„Rechtfertigungsgrund“ – Versionsunterschied
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[[Rechtfertigung]]{{–}}[[Grund]] {{mhdt.-dt.}} | |||
'''Rechtfertigungsgründe''' sind Umstände, die die [[Rechtswidrigkeit]] einer Handlung ausschließen.<sup class="reference" id="cite_ref-1">[https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigungsgrund#cite_note-1 [1]]</sup> | |||
Nach dem Grundsatz der [https://de.wikipedia.org/wiki/Einheit_der_Rechtsordnung Einheit der Rechtsordnung] soll ein und dasselbe Verhalten nicht in einem Teilbereich der [https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsordnung Rechtsordnung] als erlaubt, in einem anderen dagegen als verboten angesehen werden. Daher gelten Rechtfertigungsgründe in der gesamten Rechtsordnung, also dem Zivil-, Straf- und Öffentlichen Recht.<sup class="reference" id="cite_ref-2">[https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigungsgrund#cite_note-2 [2]]</sup> Ist ein Verhalten nach den Regeln über den zivilrechtlichen Notstand gedeckt (<span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__228.html § 228]</span>, <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__904.html § 904]</span> BGB), wird es auch nicht bestraft oder mit Bußgeld geahndet (<span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__34.html § 34]</span> StGB, <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/owig_1968/__16.html § 16]</span> OWiG).<sup class="reference" id="cite_ref-3">[https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigungsgrund#cite_note-3 [3]]</sup><div class="mw-heading mw-heading2"> | |||
== Zivilrecht == | == Zivilrecht == | ||
</div | </div>Im Bereich des [https://de.wikipedia.org/wiki/Deliktsrecht_(Deutschland) Deliktsrechts] hat der Gesetzgeber die [https://de.wikipedia.org/wiki/Schadensersatz Schadensersatzpflicht] für unerlaubte Handlungen geregelt. Die Verletzung eines [https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsgut Rechtsguts] oder eines [https://de.wikipedia.org/wiki/Schutzgesetz Schutzgesetzes] indiziert die Rechtswidrigkeit dieser Handlung. Die Verpflichtung zum Schadensersatz tritt aber nicht ein, wenn die Handlung nicht widerrechtlich war, d. h. durch einen Rechtfertigungsgrund gedeckt (<span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__823.html § 823]</span> BGB). Es gibt gesetzlich geregelte und sonstige, von der Rechtsprechung anerkannte Rechtfertigungsgründe. Beispiele sind:<sup class="reference" id="cite_ref-4">[https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigungsgrund#cite_note-4 [4]]</sup> | ||
*Notwehr, <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__227.html | |||
*Verteidigungsnotstand, Defensivnotstand, <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__228.html | * Notwehr, <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__227.html § 227]</span> BGB | ||
*Angriffsnotstand, Aggressivnotstand, <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__904.html | * Verteidigungsnotstand, Defensivnotstand, <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__228.html § 228]</span> BGB (Verteidigung gegen fremde Sachen, von denen eine gegenwärtige Gefahr ausgeht) | ||
*Selbsthilfe, <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__229.html | * Angriffsnotstand, Aggressivnotstand, <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__904.html § 904]</span> BGB (Verteidigung mit fremden Sachen zur Abwehr einer gegenwärtigen Gefahr) | ||
*Besitzwehr, Besitzkehr, <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__859.html | * Selbsthilfe, <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__229.html § 229]</span> BGB | ||
*berechtigte [https://de.wikipedia.org/wiki/Gesch%C3%A4ftsf%C3%BChrung_ohne_Auftrag_(Deutschland) GoA], §§ 677 ff. BGB | * Besitzwehr, Besitzkehr, <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__859.html § 859]</span> BGB | ||
*erlaubte Emission, <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__906.html | * berechtigte [https://de.wikipedia.org/wiki/Gesch%C3%A4ftsf%C3%BChrung_ohne_Auftrag_(Deutschland) GoA], §§ 677 ff. BGB | ||
*verkehrsrichtiges, ordnungsgemäßes Verhalten.<sup id="cite_ref-5 | * erlaubte Emission, <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__906.html § 906]</span> BGB | ||
* verkehrsrichtiges, ordnungsgemäßes Verhalten.<sup class="reference" id="cite_ref-5">[https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigungsgrund#cite_note-5 [5]]</sup> | |||
Darüber hinaus sind auch außerhalb des Zivilrechts geregelte Rechtfertigungsgründe beachtlich, wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Wahrnehmung_berechtigter_Interessen Wahrnehmung berechtigter Interessen] gem. <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__193.html § 193]</span> StGB. | |||
Die ausdrückliche oder mutmaßliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Einwilligung Einwilligung] spielt eine Rolle bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Heilbehandlung_(Deutsches_Recht) ärztlichen Heileingriffen] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Sportverletzung Sportverletzungen].<div class="mw-heading mw-heading2"> | |||
== Strafrecht == | == Strafrecht == | ||
</div | </div>Im deutschen [https://de.wikipedia.org/wiki/Strafgesetzbuch_(Deutschland) Strafrecht] ist eine rechtswidrige Tat eine Handlung, die den Tatbestand eines Strafgesetzes verwirklicht (<span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__11.html § 11]</span> Abs. 1 Nr. 5 StGB). Die Tatbestandserfüllung indiziert auch hier die Rechtswidrigkeit. Allein die Rechtswidrigkeit begründet aber noch nicht die [https://de.wikipedia.org/wiki/Strafbarkeit Strafbarkeit] des Täters. Wenn dem Täter ein Rechtfertigungsgrund zugutekommt, schließt das eine Bestrafung aus.<div class="mw-heading mw-heading3"> | ||
=== Einzelne Rechtfertigungsgründe === | === Einzelne Rechtfertigungsgründe === | ||
