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„meiden“ – Versionsunterschied

aus AufEinWort, der freien Forschung
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Die Seite wurde neu angelegt: „<p>meid + en | ‘sich fernhalten von, aus dem Wege gehen, nicht zu treffen, nicht zu tun suchen’, ahd. ''mīdan'' (9. Jh.), mhd. ''mīden'' ‘ausweichen, entfliehen, sich von jmdm., etw. fernhalten, etw. lassen, unterlassen, verheimlichen’,</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>asächs. ''mīðan'', mnd. mnl. ''mīden'', nl. ''mijden'', aengl. ''mīþan ''‘(sich) verbergen, verheimlichen’.</p> <!-- /wp:paragraph --><!-- w…“
 
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<p>meid + en | ‘sich fernhalten von, aus dem Wege gehen, nicht zu treffen, nicht zu tun suchen’,&nbsp;ahd. ''mīdan'' (9. Jh.), mhd. ''mīden'' ‘ausweichen, entfliehen, sich von jmdm., etw. fernhalten, etw. lassen, unterlassen, verheimlichen’,</p>
<p>[[meid]] + [[-en]] | </p><p>‘sich fernhalten von, aus dem Wege gehen, nicht zu treffen, nicht zu tun suchen’, </p><p>ahd. ''mīdan'' (9. Jh.), mhd. ''mīden'' ‘ausweichen, entfliehen, sich von jmdm., etw. fernhalten, etw. lassen, unterlassen, verheimlichen’,</p>


<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>asächs. ''mīðan'', mnd. mnl. ''mīden'', nl. ''mijden'', aengl. ''mīþan&nbsp;''‘(sich) verbergen, verheimlichen’.</p>
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>asächs. ''mīðan'', mnd. mnl. ''mīden'', nl. ''mijden'', aengl. ''mīþan ''‘(sich) verbergen, verheimlichen’.</p><p>Das nur westgerm. bezeugte Verb *''meiþan'' stellt sich wie verwandtes ''[[miß]]''-, ''[[missen]]'' und got. ''maidjan'' ‘tauschen, verfälschen’ mit aind. ''mḗthati'' ‘zürnt, befeindet, kommt in Streit’, ''mitháḥ'' ‘gegenseitig, wechselweise’, aslaw. ''mitě'' ‘abwechselnd’, russ.-kslaw. ''mitusъ'', mitusь ‘abwechselnd, wechselseitig, gegenseitig’, lett. ''mitēties'' ‘aufhören, nachlassen’, lat. ''mūtāre'' ‘ändern, tauschen’ zu uig. *''meit''(''h'')-, einer Zahnlauterweiterung der Ww. uig. *[[uig./mei-|''mei''-]] ‘wechseln, tauschen’, so daß als Ausgangsbedeutung ‘den Ort wechseln, sich fernhalten’ anzusetzen ist.</p><p>Die unerweiterte Wurzel liegt vor in aind. ''ni-mayatē'' ‘tauscht’, lett. ''mīt'' ‘tauschen, wechseln’. Nasaldendung zeigen die unter ''Meineid ''und ''gemein'' genannten Formen.</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Das nur westgerm. bezeugte Verb *''meiþan'' stellt sich wie verwandtes ''miß''-, ''missen'' und got.&nbsp;''maidjan'' ‘tauschen, verfälschen’ mit aind. ''mḗthati''&nbsp;‘zürnt, befeindet, kommt in Streit’, ''mitháḥ'' ‘gegenseitig, wechselweise’, aslaw. ''mitě''&nbsp;‘abwechselnd’, russ.-kslaw. ''mitusъ'', mitusь ‘abwechselnd, wechselseitig, gegenseitig’, lett.&nbsp;''mitēties'' ‘aufhören, nachlassen’, lat. ''mūtāre'' ‘ändern, tauschen’ zu uig. *''meit''(''h'')-, einer Zahnlauterweiterung der Ww.&nbsp;uig. *''mei''- ‘wechseln, tauschen’, so daß als Ausgangsbedeutung ‘den Ort wechseln, sich fernhalten’ anzusetzen ist.</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Die unerweiterte Wurzel liegt vor in aind. ''ni-mayatē'' ‘tauscht’, lett. ''mīt'' ‘tauschen, wechseln’. Nasaldendung zeigen die unter ''Meineid ''und ''gemein'' genannten Formen.</p>

Version vom 29. Dezember 2023, 14:53 Uhr

meid + -en |

‘sich fernhalten von, aus dem Wege gehen, nicht zu treffen, nicht zu tun suchen’,

ahd. mīdan (9. Jh.), mhd. mīden ‘ausweichen, entfliehen, sich von jmdm., etw. fernhalten, etw. lassen, unterlassen, verheimlichen’,

asächs. mīðan, mnd. mnl. mīden, nl. mijden, aengl. mīþan ‘(sich) verbergen, verheimlichen’.

Das nur westgerm. bezeugte Verb *meiþan stellt sich wie verwandtes miß-, missen und got. maidjan ‘tauschen, verfälschen’ mit aind. mḗthati ‘zürnt, befeindet, kommt in Streit’, mitháḥ ‘gegenseitig, wechselweise’, aslaw. mitě ‘abwechselnd’, russ.-kslaw. mitusъ, mitusь ‘abwechselnd, wechselseitig, gegenseitig’, lett. mitēties ‘aufhören, nachlassen’, lat. mūtāre ‘ändern, tauschen’ zu uig. *meit(h)-, einer Zahnlauterweiterung der Ww. uig. *mei- ‘wechseln, tauschen’, so daß als Ausgangsbedeutung ‘den Ort wechseln, sich fernhalten’ anzusetzen ist.

Die unerweiterte Wurzel liegt vor in aind. ni-mayatē ‘tauscht’, lett. mīt ‘tauschen, wechseln’. Nasaldendung zeigen die unter Meineid und gemein genannten Formen.