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„Peripatetiker“ – Versionsunterschied

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[[Peripatetik]][[-er]]<div class="zenoCOMain"><p>'''<span class="zenoTXHighlight0">Peripatetiker</span>''' (gr. ''peripatêtikos'' = Philosophen von den Spaziergängen)heißen die Anhänger des ''Aristoteles'' (384-322), von den schattigen Gängen (''peripatoi'') des ''Lykeions'', in denen Aristoteles lehrte. Sie haben sich weniger mit der Fortbildung als mit der populären Auslegung und gelehrten Feststellung seiner Lehre beschäftigt. Hervorragend sind Theophrastos, Eudemos, Aristoxenos, Dikaiarchos, Straton, Lykon, Ariston, Hieronymos, Kritolaos, Diodoros, Staseas, Kratippos. Unter den späteren Kommentatoren des Aristoteles sind am bekanntesten Andronikos von Rhodos, Boëthius aus Sidon, Nikolaos von Damaskos, Alexander von Aigai, Aspasios und Adrastos von Aphrodisias, Alexander von Aphrodisias, endlich Porphyrios, Philoponos und Simplicius. Seit dem 12. Jahrhundert beherrschte Aristoteles die [http://www.zeno.org/Kirchner-Michaelis-1907/A/Scholastik Scholastik], deren größte Vertreter, Albertus Magnus, Thomas von Aquino und Duns Scotus, ihm anhingen. Zur [http://www.zeno.org/Kirchner-Michaelis-1907/A/Zeit Zeit] der Renaissance traten Neu-Aristoteliker auf, die sich wieder entweder dem Averroes oder Alexander v. Aphrodisias oder Platon mehr näherten. Der neueste Vertreter des [http://www.zeno.org/Kirchner-Michaelis-1907/A/Aristotelismus Aristotelismus] ist Trendelenburg (1802-1872) gewesen. Vgl. [http://www.zeno.org/Kirchner-Michaelis-1907/A/Aristotelismus Aristotelismus].</p></div><div class="zenoCOFooter"><div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft">Quelle:</div><div class="zenoCOFooterLineRight">Kirchner, Friedrich / Michaëlis, Carl: Wörterbuch der Philosophischen Grundbegriffe. Leipzig <sup>5</sup>1907, S. 425.</div></div><div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft">Permalink:</div><div class="zenoCOFooterLineRight">[http://www.zeno.org/nid/20003587835 http://www.zeno.org/nid/20003587835]</div></div><div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft">Lizenz:</div><div class="zenoCOFooterLineRight">[http://www.zeno.org/Zeno/-/Lizenz%3A+Gemeinfrei Gemeinfrei]</div></div><div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft">Faksimiles:</div><div class="zenoCOFooterLineRight">[http://www.zeno.org/Kirchner-Michaelis-1907/K/kimi-wbphil-001-0425 425]</div></div><div class="zenoCOFooterLine"><div class="zenoCOFooterLineLeft">Kategorien:</div><div class="zenoCOFooterLineRight">[http://www.zeno.org/Kategorien/T/Lexikalischer+Artikel Lexikalischer Artikel]</div></div></div>
[[Peripatetik]][[-er]] {{agrie.-dt.}} 'Umhergehender'
 