</div | </div>Das deutsche Strafrecht kennt zahlreiche Rechtfertigungsgründe, die nicht abschließend aufgezählt sind. Sie stehen nicht zwingend im [https://de.wikipedia.org/wiki/Strafgesetzbuch Strafgesetzbuch], sondern sind auch im [https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgerliches_Gesetzbuch BGB] (z. B. <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__228.html § 228]</span>, <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__904.html § 904]</span> BGB) oder der [https://de.wikipedia.org/wiki/Strafprozessordnung_(Deutschland) Strafprozessordnung](Recht der [https://de.wikipedia.org/wiki/Festnahme vorläufigen Festnahme], <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stpo/__127.html § 127]</span> StPO) geregelt. Rechtfertigungsgründe können auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Gewohnheitsrecht gewohnheitsrechtlich]anerkannt sein, beispielsweise die [https://de.wikipedia.org/wiki/Pflichtenkollision Pflichtenkollision].<sup class="reference" id="cite_ref-6">[https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigungsgrund#cite_note-6 [6]]</sup>Die ausdrückliche oder mutmaßliche [https://de.wikipedia.org/wiki/Einwilligung Einwilligung] spielt auch im Strafrecht eine Rolle und ist für die [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rperverletzung_(Deutschland) Körperverletzung] in <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__228.html § 228]</span> StGB normiert, für den [https://de.wikipedia.org/wiki/Schwangerschaftsabbruch Schwangerschaftsabbruch] in <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__218a.html § 218a]</span> Abs. 2 und 3 StGB. | ||
Die wichtigsten strafrechtlichen Rechtfertigungsgründe sind die [https://de.wikipedia.org/wiki/Notwehr_(Deutschland) Notwehr] (<span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__32.html § 32]</span> StGB) und der [https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigender_Notstand_(Deutschland) rechtfertigende Notstand](<span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__34.html § 34]</span> StGB). | |||
Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich und geboten ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden (<span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__32.html § 32]</span> Abs. 1 u. 2 StGB).<sup class="reference" id="cite_ref-7">[https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigungsgrund#cite_note-7 [7]]</sup> Die dualistische Notwehrkonzeption folgt den Gedanken des zulässigen Selbstschutzes und dem sog. Rechtsbewährungsprinzip (''Das Recht braucht dem Unrecht nicht zu weichen'').<sup class="reference" id="cite_ref-8">[https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigungsgrund#cite_note-8 [8]]</sup> | |||
Der rechtfertigende Notstand setzt dagegen eine [https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCterabw%C3%A4gung Abwägung] der widerstreitenden Interessen, namentlich der betroffenen Rechtsgüter und des Grades der ihnen drohenden Gefahren voraus. Das geschützte Interesse muss das beeinträchtigte wesentlich überwiegen (<span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__34.html § 34]</span> Satz 1 StGB). Außerdem muss die Tat ein angemessenen Mittel zur Abwehr der Gefahr sein (§ 34 Satz 2 StGB). | |||
Zudem entwickelte der Bundesgerichtshof 2010 im Rahmen des sog. „Fall Putz“ im Bereich der (passiven) Sterbehilfe den rechtfertigenden [https://de.wikipedia.org/wiki/Behandlungsabbruch Behandlungsabbruch].<div class="mw-heading mw-heading3"> | |||
=== Wirkung === | === Wirkung === | ||
</div | </div>[https://de.wikipedia.org/wiki/Anstiftung_(Deutschland) Anstiftung] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Beihilfe_(Strafrecht) Beihilfe] setzen eine rechtswidrige Tat voraus (<span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__26.html § 26]</span>, <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__27.html § 27]</span> StGB). An einer durch einen Rechtfertigungsgrund gerechtfertigten und damit bloß tatbestandsmäßigen Handlung gibt es keine strafbare [https://de.wikipedia.org/wiki/Teilnehmer_(Strafrecht) Teilnahme].<sup class="reference" id="cite_ref-9">[https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigungsgrund#cite_note-9 [9]]</sup> | ||
Subjektiv ist erforderlich, dass der Täter, der sich auf den Rechtfertigungsgrund beruft, auch mit dem Willen zur Abwehr eines Angriffs oder einer Gefahr handelt.<sup class="reference" id="cite_ref-10">[https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigungsgrund#cite_note-10 [10]]</sup> Falls kein Verteidigungs- oder Rettungswille des Täters vorliegt, um beim Vorsatzdelikt sowohl das Erfolgsunrecht des objektiven als auch das Handlungsunrecht des subjektiven Tatbestandes zu kompensieren, wird die Tat als rechtswidrig angesehen.<sup class="reference" id="cite_ref-11">[https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigungsgrund#cite_note-11 [11]]</sup>Dabei ist strittig, ob der Täter wegen vollendeter Tat oder nur wegen Versuchs zu bestrafen ist.<sup class="reference" id="cite_ref-12">[https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigungsgrund#cite_note-12 [12]]</sup><sup class="reference" id="cite_ref-13">[https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigungsgrund#cite_note-13 [13]]</sup> | |||
Nimmt der Täter irrtümlich an, es lägen die Voraussetzungen eines Rechtfertigungsgrundes vor, beispielsweise im Fall der [https://de.wikipedia.org/wiki/Putativnotwehr Putativnotwehr], so handelt es sich um einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Erlaubnistatbestandsirrtum Erlaubnistatbestandsirrtum], dessen Behandlung in der Strafrechtslehre strittig ist.<sup class="reference" id="cite_ref-14">[https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigungsgrund#cite_note-14 [14]]</sup> Je nach Meinung in der Rechtswissenschaft liegt eine teilnahmefähige Tat vor oder nicht.<div class="mw-heading mw-heading2"> | |||
== Ordnungswidrigkeiten == | == Ordnungswidrigkeiten == | ||
