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„Präzision“ – Versionsunterschied

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<span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">[[präzis-|präzis]][[-ion]], [[praecīsio]][[-n]]</span> </span>{{lat.-frz.-dt.}} f. ‘[[Genauigkeit]], [[Klarheit]], [[Bestimmtheit]], [[Feinheit]]’ (18. Jh.),  
<span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">[[präzis-|präzis]][[-ion]], [[praecīsio]][[-n]]</span> </span>{{lat.-frz.-dt.}} f. {{wrtl.}} 'vorn (von vorn weg) Schneidung' {{wrtl.-sgm.}} '[[Kürzung]], [[Kurzfassung]]', "Vorwegkürzung"'; {{glhrt.-abwnd.}} ‘[[Genauigkeit]], [[Klarheit]], [[Bestimmtheit]], [[Feinheit]]’ (18. Jh.),  


* frz. précision, das diese Bedeutung aus dem Gebrauch des Adjektivs bezieht;
* frz. précision, das diese Bedeutung aus dem Gebrauch des Adjektivs bezieht;
** vgl. lat. <span class="etymwb-mentioned">[[praecīsio]]</span> (Genitiv praecīsiōnis) ‘das Abschneiden, Abbrechen’
** vgl. lat. <span class="etymwb-mentioned">[[praecīsio]]</span> (Genitiv praecīsiōnis) ‘das Abschneiden, Abbrechen’
<p>In der [https://de.wikipedia.org/wiki/Messtechnik Messtechnik] ist '''Präzision''', veraltet auch '''Wiederholgenauigkeit''' genannt, ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Kriterium Kriterium] zur Beurteilung der Qualität einer [https://de.wikipedia.org/wiki/Messung Messung] oder eines [https://de.wikipedia.org/wiki/Messverfahren Messverfahrens]. Präzision und [https://de.wikipedia.org/wiki/Richtigkeit Richtigkeit]sind Komponenten der [https://de.wikipedia.org/wiki/Genauigkeit Genauigkeit]. Die Präzision charakterisiert die Streubreite der erhaltenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Messwert Messwerte].</p><figure class="mw-default-size"></figure><p>Die Präzision lässt sich durch oftmaliges Wiederholen der Messung unter gleichen Umständen (Wiederholbedingungen) mit demselben [https://de.wikipedia.org/wiki/Messger%C3%A4t Messgerät]oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Messsystem Messsystem] ermitteln; man [https://de.wikipedia.org/wiki/Quantifizierung quantifiziert] sie durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktion_(Messung) Reduktion] der einzelnen Ergebnisreihen nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Normung normierten] [https://de.wikipedia.org/wiki/Algorithmus Algorithmen] der [https://de.wikipedia.org/wiki/Fehlerrechnung Fehler-] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Ausgleichsrechnung Ausgleichsrechnung]. Ein sehr präzises Verfahren liefert für dieselbe Aufgabe jeweils nahezu gleiche Ergebnisreihen. Angaben der Präzision machen keine Aussage darüber, wie weit die einzelnen Messwerte jeweils vom [https://de.wikipedia.org/wiki/Wahrer_Wert wahren Wert] entfernt sind, sondern sie beschreiben lediglich die Stabilität des Verfahrens. Die Präzision kann zahlenmäßig z. B. durch eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Streuungsma%C3%9F_(Statistik) Streubreite], einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Streukreisradius Streukreisradius] oder durch eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Standardabweichung Standardabweichung] angegeben werden.</p><figure class="mw-default-size">[[file:220px-High_accuracy_Low_precision.svg.png|link=https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:High_accuracy_Low_precision.svg|220x220px]]<figcaption>Niedrige Genauigkeit wegen niedriger Präzision</figcaption></figure><figure class="mw-default-size">[[file:220px-High_precision_Low_accuracy.svg.png|link=https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:High_precision_Low_accuracy.svg|220x220px]]<figcaption>Niedrige Genauigkeit wegen niedriger[https://de.wikipedia.org/wiki/Richtigkeit Richtigkeit]trotz hoher Präzision</figcaption></figure><p>Präzision ist ein Bestandteil der Genauigkeit. In technischen Zusammenhängen ist hohe Präzision eine notwendige, aber nicht hinreichende Voraussetzung für hohe Genauigkeit. Eine wenig präzise Technik liefert nicht hochgenaue Ergebnisse; jedoch können technische Vorgänge mit hoher Präzision ablaufen und dennoch Resultate hervorbringen, die erheblich vom wahren oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Richtiger_Wert richtigen Wert] abweichen.</p><div class="mw-heading mw-heading2">
 
= Präzision =
