig (innerhalb der Möglichkeiten), wirklich oder möglich, aber nicht wesensnotwendig

Herkunft:

abgeleitet von dem lateinischen Verb contingere (deutsch: I (sich) berühren, II (sich) ereignen) beziehungsweise von dem mittellateinischen Substantiv contingentia (deutsch: die Möglichkeit, der Zufall), der Übersetzung des altgriechisch-aristotelischen Begriffes τὰ ἐνδεχόμενα endechómena; glhrt. 'das, was möglich ist'

Sinnverwandte Wörter:

[2] willkürlich

Gegenwörter:

[2] kausal abzuleiten, notwendig, zwingend; aber auch: völlig beliebig oder: unmöglich

Beispiele:

[1] Kontingente Begriffe benennen Formen, zwischen denen es Übergänge gibt, so sind z.B. Tier + Mensch kontingente Begriffe, nicht aber Pflanze + Mensch.
[2] Was wir in ästhetischer Absicht an der Natur suchen, sind Gebilde und Areale eines kontingenten Formlebens.[1]
[2] „Was kontingent ist, kann Substanz haben (jeder einzelne Mensch ist hinsichtlich seiner Zeugung kontingent) oder Akzidens sein (wie die Haarfarbe eines Menschen ohne den Menschen und ohne sein Haar nicht sein kann, aber in sich beliebig ist).“[2]

Wortbildungen:

[1] Kontingent
[2] Kontingenz