</div | </div>Eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Ordnungswidrigkeit Ordnungswidrigkeit] ist eine rechtswidrige und vorwerfbare Handlung, die den Tatbestand eines Gesetzes verwirklicht, das die Ahndung mit einer [https://de.wikipedia.org/wiki/Geldbu%C3%9Fe Geldbuße] zulässt (<span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/owig_1968/__1.html § 1]</span> Abs. 1 [https://de.wikipedia.org/wiki/Ordnungswidrigkeitengesetz OWiG]). Wer eine Handlung begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig (<span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/owig_1968/__15.html § 15]</span> Abs. 1 OWiG). Nicht rechtswidrig ist auch eine Handlung unter den Voraussetzungen eines [https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigender_Notstand_(Deutschland) rechtfertigenden Notstands] (<span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/owig_1968/__16.html § 16]</span> Abs. 1 OWiG).<sup class="reference" id="cite_ref-15">[https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigungsgrund#cite_note-15 [15]]</sup> Diese Regelungen entsprechen jenen des [https://de.wikipedia.org/wiki/Strafgesetzbuch_(Deutschland) Strafgesetzbuchs] (<span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__32.html § 32]</span>, <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__34.html § 34]</span> StGB). | ||
Außerdem gelten auch im Ordnungswidrigkeitenrecht die Erlaubnisnormen des BGB, des Polizeirechts oder die [https://de.wikipedia.org/wiki/Einwilligung Einwilligung].<sup class="reference" id="cite_ref-16">[https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigungsgrund#cite_note-16 [16]]</sup> | |||
Ein speziell auf [https://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrsordnungswidrigkeit Verkehrsordnungswidrigkeiten] zugeschnittener Rechtfertigungsgrund ergibt sich aus <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/__35.html § 35]</span> [https://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenverkehrs-Ordnung_(Deutschland) StVO] für Polizei, Feuerwehr oder Fahrzeuge des [https://de.wikipedia.org/wiki/Rettungsdienst Rettungsdienstes] bei der Inanspruchnahme von [https://de.wikipedia.org/wiki/Sonderrechte_(Stra%C3%9Fenverkehrsordnung) Sonderrechten].<sup class="reference" id="cite_ref-17">[https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigungsgrund#cite_note-17 [17]]</sup><div class="mw-heading mw-heading2"> | |||
== Öffentliches Recht == | == Öffentliches Recht == | ||
</div | </div>Aus dem Öffentlichen Recht ergeben sich bestimmte Amtsbefugnisse im Rahmen eines strafrechtlichen [https://de.wikipedia.org/wiki/Ermittlungsverfahren Ermittlungsverfahrens], die die körperliche Untersuchung eines [https://de.wikipedia.org/wiki/Beschuldigter Beschuldigten] oder anderer Personen rechtfertigen können (§§ 81 ff. [https://de.wikipedia.org/wiki/Strafprozessordnung_(Deutschland) StPO]). [https://de.wikipedia.org/wiki/Gerichtsvollzieher Gerichtsvollzieher] sind bei der [https://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsvollstreckungsrecht_(Deutschland) Zwangsvollstreckung] gem. <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__758.html § 758]</span> [https://de.wikipedia.org/wiki/Zivilprozessordnung_(Deutschland) ZPO] zur Gewaltanwendung gegen den Schuldner befugt. Die Staatsanwaltschaft und die Beamten des Polizeidienstes sind bei Gefahr im Verzug auch dann zur vorläufigen Festnahme gem. <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stpo/__127.html § 127]</span> Abs. 2 StPO befugt, wenn die Voraussetzungen eines [https://de.wikipedia.org/wiki/Haftbefehl Haftbefehls]oder eines Unterbringungsbefehls vorliegen. Die Staatsanwaltschaft als Strafvollzugsbehörde kann einen entwichenen Gefangenen festnehmen und in die [https://de.wikipedia.org/wiki/Justizvollzugsanstalt Justizvollzugsanstalt] zurückbringen (<span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stvollzg/__87.html § 87]</span> [https://de.wikipedia.org/wiki/Strafvollzugsgesetz(e)_(Deutschland) StVollzG]). Im übrigen gelten die strafrechtlichen Rechtfertigungsgründe nach h. M. auch für hoheitliches Handeln von Amtsträgern, falls keine engeren und abschließenden Sonderregelungen eingreifen.<sup class="reference" id="cite_ref-18">[https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigungsgrund#cite_note-18 [18]]</sup><sup class="reference" id="cite_ref-19">[https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigungsgrund#cite_note-19 [19]]</sup> | ||
Zudem stellen die Ermächtigungsgrundlagen der einzelnen [https://de.wikipedia.org/wiki/Polizeigesetz Landespolizeigesetze] Rechtfertigungsgründe dar.<sup class="reference" id="cite_ref-20">[https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigungsgrund#cite_note-20 [20]]</sup><sup class="reference" id="cite_ref-21">[https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigungsgrund#cite_note-21 [21]]</sup>Diese ermöglichen bspw. die [https://de.wikipedia.org/wiki/Ingewahrsamnahme Ingewahrsamnahme] (z. B.: § 32 HSOG), das [https://de.wikipedia.org/wiki/Wohnungsdurchsuchung Betreten von Wohnungen] (z. B.: § 38 HSOG), die Verwertung, Unbrauchbarmachung und Vernichtung (z. B.: § 42 HSOG). Diese tangieren auch Straftatbestände wie bspw. § 239 StGB, § 123 StGB und § 303 StGB, wobei die öffentlich-rechtliche Ermächtigungsgrundlage die Rechtfertigung darstellt.<div class="mw-heading mw-heading2"> | |||
== Keine Rechtfertigungsgründe == | == Keine Rechtfertigungsgründe == | ||
</div> | </div> | ||
*das tatbestandsausschließende [https://de.wikipedia.org/wiki/Einverst%C3%A4ndnis Einverständnis] | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Schwangerschaftsabbruch Schwangerschaftsabbruch] mit Bescheinigung nach Maßgabe des [https://de.wikipedia.org/wiki/Schwangerschaftskonfliktgesetz Schwangerschaftskonfliktgesetzes], <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__218a.html | * das tatbestandsausschließende [https://de.wikipedia.org/wiki/Einverst%C3%A4ndnis Einverständnis] | ||