[[Datei:220px-High_accuracy_Low_precision.svg.png|verweis=https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:High_accuracy_Low_precision.svg|mini|220x220px|Niedrige Genauigkeit wegen niedriger Präzision]]
[[Datei:220px-High_precision_Low_accuracy.svg.png|verweis=https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:High_precision_Low_accuracy.svg|mini|220x220px|Niedrige Genauigkeit wegen niedriger [https://de.wikipedia.org/wiki/Richtigkeit Richtigkeit] trotz hoher Präzision]]
<p>In der [https://de.wikipedia.org/wiki/Messtechnik Messtechnik] ist '''Präzision''', veraltet auch '''Wiederholgenauigkeit''' genannt, ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Kriterium Kriterium] zur Beurteilung der Qualität einer [https://de.wikipedia.org/wiki/Messung Messung] oder eines [https://de.wikipedia.org/wiki/Messverfahren Messverfahrens]. Präzision und [https://de.wikipedia.org/wiki/Richtigkeit Richtigkeit]sind Komponenten der [https://de.wikipedia.org/wiki/Genauigkeit Genauigkeit]. Die Präzision charakterisiert die Streubreite der erhaltenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Messwert Messwerte].</p><p>Die Präzision lässt sich durch oftmaliges Wiederholen der Messung unter gleichen Umständen (Wiederholbedingungen) mit demselben [https://de.wikipedia.org/wiki/Messger%C3%A4t Messgerät]oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Messsystem Messsystem] ermitteln; man [https://de.wikipedia.org/wiki/Quantifizierung quantifiziert] sie durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Reduktion_(Messung) Reduktion] der einzelnen Ergebnisreihen nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Normung normierten] [https://de.wikipedia.org/wiki/Algorithmus Algorithmen] der [https://de.wikipedia.org/wiki/Fehlerrechnung Fehler-] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Ausgleichsrechnung Ausgleichsrechnung]. Ein sehr präzises Verfahren liefert für dieselbe Aufgabe jeweils nahezu gleiche Ergebnisreihen. Angaben der Präzision machen keine Aussage darüber, wie weit die einzelnen Messwerte jeweils vom [https://de.wikipedia.org/wiki/Wahrer_Wert wahren Wert] entfernt sind, sondern sie beschreiben lediglich die Stabilität des Verfahrens. Die Präzision kann zahlenmäßig z. B. durch eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Streuungsma%C3%9F_(Statistik) Streubreite], einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Streukreisradius Streukreisradius] oder durch eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Standardabweichung Standardabweichung] angegeben werden.</p>Präzision ist ein Bestandteil der Genauigkeit. In technischen Zusammenhängen ist hohe Präzision eine notwendige, aber nicht hinreichende Voraussetzung für hohe Genauigkeit. Eine wenig präzise Technik liefert nicht hochgenaue Ergebnisse; jedoch können technische Vorgänge mit hoher Präzision ablaufen und dennoch Resultate hervorbringen, die erheblich vom wahren oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Richtiger_Wert richtigen Wert] abweichen.
 
== Definition ==
== Definition ==
</div><p>Die Bedeutung des Begriffs Präzision wird unter [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=DIN_55350&action=edit&redlink=1 DIN 55350]-13 mit dem Hinweis auf die Bedeutungsgleichheit zum ehemals ''Wiederholgenauigkeit''genannten Merkmal definiert.</p>
Die Bedeutung des Begriffs Präzision wird unter [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=DIN_55350&action=edit&redlink=1 DIN 55350]-13 mit dem Hinweis auf die Bedeutungsgleichheit zum ehemals ''Wiederholgenauigkeit'' genannten Merkmal definiert.
;Definition nach DIN
;Definition nach DIN
:Die Präzision beschreibt, wie ''klein'' die maximalen [https://de.wikipedia.org/wiki/Messabweichung Abweichungen] voneinander unabhängiger [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ermittlungsergebnis_(Messtechnik)&action=edit&redlink=1 Ermittlungsergebnisse] werden, welche gewonnen wurden, indem der Prüfer ein festgelegtes [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ermittlungsverfahren_(Messtechnik)&action=edit&redlink=1 Ermittlungsverfahren] mehrfach unter vorgegebenen Bedingungen anwandte. Die Formulierung impliziert, dass hohe Präzision durch niedrige Absolut- und Relativwerte ausgedrückt wird. Die DIN weist zudem explizit darauf hin, dass ein Ermittlungsverfahren umso präziser arbeitet, je kleiner die „zufälligen Ergebnisabweichungen“ des Verfahrens sind.