v. agrie. περῐπᾰτητῐκοί ''[[peripatētikoí]]''  'Umhergehende, Wandelnde' v. agrie.  περῐπᾰτητῐκός ''[[peripatētikós]] 'umhergehend, wandelnd','' davon abgeleitet agrie. περῐ́πᾰτος ''[[perípatos]]'' '[[Peripatos]], Umhergang, Wandelgang', da die Gelehrten in einer Halle, dem ''[[Lykeion]],'' umhergingen wurde Peripatos die sinnverfälschende Bedeutung '[[Wandelhalle]]' gegeben. <div class="zenoCOMain">
'''<span class="zenoTXHighlight0">Peripatetiker</span>''' (gr. ''peripatêtikos'' = Philosophen von den Spaziergängen) heißen die Anhänger des ''[[Aristoteles (Universalgelehrter)|Aristoteles]]'' (384-322), von den schattigen Gängen (''[[perípatoi]]'') des ''[[Lykeion|Lykeions]]'', in denen Aristoteles lehrte. Sie haben sich weniger mit der Fortbildung als mit der populären Auslegung und gelehrten Feststellung seiner Lehre beschäftigt. Hervorragend sind [[Theophrastos von Eresos|Theophrastos]], [[Eudemos von Rhodos|Eudemos]], Aristoxenos, Dikaiarchos, Straton, Lykon, Ariston, Hieronymos, Kritolaos, Diodoros, Staseas, Kratippos. Unter den späteren Kommentatoren des Aristoteles sind am bekanntesten Andronikos von Rhodos, Boëthius aus Sidon, Nikolaos von Damaskos, Alexander von Aigai, Aspasios und Adrastos von Aphrodisias, Alexander von Aphrodisias, endlich Porphyrios, Philoponos und Simplicius. Seit dem 12. Jahrhundert beherrschte Aristoteles die [[Scholastik]], deren größte Vertreter, [[Albertus Magnus]], [[Thomas von Aquin|Thomas von Aquino]] und [[Johannes Duns Scotus|Duns Scotus]], ihm anhingen. Zur [http://www.zeno.org/Kirchner-Michaelis-1907/A/Zeit Zeit] der Renaissance traten Neu-Aristoteliker auf, die sich wieder entweder dem [[Averroes]] oder [[Alexander von Aphrodisias|Alexander v. Aphrodisias]] oder [[Platon]] mehr näherten. Der neueste Vertreter des [[Aristotelismus]] ist [[Trendelenburg]] (1802-1872) gewesen. Vgl. [http://www.zeno.org/Kirchner-Michaelis-1907/A/Aristotelismus Aristotelismus].<ref>Quelle: Kirchner, Friedrich / Michaëlis, Carl: Wörterbuch der Philosophischen Grundbegriffe. Leipzig <sup>5</sup>1907, S. 425. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20003587835; Lizenz: [http://www.zeno.org/Zeno/-/Lizenz%3A+Gemeinfrei Gemeinfrei]; Faksimiles: [http://www.zeno.org/Kirchner-Michaelis-1907/K/kimi-wbphil-001-0425 425]</ref>
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Version vom 7. Juli 2024, 08:07 Uhr

Peripatetik-er Vorlage:agrie.-dt. 'Umhergehender'

v. agrie. περῐπᾰτητῐκοί peripatētikoí 'Umhergehende, Wandelnde' v. agrie. περῐπᾰτητῐκός peripatētikós 'umhergehend, wandelnd', davon abgeleitet agrie. περῐ́πᾰτος perípatos 'Peripatos, Umhergang, Wandelgang', da die Gelehrten in einer Halle, dem Lykeion, umhergingen wurde Peripatos die sinnverfälschende Bedeutung 'Wandelhalle' gegeben.

Peripatetiker (gr. peripatêtikos = Philosophen von den Spaziergängen) heißen die Anhänger des Aristoteles (384-322), von den schattigen Gängen (perípatoi) des Lykeions, in denen Aristoteles lehrte. Sie haben sich weniger mit der Fortbildung als mit der populären Auslegung und gelehrten Feststellung seiner Lehre beschäftigt. Hervorragend sind Theophrastos, Eudemos, Aristoxenos, Dikaiarchos, Straton, Lykon, Ariston, Hieronymos, Kritolaos, Diodoros, Staseas, Kratippos. Unter den späteren Kommentatoren des Aristoteles sind am bekanntesten Andronikos von Rhodos, Boëthius aus Sidon, Nikolaos von Damaskos, Alexander von Aigai, Aspasios und Adrastos von Aphrodisias, Alexander von Aphrodisias, endlich Porphyrios, Philoponos und Simplicius. Seit dem 12. Jahrhundert beherrschte Aristoteles die Scholastik, deren größte Vertreter, Albertus Magnus, Thomas von Aquino und Duns Scotus, ihm anhingen. Zur Zeit der Renaissance traten Neu-Aristoteliker auf, die sich wieder entweder dem Averroes oder Alexander v. Aphrodisias oder Platon mehr näherten. Der neueste Vertreter des Aristotelismus ist Trendelenburg (1802-1872) gewesen. Vgl. Aristotelismus.[1]

  1. ↑ Quelle: Kirchner, Friedrich / Michaëlis, Carl: Wörterbuch der Philosophischen Grundbegriffe. Leipzig 51907, S. 425. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20003587835; Lizenz: Gemeinfrei; Faksimiles: 425