*der [https://de.wikipedia.org/wiki/Notwehr_(Deutschland)#Notwehrexzess Notwehrexzess] | * [https://de.wikipedia.org/wiki/Schwangerschaftsabbruch Schwangerschaftsabbruch] mit Bescheinigung nach Maßgabe des [https://de.wikipedia.org/wiki/Schwangerschaftskonfliktgesetz Schwangerschaftskonfliktgesetzes], <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__218a.html § 218a]</span> Abs. 1, <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__219.html § 219]</span> Abs. 2 Satz 2 StGB (schließt zugunsten des Arztes die Tatbestandsverwirklichung aus) | ||
*strittig: [https://de.wikipedia.org/wiki/Notwehr_(Deutschland)#Notwehrprovokation Notwehrprovokation] | * der [https://de.wikipedia.org/wiki/Notwehr_(Deutschland)#Notwehrexzess Notwehrexzess] | ||
*der [https://de.wikipedia.org/wiki/Notstand#N%C3%B6tigungsnotstand Nötigungsnotstand] (ist Entschuldigungsgrund) | * strittig: [https://de.wikipedia.org/wiki/Notwehr_(Deutschland)#Notwehrprovokation Notwehrprovokation] | ||
*der [https://de.wikipedia.org/wiki/Entschuldigender_Notstand entschuldigende Notstand], <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__35.html | * der [https://de.wikipedia.org/wiki/Notstand#N%C3%B6tigungsnotstand Nötigungsnotstand] (ist Entschuldigungsgrund) | ||
*das [https://de.wikipedia.org/wiki/Elternschaft elterliche] Züchtigungsrecht (nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Herrschende_Meinung h. | * der [https://de.wikipedia.org/wiki/Entschuldigender_Notstand entschuldigende Notstand], <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__35.html § 35]</span> StGB (ist Entschuldigungsgrund) | ||
*körperliche Züchtigung von Schülern durch ihre Lehrer nach Maßgabe der [https://de.wikipedia.org/wiki/Schulrecht Landesschulgesetze]<sup id="cite_ref-23 | * das [https://de.wikipedia.org/wiki/Elternschaft elterliche] Züchtigungsrecht (nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Herrschende_Meinung h. M.] mit <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1631.html § 1631]</span> Abs. 2 Satz 2 BGB seit 2000 abgeschafft,<sup class="reference" id="cite_ref-22">[https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigungsgrund#cite_note-22 [22]]</sup> a. A. etwa [https://de.wikipedia.org/wiki/Kristian_K%C3%BChl Kühl] [https://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeiner_Teil AT], § 9 Rn. 77b) | ||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Strafunm%C3%BCndigkeit Strafunmündigkeit], <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__19.html | * körperliche Züchtigung von Schülern durch ihre Lehrer nach Maßgabe der [https://de.wikipedia.org/wiki/Schulrecht Landesschulgesetze]<sup class="reference" id="cite_ref-23">[https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtfertigungsgrund#cite_note-23 [23]]</sup> | ||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Schuldunf%C3%A4higkeit Schuldunfähigkeit], <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__20.html | * [https://de.wikipedia.org/wiki/Strafunm%C3%BCndigkeit Strafunmündigkeit], <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__19.html § 19]</span> StGB (ist Schuldausschließungsgrund) | ||
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Schuldunf%C3%A4higkeit Schuldunfähigkeit], <span class="plainlinks-print">[https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__20.html § 20]</span> StGB (ist [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Schuldausschlie%C3%9Fungsgrund&action=edit&redlink=1 Schuldausschließungsgrund]) | |||
<div class="mw-heading mw-heading2"> | <div class="mw-heading mw-heading2"> | ||
== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == | ||
</div> | </div> | ||
#<span class="reference-text">[https://www.rechtslexikon.net/d/rechtfertigungsgrund/rechtfertigungsgrund.htm ''Rechtfertigungsgrund''] Rechtslexikon.de, abgerufen am 7. Dezember 2020.</span> | |||
#<span class="reference-text">Ole Beyler, Matthias Gruber, Alexander Klose: [https://www.jura.fu-berlin.de/studium/tutorienprogramm/dokumente/Materialien/9900WS/strafrecht/ub_rechtfertigung.pdf ''Rechtfertigungsgründe''] FU Berlin, 1999.</span> | # <span class="reference-text">[https://www.rechtslexikon.net/d/rechtfertigungsgrund/rechtfertigungsgrund.htm ''Rechtfertigungsgrund''] Rechtslexikon.de, abgerufen am 7. Dezember 2020.</span> | ||
#<span class="reference-text">[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Hilgendorf Eric Hilgendorf]: [https://www.jura.uni-wuerzburg.de/fileadmin/02150100/Lehrmaterialien/Grundkurs_AT_I/05__Vorlesung_AT_I_-_Rechtfertigungsgruende.pdf ''Rechtfertigungsgründe''] Universität Würzburg, 2005, S. 7.</span> | # <span class="reference-text">Ole Beyler, Matthias Gruber, Alexander Klose: [https://www.jura.fu-berlin.de/studium/tutorienprogramm/dokumente/Materialien/9900WS/strafrecht/ub_rechtfertigung.pdf ''Rechtfertigungsgründe''] FU Berlin, 1999.</span> | ||
#<span class="reference-text">vgl. Michael Becker: [https://tu-dresden.de/gsw/phil/irget/jfzivil3/ressourcen/dateien/lv_pdf_dateien/Gliederung-Deliktsrecht.pdf?lang=de ''Einführung in das Deliktsrecht''] TU Dresden 2011, S. 3.</span> | # <span class="reference-text">[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Hilgendorf Eric Hilgendorf]: [https://www.jura.uni-wuerzburg.de/fileadmin/02150100/Lehrmaterialien/Grundkurs_AT_I/05__Vorlesung_AT_I_-_Rechtfertigungsgruende.pdf ''Rechtfertigungsgründe''] Universität Würzburg, 2005, S. 7.</span> | ||
#<span class="reference-text">[https://research.wolterskluwer-online.de/document/20828feb-8dc5-4b0a-bfa3-e09b30051122 BGH, Beschluss vom 4. März 1957 - GSZ 1/56]</span> | # <span class="reference-text">vgl. Michael Becker: [https://tu-dresden.de/gsw/phil/irget/jfzivil3/ressourcen/dateien/lv_pdf_dateien/Gliederung-Deliktsrecht.pdf?lang=de ''Einführung in das Deliktsrecht''] TU Dresden 2011, S. 3.</span> | ||