:Die Präzision beschreibt, wie ''klein'' die maximalen [https://de.wikipedia.org/wiki/Messabweichung Abweichungen] voneinander unabhängiger [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ermittlungsergebnis_(Messtechnik)&action=edit&redlink=1 Ermittlungsergebnisse] werden, welche gewonnen wurden, indem der Prüfer ein festgelegtes [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ermittlungsverfahren_(Messtechnik)&action=edit&redlink=1 Ermittlungsverfahren] mehrfach unter vorgegebenen Bedingungen anwandte. Die Formulierung impliziert, dass hohe Präzision durch niedrige Absolut- und Relativwerte ausgedrückt wird. Die DIN weist zudem explizit darauf hin, dass ein Ermittlungsverfahren umso präziser arbeitet, je kleiner die „zufälligen Ergebnisabweichungen“ des Verfahrens sind.
<p>Die Bezeichnung „Wiederholgenauigkeit“ soll im Bereich der [https://de.wikipedia.org/wiki/Normung Normung] nicht mehr verwendet werden. Allerdings wird nicht nur in älterer Fachliteratur, sondern auch in neuen Texten häufig die Wiederholgenauigkeit als Qualitätsmerkmal von Messgeräten und auch Produktionsmaschinen quantifiziert.</p><div class="mw-heading mw-heading2">
<p>Die Bezeichnung „Wiederholgenauigkeit“ soll im Bereich der [https://de.wikipedia.org/wiki/Normung Normung] nicht mehr verwendet werden. Allerdings wird nicht nur in älterer Fachliteratur, sondern auch in neuen Texten häufig die Wiederholgenauigkeit als Qualitätsmerkmal von Messgeräten und auch Produktionsmaschinen quantifiziert.</p>
 
== Anwendung ==
== Anwendung ==
</div><p>Zur Ermittlung der Wiederholgenauigkeit wird der Messbereich mehrmals hintereinander unter möglichst gleichen Bedingungen durchlaufen. Die so entstehenden Mess[https://de.wikipedia.org/wiki/Diagramm diagramme] werden nun miteinander verglichen. Um derartige „Vergleichsmessungen mit sich selbst“ deutlich von absoluten Kalibrierungen abzugrenzen, ist der Begriff der „Wiederholgenauigkeit“ – im Sinne der Präzision – unverzichtbar vor allem im Bereich der Messsysteme höchster Präzision ''und'' höchster Absolutgenauigkeit. Die Wiederholgenauigkeit kann besser sein, als die Absolutgenauigkeit. Aber die Absolutgenauigkeit kann zum Zeitpunkt der Qualitätsfeststellung [https://de.wikipedia.org/wiki/Nachweisgrenze unmessbar] sein im Rahmen des technischen Entwicklungsstandes. Der Unterschied rührt vor allem daher, dass für prinzipiell sehr gut funktionierende Messgeräte die einzelnen Messergebnisse meist als [https://de.wikipedia.org/wiki/Gau%C3%9Fverteilung Gaußverteilungen] um den [https://de.wikipedia.org/wiki/Wahrer_Wert tatsächlichen, physikalischen Wert] symmetrisch herumgestreut sind. In besonderen Fällen jedoch können [https://de.wikipedia.org/wiki/Systematischer_Fehler systematische Fehler] eines Messgerätes die absoluten Messfehler in Teilbereichen des gesamten Messbereichs konzentrieren, während die übrigen Bereiche mit sehr viel höherer Genauigkeit messen. Liegen derartige, systematische Fehler vor, die sich aus den Grenzen der technischen Realisierbarkeit ergeben, wie es bei Messgeräten zur Kalibrierung typisch ist, dann können zwei aufeinander folgende Messreihen nahezu identische Diagramme liefern, welche aber absolut betrachtet typische Fehler in jeweils denselben Spektralbereichen besitzen.</p><p>Wenn es überhaupt keine Möglichkeit gibt, einem Kalibriergerät durch ein etwas besseres [https://de.wikipedia.org/wiki/Messverfahren Messverfahren] Messfehler nachzuweisen, dann ist die Wiederholgenauigkeit zunächst der einzige Hinweis für eine wenigstens grobe [https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%A4tzung Schätzung] dafür, wie gut das Messverfahren oder die [https://de.wikipedia.org/wiki/Messmethode Messmethode] sein könnte. Die Wiederholgenauigkeit ist in diesem Fall die dominante Komponente der [https://de.wikipedia.org/wiki/Messunsicherheit Messunsicherheit].