„Klesha“ – Versionsunterschied
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Die Seite wurde neu angelegt: „Kleśa, Klesa<p>Kleśa (क्लेश).—[kliś-bhāve ghañ]<br>1) Schmerz, Angst, Leiden, Bedrängnis, Ärger; किमात्मा क्लेशस्य पदमुपनीतः (kimātmā kleśasya padamupanītaḥ) Ś.1; Kumārasambhava 5.8666 Bhagavadgītā (Bombay) 12.5.<br>2) Zorn, Wut.<br>3) Sorge, Ärger.<br>4) Weltliche Beschäftigung.<br>5) Sünde (im buddhistischen Sinne); अविद्याऽस्मितागद्वे…“ |
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Kleśa, Klesa | Klesha Kleśa, Klesa [[kleśa]] (क्लेश). | ||
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'''Klesha''' ([[Sanskrit]], m., क्लेश, {{IAST|kleśa}}, Leiden;<ref>{{Internetquelle | url = http://spokensanskrit.org/index.php?tran_input=kleSa&direct=se&script=hk&link=yes&mode=3 | titel= Suchergebnisse für "kleSa" | werk=spokensanskrit.org | abruf=2020-04-28}}</ref> pali ''kilesa'', ch: ''fánnǎo'' 烦恼; tib. ''nyon mongs pa'', jp. 煩悩 ''bonnō'') sind den Geist trübende Leidenschaften. In der [[Indische Philosophie|indischen Philosophie]], insbesondere im [[Buddhismus]] und [[Hinduismus]], werden diese „Befleckungen“ als Ursache des Leidens verstanden. | |||
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In einem Artikel der „VIVEKA – Hefte für Yoga“ werden die Kleshas mit „Unkraut“ verglichen und der menschliche Geist mit einem Garten. Während die Zierpflanzen gesät und bewässert werden müssen und intensiver Pflege bedürfen, um zu gedeihen, sprießt und wuchert das „Unkraut“ ohne jede besondere Pflege. Es nimmt den Garten in Besitz, wenn der Gärtner nachlässig oder untätig wird. Und so ist es auch mit den Kleshas: Sie brauchen keine Pflege, um groß und allgegenwärtig zu werden und den Geist zu beherrschen, sie sind einfach da. Sich selbst überlassen, wird der Geist durch die Kleshas geprägt. | |||
In den Yoga-Sutras des [[Patanjali]] heißt es über die Kleshas, dass sie sehr unterschiedlich wirken können: Sie können „schlafen“, schwach, unterbrochen oder auch sehr aktiv sein. Es kommt auch vor, dass ein Klesha besonders stark ausgeprägt ist, so dass es die anderen dominiert. | |||
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== Siehe auch == | |||
* [[Tanha]] (Pali: Tanhā, Sanskrit: Tṛṣṇā, Chin: 愛) – „Begehren“, „Verlangen“, „Durst“ oder „Wollen“ | |||
== Literatur == | |||
* [[T. K. V. Desikachar]]: ''Religiousness in yoga. Lectures on theory and practice''. University Press, Washington, D.C. 1980, ISBN 0-8191-0967-3. | |||
** deutsch: ''Yoga Tradition und Erfahrung. Die Praxis des Yoga nach dem Yoga Sutra des Patanjali''. 2. Aufl. Via Nova, Petersberg 1997, ISBN 3-928632-00-0. | |||
== Einzelnachweise == | |||
<references /> | |||
[[Kategorie:Buddhismus]] | |||
[[Kategorie:Hinduismus]] | |||
[[Kategorie:Indische Philosophie]] | |||
[[Kategorie:Yoga]] | |||
Aktuelle Version vom 15. März 2026, 12:42 Uhr
Klesha Kleśa, Klesa kleśa (क्लेश).
Klesha
Klesha (Sanskrit, m., क्लेश, kleśa, Leiden;[1] pali kilesa, ch: fánnǎo 烦恼; tib. nyon mongs pa, jp. 煩悩 bonnō) sind den Geist trübende Leidenschaften. In der indischen Philosophie, insbesondere im Buddhismus und Hinduismus, werden diese „Befleckungen“ als Ursache des Leidens verstanden.