#<span class="reference-text">Ole Beyler, Matthias Gruber, Alexander Klose: [https://www.jura.fu-berlin.de/studium/tutorienprogramm/dokumente/Materialien/9900WS/strafrecht/ub_rechtfertigung.pdf ''Rechtfertigungsgründe''] FU Berlin, 1999.</span> | # <span class="reference-text">[https://research.wolterskluwer-online.de/document/20828feb-8dc5-4b0a-bfa3-e09b30051122 BGH, Beschluss vom 4. März 1957 - GSZ 1/56]</span> | ||
#<span class="reference-text">vgl. [https://www.hrr-strafrecht.de/hrr/2/19/2-177-19.php BGH, Beschluss vom 25. September 2019 - 2 StR 177/19]</span> | # <span class="reference-text">Ole Beyler, Matthias Gruber, Alexander Klose: [https://www.jura.fu-berlin.de/studium/tutorienprogramm/dokumente/Materialien/9900WS/strafrecht/ub_rechtfertigung.pdf ''Rechtfertigungsgründe''] FU Berlin, 1999.</span> | ||
#<span class="reference-text">Rafael van Rienen: ''Die dualistische Notwehrkonzeption der herrschenden Meinung.'' In: ''Die „sozialethischen“ Einschränkungen des Notwehrrechts. Die Grenzen privater Rechtsverteidigung und das staatliche Gewaltmonopol.'' Nomos-Verlag, 2009, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783832946937 ISBN 978-3-8329-4693-7], S. 138–150.</span> | # <span class="reference-text">vgl. [https://www.hrr-strafrecht.de/hrr/2/19/2-177-19.php BGH, Beschluss vom 25. September 2019 - 2 StR 177/19]</span> | ||
#<span class="reference-text">[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Hilgendorf Eric Hilgendorf]: [https://www.jura.uni-wuerzburg.de/fileadmin/02150100/Lehrmaterialien/Grundkurs_AT_I/05__Vorlesung_AT_I_-_Rechtfertigungsgruende.pdf ''Rechtfertigungsgründe''] Universität Würzburg, 2005, S. 11.</span> | # <span class="reference-text">Rafael van Rienen: ''Die dualistische Notwehrkonzeption der herrschenden Meinung.'' In: ''Die „sozialethischen“ Einschränkungen des Notwehrrechts. Die Grenzen privater Rechtsverteidigung und das staatliche Gewaltmonopol.'' Nomos-Verlag, 2009, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783832946937 ISBN 978-3-8329-4693-7], S. 138–150.</span> | ||
#<span class="reference-text">vgl. [https://strafrecht-online.org/problemfelder/at/rw/notwehr/subj-element/ ''Erforderlichkeit eines subjektiven Rechtfertigungselements''] Universität Freiburg, 15. Januar 2020.</span> | # <span class="reference-text">[https://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Hilgendorf Eric Hilgendorf]: [https://www.jura.uni-wuerzburg.de/fileadmin/02150100/Lehrmaterialien/Grundkurs_AT_I/05__Vorlesung_AT_I_-_Rechtfertigungsgruende.pdf ''Rechtfertigungsgründe''] Universität Würzburg, 2005, S. 11.</span> | ||
#<span class="reference-text">Philipp Guttmann: [https://philipp-guttmann.de/Studium/Repetitorium/Strafrecht_Repetitorium_8/ ''StGB AT: Rechtswidrigkeit und Rechtfertigungsgründe (§§ 32, 34 StGB, §§ 228, 904 BGB, § 127 I 1 StPO)''] 6. Juli 2015.</span> | # <span class="reference-text">vgl. [https://strafrecht-online.org/problemfelder/at/rw/notwehr/subj-element/ ''Erforderlichkeit eines subjektiven Rechtfertigungselements''] Universität Freiburg, 15. Januar 2020.</span> | ||
#<span class="reference-text">vgl. [https://strafrecht-online.org/problemfelder/at/rw/fehlen-subj-element/ ''Folgen des Fehlens des subjektiven Rechtfertigungselements''] Universität Freiburg, 3. März 2020.</span> | # <span class="reference-text">Philipp Guttmann: [https://philipp-guttmann.de/Studium/Repetitorium/Strafrecht_Repetitorium_8/ ''StGB AT: Rechtswidrigkeit und Rechtfertigungsgründe (§§ 32, 34 StGB, §§ 228, 904 BGB, § 127 I 1 StPO)''] 6. Juli 2015.</span> | ||
#<span class="reference-text">vgl. [https://lexetius.com/2015,3998 BGH, Urteil vom 27. Oktober 2015 – 3 StR 199/15] Rdnr. 10, 12.</span> | # <span class="reference-text">vgl. [https://strafrecht-online.org/problemfelder/at/rw/fehlen-subj-element/ ''Folgen des Fehlens des subjektiven Rechtfertigungselements''] Universität Freiburg, 3. März 2020.</span> | ||
#<span class="reference-text">vgl. [https://de.wikipedia.org/wiki/Urs_Kindh%C3%A4user Urs Kindhäuser]: [https://www.jura.uni-bonn.de/fileadmin/Fachbereich_Rechtswissenschaft/Einrichtungen/Lehrstuehle/Kindhaeuser/Strafrecht_AT/s-at-29.pdf ''Irrtum über Rechtfertigungsvoraussetzungen (Erlaubnistatbestandsirrtum)''] Universität Bonn, ohne Jahr, abgerufen am 26. Dezember 2020.</span> | # <span class="reference-text">vgl. [https://lexetius.com/2015,3998 BGH, Urteil vom 27. Oktober 2015 – 3 StR 199/15] Rdnr. 10, 12.</span> | ||
#<span class="reference-text">vgl. [https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Mitsch Wolfgang Mitsch]: ''Fallsammlung zum Ordnungswidrigkeitenrecht.'' Springer-Verlag, 2011, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783540339472 ISBN 978-3-540-33947-2].</span> | # <span class="reference-text">vgl. [https://de.wikipedia.org/wiki/Urs_Kindh%C3%A4user Urs Kindhäuser]: [https://www.jura.uni-bonn.de/fileadmin/Fachbereich_Rechtswissenschaft/Einrichtungen/Lehrstuehle/Kindhaeuser/Strafrecht_AT/s-at-29.pdf ''Irrtum über Rechtfertigungsvoraussetzungen (Erlaubnistatbestandsirrtum)''] Universität Bonn, ohne Jahr, abgerufen am 26. Dezember 2020.</span> | ||
#<span class="reference-text">Franz Gürtler, in: Erich Göhler, Helmut Seitz, Franz Gürtler (Hrsg.): ''Ordnungswidrigkeitengesetz.'' Kommentar. 15. Auflage. 2009, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783406584909 ISBN 978-3-406-58490-9], Vor § 1 Rn. 20 ff.</span> | # <span class="reference-text">vgl. [https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Mitsch Wolfgang Mitsch]: ''Fallsammlung zum Ordnungswidrigkeitenrecht.'' Springer-Verlag, 2011, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783540339472 ISBN 978-3-540-33947-2].</span> | ||
#<span class="reference-text">Torsten Noak: [https://www.zjs-online.com/dat/artikel/2012_2_539.pdf ''Einführung ins Ordnungswidrigkeitenrecht – Teil 1: Ahndungsvoraussetzungen.''] In: ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitschrift_f%C3%BCr_das_Juristische_Studium ZJS].'' 2012, S. 175, 177 f.</span> | # <span class="reference-text">Franz Gürtler, in: Erich Göhler, Helmut Seitz, Franz Gürtler (Hrsg.): ''Ordnungswidrigkeitengesetz.'' Kommentar. 15. Auflage. 2009, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783406584909 ISBN 978-3-406-58490-9], Vor § 1 Rn. 20 ff.</span> | ||
