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„Fall (Kasus)“ – Versionsunterschied

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Die Seite wurde neu angelegt: „<p>Fall<sup>2</sup> | Fall<sup>1</sup> | sprachkundlicher ''Fall'' ‘Kasus’, lat. ''cāsus ''das bereits in ahd. Zeit durch ''fal'' übersetzt wird, und von frz. ''cas'' ‘Fall’, vgl. Wendungen wie ''setzen wir den Fall'' (frz. ''posons le cas''), ''auf alle Fälle'' (frz. ''en tout cas''), ''das ist ganz mein Fall'' (frz.'' c’est là mon cas'').</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Die Verwendungsweisen sind beeinflußt vo…“
 
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<p>Fall<sup>2</sup> | Fall<sup>1</sup> |&nbsp;sprachkundlicher ''Fall'' ‘Kasus’, lat. ''cāsus&nbsp;''das bereits in ahd. Zeit durch ''fal'' übersetzt wird, und von frz. ''cas'' ‘Fall’, vgl. Wendungen wie ''setzen wir den Fall'' (frz. ''posons le cas''), ''auf alle Fälle'' (frz. ''en tout cas''), ''das ist ganz mein Fall'' (frz.'' c’est là mon cas'').</p>
#WEITERLEITUNG [[Fall]]<!-- /wp:list-item --><!-- wp:list-item -->
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Die Verwendungsweisen sind beeinflußt vom Bild der ''gefallenen Würfel'', von lat. ''cāsus'' ‘das Fallen, Sturz, Vorfall, Zufall, Gelegenheit, Unfall,&nbsp;</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Von ''cāssus'', von ''cadō'' „fallen, geschehen“ +‎ -''tus'' „Aktionsnomen-Suffix“, von Proto-Italic *''kadō'', Proto-Indo-European *''ḱh₂d''- „fallen". Der grammatikalische Sinn ist eine semantische Entlehnung aus dem altgriechischen πτῶσις (ptôsis 'fallen').</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Fall<sup>2&nbsp;</sup>drückt Abhängigkeit des Satzteil aus, der von einem Wort regiert wird, oder bezeichnet verschiedene Wirkweisen von Umstandsworten.</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Deutsch nutzt gemäß Sprachkunde (meist) vier wortgestaltende ''Fälle'' (durch Wortformen des Hauptwort mit&nbsp;Artikel&nbsp;markierter ''Fall'') in der Art, wie sie erfragt werden können (wobei Sprache für gewöhnlich keinem starren Muster folge leistet, so sehr die Sprachwissenschaftler es durch das Aufstellen von zweiwertig sprachkundlichen Gesetzmäßigkeiten in den Sprachgebrauch einzubringen suchen:</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:list --><!-- wp:list-item -->
*1. Fall, Wer/Was-Fall (Nominativ) „wer …&nbsp;?“, „was …&nbsp;?“
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*2. Fall, Wesfall (Wessenfall, Genitiv) „wessen …&nbsp;?“
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*3. Fall, Wemfall (Dativ) „wem …&nbsp;?“
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*4. Fall, Wenfall (Akkusativ) „wen …&nbsp;?“
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<!-- /wp:list --><!-- wp:paragraph --><p>Urindogermanisch&nbsp;kannte acht oder neun Fälle, wobei die zählweise je nach Urtext voneinander abweicht nd die weiteren ''Fälle'' ''sind'':</p>
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*Woherfall (Ablativ) „woher …&nbsp;?“
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*Womitfall &nbsp;(Instrumental, Instrumentalis) „womit …&nbsp;?“
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<!-- /wp:list-item --><!-- wp:list-item -->
*Zielfall (Nehmfall, Allativ,&nbsp;Direktiv) „wohin …&nbsp;?“
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*Anredefall (Ruffall, Vokativ) Wer gemeint ist, angeredet wird, auf wenn sich eine Aussage bezieht.
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*Ortfall (Lokativ) „wo, woher …&nbsp;?“

Version vom 27. Juli 2024, 06:37 Uhr

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