Yoga
Im Yoga werden fünf Kleshas unterschieden:
- Avidya: Unwissenheit
- Asmita: Identifizierung, Ego
- Raga: Wunsch
- Dvesha: Abneigung
- Abhinivesha: Furcht.
Kleshas sind bestimmte Strukturen, Muster und Kräfte im menschlichen Geist, die die Wahrnehmung und die Handlungsweise des Menschen steuern und ihn immer wieder in Situationen bringen, die leidvoll erfahren werden.
In einem Artikel der „VIVEKA – Hefte für Yoga“ werden die Kleshas mit „Unkraut“ verglichen und der menschliche Geist mit einem Garten. Während die Zierpflanzen gesät und bewässert werden müssen und intensiver Pflege bedürfen, um zu gedeihen, sprießt und wuchert das „Unkraut“ ohne jede besondere Pflege. Es nimmt den Garten in Besitz, wenn der Gärtner nachlässig oder untätig wird. Und so ist es auch mit den Kleshas: Sie brauchen keine Pflege, um groß und allgegenwärtig zu werden und den Geist zu beherrschen, sie sind einfach da. Sich selbst überlassen, wird der Geist durch die Kleshas geprägt.
In den Yoga-Sutras des Patanjali heißt es über die Kleshas, dass sie sehr unterschiedlich wirken können: Sie können „schlafen“, schwach, unterbrochen oder auch sehr aktiv sein. Es kommt auch vor, dass ein Klesha besonders stark ausgeprägt ist, so dass es die anderen dominiert.
Avidya
Asmita
Raga
Dvesha
Abhinivesha
Buddhismus
Im Buddhismus meint Klesha oder Kilesa die „Verunreinigungen“, „die den Geist trübenden Leidenschaften“.[2] Es gibt folgende zehn Geistesverschmutzungen (kursiv in Klammern sind dahinter jeweils die entsprechenden Pali-Begriffe vermerkt):
- Gier, Begierde (pali lobha, tib. ’dod chags)
- Hass (pali dosa, skt. dvesa)
- Verblendung (moha, avijjā)
- (Ich-)Dünkel (asmi-mana)
- (falsche) Ansichten (micchādiṭṭhi)
- Zweifel, Zweifelsucht (vicikicchā)
- Starrheit, Trägheit (thīnaṃ)
- Aufgeregtheit, Anmaßung (uddhaccaṃ)
- Schamlosigkeit (ahirikaṃ)
- Gewissenlosigkeit, Rücksichtslosigkeit (anottappaṃ).
Die Nummern 1 bis 3 werden zusammengefasst als mula oder die Drei Geistesgifte (Sanskrit/Pali मूल mūla, Tibetisch: དུག་གསུམ dug gsum) bezeichnet.
Derzeit werden in den buddhistischen Traditionen des Mahayana und Theravada die drei Kleshas der Unwissenheit, Anhaftung und Abneigung als Wurzel oder Quelle aller anderen Kleshas identifiziert. Diese werden in der Mahayana-Tradition als die drei Geistesgifte und in der Theravada-Tradition als die drei unheilsamen Wurzeln bezeichnet.
Siehe auch
- Tanha (Pali: Tanhā, Sanskrit: Tṛṣṇā, Chin: 愛) – „Begehren“, „Verlangen“, „Durst“ oder „Wollen“
Literatur
- T. K. V. Desikachar: Religiousness in yoga. Lectures on theory and practice. University Press, Washington, D.C. 1980, ISBN 0-8191-0967-3.
- deutsch: Yoga Tradition und Erfahrung. Die Praxis des Yoga nach dem Yoga Sutra des Patanjali. 2. Aufl. Via Nova, Petersberg 1997, ISBN 3-928632-00-0.
Einzelnachweise
- ↑ Suchergebnisse für "kleSa". In: spokensanskrit.org. Abgerufen am 28. April 2020.
- ↑ www.palikanon.de Erklärung Kilesa mit Verweis auf Textstellen im Pali-Kanon, letztmals aufgerufen Mai 2010.