#<span class="reference-text">vgl. [https://research.wolterskluwer-online.de/document/df43bf60-ab4f-4aa4-8c2c-dbc58016ed59 BGH, Beschluss vom 23. September 1977 - StB 215/77] zum rechtfertigenden Notstand.</span> | # <span class="reference-text">Torsten Noak: [https://www.zjs-online.com/dat/artikel/2012_2_539.pdf ''Einführung ins Ordnungswidrigkeitenrecht – Teil 1: Ahndungsvoraussetzungen.''] In: ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitschrift_f%C3%BCr_das_Juristische_Studium ZJS].'' 2012, S. 175, 177 f.</span> | ||
#<span class="reference-text">[https://de.wikipedia.org/wiki/Urs_Kindh%C3%A4user Urs Kindhäuser]: [https://www.jura.uni-bonn.de/fileadmin/Fachbereich_Rechtswissenschaft/Einrichtungen/Lehrstuehle/Kindhaeuser/Strafrecht_AT/s-at-15.pdf ''Skript zur Vorlesung Strafrecht AT.''] ''Grundlagen der Rechtswidrigkeit.'' Universität Bonn, ohne Jahr.</span> | # <span class="reference-text">vgl. [https://research.wolterskluwer-online.de/document/df43bf60-ab4f-4aa4-8c2c-dbc58016ed59 BGH, Beschluss vom 23. September 1977 - StB 215/77] zum rechtfertigenden Notstand.</span> | ||
#<span class="reference-text">[https://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Schlehofer Horst Schlehofer]: <cite>Vorb. zu §§ 32 ff.</cite> In: Volker Erb/Jürgen Schäfer (Hrsg.): <cite>Münchener Kommentar zum Strafgesetzbuch</cite>. 4. Auflage. Band 1. München 2020, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783406746017 ISBN 978-3-406-74601-7], Rn. 131.</span> | # <span class="reference-text">[https://de.wikipedia.org/wiki/Urs_Kindh%C3%A4user Urs Kindhäuser]: [https://www.jura.uni-bonn.de/fileadmin/Fachbereich_Rechtswissenschaft/Einrichtungen/Lehrstuehle/Kindhaeuser/Strafrecht_AT/s-at-15.pdf ''Skript zur Vorlesung Strafrecht AT.''] ''Grundlagen der Rechtswidrigkeit.'' Universität Bonn, ohne Jahr.</span> | ||
#<span class="reference-text">Hans-Ullrich Paeffgen/Benno Zabel: <cite>Vorbemerkungen zu §§ 32 ff.</cite> In: Urs Kindhäuser u. a. (Hrsg.): <cite>Strafgesetzbuch: Kommentar</cite>. 5. Auflage. Baden-Baden 2017, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783848731060 ISBN 978-3-8487-3106-0], Rn. 188.</span> | # <span class="reference-text">[https://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Schlehofer Horst Schlehofer]: <cite>Vorb. zu §§ 32 ff.</cite> In: Volker Erb/Jürgen Schäfer (Hrsg.): <cite>Münchener Kommentar zum Strafgesetzbuch</cite>. 4. Auflage. Band 1. München 2020, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783406746017 ISBN 978-3-406-74601-7], Rn. 131.</span> | ||
#<span class="reference-text">[https://strafrecht-online.org/problemfelder/bt/223/rechtswidrig/zuechtigung/ ''Züchtigungsrecht''] Universität Freiburg, 8. Juni 2017.</span> | # <span class="reference-text">Hans-Ullrich Paeffgen/Benno Zabel: <cite>Vorbemerkungen zu §§ 32 ff.</cite> In: Urs Kindhäuser u. a. (Hrsg.): <cite>Strafgesetzbuch: Kommentar</cite>. 5. Auflage. Baden-Baden 2017, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783848731060 ISBN 978-3-8487-3106-0], Rn. 188.</span> | ||
#<span class="reference-text">vgl. beispielsweise [https://www.landesrecht-bw.de/bsbw/?pid=Dokumentanzeige&showdoccase=1&js_peid=Trefferliste&documentnumber=1&numberofresults=1&fromdoctodoc=yes&doc.id=jlr-SchulGBW1983V40P90&doc.part=S&doc.price=0.0#focuspoint § 90 Abs. 3 Satz 5 SchG] Schulgesetz für Baden-Württemberg (SchG) in der Fassung vom 1. August 1983.</span> | # <span class="reference-text">[https://strafrecht-online.org/problemfelder/bt/223/rechtswidrig/zuechtigung/ ''Züchtigungsrecht''] Universität Freiburg, 8. Juni 2017.</span> | ||
# <span class="reference-text">vgl. beispielsweise [https://www.landesrecht-bw.de/bsbw/?pid=Dokumentanzeige&showdoccase=1&js_peid=Trefferliste&documentnumber=1&numberofresults=1&fromdoctodoc=yes&doc.id=jlr-SchulGBW1983V40P90&doc.part=S&doc.price=0.0#focuspoint § 90 Abs. 3 Satz 5 SchG] Schulgesetz für Baden-Württemberg (SchG) in der Fassung vom 1. August 1983.</span> | |||
Aktuelle Version vom 29. August 2024, 10:02 Uhr
Rechtfertigung–Grund mhdt.-dt.
Rechtfertigungsgründe sind Umstände, die die Rechtswidrigkeit einer Handlung ausschließen.[1]
Nach dem Grundsatz der Einheit der Rechtsordnung soll ein und dasselbe Verhalten nicht in einem Teilbereich der Rechtsordnung als erlaubt, in einem anderen dagegen als verboten angesehen werden. Daher gelten Rechtfertigungsgründe in der gesamten Rechtsordnung, also dem Zivil-, Straf- und Öffentlichen Recht.[2] Ist ein Verhalten nach den Regeln über den zivilrechtlichen Notstand gedeckt (§ 228, § 904 BGB), wird es auch nicht bestraft oder mit Bußgeld geahndet (§ 34 StGB, § 16 OWiG).[3]
Zivilrecht
Im Bereich des Deliktsrechts hat der Gesetzgeber die Schadensersatzpflicht für unerlaubte Handlungen geregelt. Die Verletzung eines Rechtsguts oder eines Schutzgesetzes indiziert die Rechtswidrigkeit dieser Handlung. Die Verpflichtung zum Schadensersatz tritt aber nicht ein, wenn die Handlung nicht widerrechtlich war, d. h. durch einen Rechtfertigungsgrund gedeckt (§ 823 BGB). Es gibt gesetzlich geregelte und sonstige, von der Rechtsprechung anerkannte Rechtfertigungsgründe. Beispiele sind:[4]
- Notwehr, § 227 BGB
- Verteidigungsnotstand, Defensivnotstand, § 228 BGB (Verteidigung gegen fremde Sachen, von denen eine gegenwärtige Gefahr ausgeht)
- Angriffsnotstand, Aggressivnotstand, § 904 BGB (Verteidigung mit fremden Sachen zur Abwehr einer gegenwärtigen Gefahr)
- Selbsthilfe, § 229 BGB
- Besitzwehr, Besitzkehr, § 859 BGB
- berechtigte GoA, §§ 677 ff. BGB
- erlaubte Emission, § 906 BGB
- verkehrsrichtiges, ordnungsgemäßes Verhalten.[5]
Darüber hinaus sind auch außerhalb des Zivilrechts geregelte Rechtfertigungsgründe beachtlich, wie die Wahrnehmung berechtigter Interessen gem. § 193 StGB.
Die ausdrückliche oder mutmaßliche Einwilligung spielt eine Rolle bei ärztlichen Heileingriffen oder Sportverletzungen.
Strafrecht
Im deutschen Strafrecht ist eine rechtswidrige Tat eine Handlung, die den Tatbestand eines Strafgesetzes verwirklicht (§ 11 Abs. 1 Nr. 5 StGB). Die Tatbestandserfüllung indiziert auch hier die Rechtswidrigkeit. Allein die Rechtswidrigkeit begründet aber noch nicht die Strafbarkeit des Täters. Wenn dem Täter ein Rechtfertigungsgrund zugutekommt, schließt das eine Bestrafung aus.
Einzelne Rechtfertigungsgründe
Das deutsche Strafrecht kennt zahlreiche Rechtfertigungsgründe, die nicht abschließend aufgezählt sind. Sie stehen nicht zwingend im Strafgesetzbuch, sondern sind auch im BGB (z. B. § 228, § 904 BGB) oder der Strafprozessordnung(Recht der vorläufigen Festnahme, § 127 StPO) geregelt. Rechtfertigungsgründe können auch gewohnheitsrechtlichanerkannt sein, beispielsweise die Pflichtenkollision.[6]Die ausdrückliche oder mutmaßliche Einwilligung spielt auch im Strafrecht eine Rolle und ist für die Körperverletzung in § 228 StGB normiert, für den Schwangerschaftsabbruch in § 218a Abs. 2 und 3 StGB.
Die wichtigsten strafrechtlichen Rechtfertigungsgründe sind die Notwehr (§ 32 StGB) und der rechtfertigende Notstand(§ 34 StGB).
Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich und geboten ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden (§ 32 Abs. 1 u. 2 StGB).[7] Die dualistische Notwehrkonzeption folgt den Gedanken des zulässigen Selbstschutzes und dem sog. Rechtsbewährungsprinzip (Das Recht braucht dem Unrecht nicht zu weichen).[8]
Der rechtfertigende Notstand setzt dagegen eine Abwägung der widerstreitenden Interessen, namentlich der betroffenen Rechtsgüter und des Grades der ihnen drohenden Gefahren voraus. Das geschützte Interesse muss das beeinträchtigte wesentlich überwiegen (§ 34 Satz 1 StGB). Außerdem muss die Tat ein angemessenen Mittel zur Abwehr der Gefahr sein (§ 34 Satz 2 StGB).
Zudem entwickelte der Bundesgerichtshof 2010 im Rahmen des sog. „Fall Putz“ im Bereich der (passiven) Sterbehilfe den rechtfertigenden Behandlungsabbruch.
Wirkung
Anstiftung und Beihilfe setzen eine rechtswidrige Tat voraus (§ 26, § 27 StGB). An einer durch einen Rechtfertigungsgrund gerechtfertigten und damit bloß tatbestandsmäßigen Handlung gibt es keine strafbare Teilnahme.[9]
Subjektiv ist erforderlich, dass der Täter, der sich auf den Rechtfertigungsgrund beruft, auch mit dem Willen zur Abwehr eines Angriffs oder einer Gefahr handelt.[10] Falls kein Verteidigungs- oder Rettungswille des Täters vorliegt, um beim Vorsatzdelikt sowohl das Erfolgsunrecht des objektiven als auch das Handlungsunrecht des subjektiven Tatbestandes zu kompensieren, wird die Tat als rechtswidrig angesehen.[11]Dabei ist strittig, ob der Täter wegen vollendeter Tat oder nur wegen Versuchs zu bestrafen ist.[12][13]
Nimmt der Täter irrtümlich an, es lägen die Voraussetzungen eines Rechtfertigungsgrundes vor, beispielsweise im Fall der Putativnotwehr, so handelt es sich um einen Erlaubnistatbestandsirrtum, dessen Behandlung in der Strafrechtslehre strittig ist.[14] Je nach Meinung in der Rechtswissenschaft liegt eine teilnahmefähige Tat vor oder nicht.
Ordnungswidrigkeiten
Eine Ordnungswidrigkeit ist eine rechtswidrige und vorwerfbare Handlung, die den Tatbestand eines Gesetzes verwirklicht, das die Ahndung mit einer Geldbuße zulässt (§ 1 Abs. 1 OWiG). Wer eine Handlung begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig (§ 15 Abs. 1 OWiG). Nicht rechtswidrig ist auch eine Handlung unter den Voraussetzungen eines rechtfertigenden Notstands (§ 16 Abs. 1 OWiG).[15] Diese Regelungen entsprechen jenen des Strafgesetzbuchs (§ 32, § 34 StGB).
Außerdem gelten auch im Ordnungswidrigkeitenrecht die Erlaubnisnormen des BGB, des Polizeirechts oder die Einwilligung.[16]
Ein speziell auf Verkehrsordnungswidrigkeiten zugeschnittener Rechtfertigungsgrund ergibt sich aus § 35 StVO für Polizei, Feuerwehr oder Fahrzeuge des Rettungsdienstes bei der Inanspruchnahme von Sonderrechten.[17]
Öffentliches Recht
Aus dem Öffentlichen Recht ergeben sich bestimmte Amtsbefugnisse im Rahmen eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens, die die körperliche Untersuchung eines Beschuldigten oder anderer Personen rechtfertigen können (§§ 81 ff. StPO). Gerichtsvollzieher sind bei der Zwangsvollstreckung gem. § 758 ZPO zur Gewaltanwendung gegen den Schuldner befugt. Die Staatsanwaltschaft und die Beamten des Polizeidienstes sind bei Gefahr im Verzug auch dann zur vorläufigen Festnahme gem. § 127 Abs. 2 StPO befugt, wenn die Voraussetzungen eines Haftbefehlsoder eines Unterbringungsbefehls vorliegen. Die Staatsanwaltschaft als Strafvollzugsbehörde kann einen entwichenen Gefangenen festnehmen und in die Justizvollzugsanstalt zurückbringen (§ 87 StVollzG). Im übrigen gelten die strafrechtlichen Rechtfertigungsgründe nach h. M. auch für hoheitliches Handeln von Amtsträgern, falls keine engeren und abschließenden Sonderregelungen eingreifen.[18][19] Zudem stellen die Ermächtigungsgrundlagen der einzelnen Landespolizeigesetze Rechtfertigungsgründe dar.[20][21]Diese ermöglichen bspw. die Ingewahrsamnahme (z. B.: § 32 HSOG), das Betreten von Wohnungen (z. B.: § 38 HSOG), die Verwertung, Unbrauchbarmachung und Vernichtung (z. B.: § 42 HSOG). Diese tangieren auch Straftatbestände wie bspw. § 239 StGB, § 123 StGB und § 303 StGB, wobei die öffentlich-rechtliche Ermächtigungsgrundlage die Rechtfertigung darstellt.
Keine Rechtfertigungsgründe
- das tatbestandsausschließende Einverständnis
- Schwangerschaftsabbruch mit Bescheinigung nach Maßgabe des Schwangerschaftskonfliktgesetzes, § 218a Abs. 1, § 219 Abs. 2 Satz 2 StGB (schließt zugunsten des Arztes die Tatbestandsverwirklichung aus)
- der Notwehrexzess
- strittig: Notwehrprovokation
- der Nötigungsnotstand (ist Entschuldigungsgrund)
- der entschuldigende Notstand, § 35 StGB (ist Entschuldigungsgrund)
- das elterliche Züchtigungsrecht (nach h. M. mit § 1631 Abs. 2 Satz 2 BGB seit 2000 abgeschafft,[22] a. A. etwa Kühl AT, § 9 Rn. 77b)
- körperliche Züchtigung von Schülern durch ihre Lehrer nach Maßgabe der Landesschulgesetze[23]
- Strafunmündigkeit, § 19 StGB (ist Schuldausschließungsgrund)
- Schuldunfähigkeit, § 20 StGB (ist Schuldausschließungsgrund)
Einzelnachweise
- Rechtfertigungsgrund Rechtslexikon.de, abgerufen am 7. Dezember 2020.
- Ole Beyler, Matthias Gruber, Alexander Klose: Rechtfertigungsgründe FU Berlin, 1999.
- Eric Hilgendorf: Rechtfertigungsgründe Universität Würzburg, 2005, S. 7.
- vgl. Michael Becker: Einführung in das Deliktsrecht TU Dresden 2011, S. 3.
- BGH, Beschluss vom 4. März 1957 - GSZ 1/56
- Ole Beyler, Matthias Gruber, Alexander Klose: Rechtfertigungsgründe FU Berlin, 1999.
- vgl. BGH, Beschluss vom 25. September 2019 - 2 StR 177/19
- Rafael van Rienen: Die dualistische Notwehrkonzeption der herrschenden Meinung. In: Die „sozialethischen“ Einschränkungen des Notwehrrechts. Die Grenzen privater Rechtsverteidigung und das staatliche Gewaltmonopol. Nomos-Verlag, 2009, ISBN 978-3-8329-4693-7, S. 138–150.
- Eric Hilgendorf: Rechtfertigungsgründe Universität Würzburg, 2005, S. 11.
- vgl. Erforderlichkeit eines subjektiven Rechtfertigungselements Universität Freiburg, 15. Januar 2020.
- Philipp Guttmann: StGB AT: Rechtswidrigkeit und Rechtfertigungsgründe (§§ 32, 34 StGB, §§ 228, 904 BGB, § 127 I 1 StPO) 6. Juli 2015.
- vgl. Folgen des Fehlens des subjektiven Rechtfertigungselements Universität Freiburg, 3. März 2020.
- vgl. BGH, Urteil vom 27. Oktober 2015 – 3 StR 199/15 Rdnr. 10, 12.
- vgl. Urs Kindhäuser: Irrtum über Rechtfertigungsvoraussetzungen (Erlaubnistatbestandsirrtum) Universität Bonn, ohne Jahr, abgerufen am 26. Dezember 2020.
- vgl. Wolfgang Mitsch: Fallsammlung zum Ordnungswidrigkeitenrecht. Springer-Verlag, 2011, ISBN 978-3-540-33947-2.
- Franz Gürtler, in: Erich Göhler, Helmut Seitz, Franz Gürtler (Hrsg.): Ordnungswidrigkeitengesetz. Kommentar. 15. Auflage. 2009, ISBN 978-3-406-58490-9, Vor § 1 Rn. 20 ff.
- Torsten Noak: Einführung ins Ordnungswidrigkeitenrecht – Teil 1: Ahndungsvoraussetzungen. In: ZJS. 2012, S. 175, 177 f.
- vgl. BGH, Beschluss vom 23. September 1977 - StB 215/77 zum rechtfertigenden Notstand.
- Urs Kindhäuser: Skript zur Vorlesung Strafrecht AT. Grundlagen der Rechtswidrigkeit. Universität Bonn, ohne Jahr.
- Horst Schlehofer: Vorb. zu §§ 32 ff. In: Volker Erb/Jürgen Schäfer (Hrsg.): Münchener Kommentar zum Strafgesetzbuch. 4. Auflage. Band 1. München 2020, ISBN 978-3-406-74601-7, Rn. 131.
- Hans-Ullrich Paeffgen/Benno Zabel: Vorbemerkungen zu §§ 32 ff. In: Urs Kindhäuser u. a. (Hrsg.): Strafgesetzbuch: Kommentar. 5. Auflage. Baden-Baden 2017, ISBN 978-3-8487-3106-0, Rn. 188.
- Züchtigungsrecht Universität Freiburg, 8. Juni 2017.
- vgl. beispielsweise § 90 Abs. 3 Satz 5 SchG Schulgesetz für Baden-Württemberg (SchG) in der Fassung vom 1. August 1983.