</p><p>Die bei Eichnormalen relevanten Aspekte der Präzision werden an Messmaschinen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Physikalisch-Technische_Bundesanstalt PTB] besonders gut erkennbar: Von großer Bedeutung ist eine zusätzliche Kontrolle aller Ermittlungsergebnisse eines Kalibriergerätes durch Vergleich mit den entsprechenden Ermittlungsergebnissen wenigstens einer nicht baugleichen Präzisionsmaschine für dasselbe Einsatzgebiet.<sup id="cite_ref-1" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4zision#cite_note-1 <span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span>]</sup></p><div class="mw-heading mw-heading2">
<p>Zur Ermittlung der Wiederholgenauigkeit wird der Messbereich mehrmals hintereinander unter möglichst gleichen Bedingungen durchlaufen. Die so entstehenden Mess[https://de.wikipedia.org/wiki/Diagramm diagramme] werden nun miteinander verglichen. Um derartige „Vergleichsmessungen mit sich selbst“ deutlich von absoluten Kalibrierungen abzugrenzen, ist der Begriff der „Wiederholgenauigkeit“ – im Sinne der Präzision – unverzichtbar vor allem im Bereich der Messsysteme höchster Präzision ''und'' höchster Absolutgenauigkeit. Die Wiederholgenauigkeit kann besser sein, als die Absolutgenauigkeit. Aber die Absolutgenauigkeit kann zum Zeitpunkt der Qualitätsfeststellung [https://de.wikipedia.org/wiki/Nachweisgrenze unmessbar] sein im Rahmen des technischen Entwicklungsstandes. Der Unterschied rührt vor allem daher, dass für prinzipiell sehr gut funktionierende Messgeräte die einzelnen Messergebnisse meist als [https://de.wikipedia.org/wiki/Gau%C3%9Fverteilung Gaußverteilungen] um den [https://de.wikipedia.org/wiki/Wahrer_Wert tatsächlichen, physikalischen Wert] symmetrisch herumgestreut sind. In besonderen Fällen jedoch können [https://de.wikipedia.org/wiki/Systematischer_Fehler systematische Fehler] eines Messgerätes die absoluten Messfehler in Teilbereichen des gesamten Messbereichs konzentrieren, während die übrigen Bereiche mit sehr viel höherer Genauigkeit messen. Liegen derartige, systematische Fehler vor, die sich aus den Grenzen der technischen Realisierbarkeit ergeben, wie es bei Messgeräten zur Kalibrierung typisch ist, dann können zwei aufeinander folgende Messreihen nahezu identische Diagramme liefern, welche aber absolut betrachtet typische Fehler in jeweils denselben Spektralbereichen besitzen.</p><p>Wenn es überhaupt keine Möglichkeit gibt, einem Kalibriergerät durch ein etwas besseres [https://de.wikipedia.org/wiki/Messverfahren Messverfahren] Messfehler nachzuweisen, dann ist die Wiederholgenauigkeit zunächst der einzige Hinweis für eine wenigstens grobe [https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%A4tzung Schätzung] dafür, wie gut das Messverfahren oder die [https://de.wikipedia.org/wiki/Messmethode Messmethode] sein könnte. Die Wiederholgenauigkeit ist in diesem Fall die dominante Komponente der [https://de.wikipedia.org/wiki/Messunsicherheit Messunsicherheit].</p><p>Die bei Eichnormalen relevanten Aspekte der Präzision werden an Messmaschinen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Physikalisch-Technische_Bundesanstalt PTB] besonders gut erkennbar: Von großer Bedeutung ist eine zusätzliche Kontrolle aller Ermittlungsergebnisse eines Kalibriergerätes durch Vergleich mit den entsprechenden Ermittlungsergebnissen wenigstens einer nicht baugleichen Präzisionsmaschine für dasselbe Einsatzgebiet.<ref><span class="reference-text">''[https://www.ptb.de/de/org/1/nachrichten1/2004/grundlagen/hydrodynamprueffeld.htm Erste internationale Bewährungsprobe für das Hydrodynamische Prüffeld]'', Forschungsnachrichten der Abteilung 1, PTB. 22. Dezember 2004.</span></ref></p>
== Siehe auch ==
 
</div>
== S.a. ==
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Verzerrung-Varianz-Dilemma Verzerrung-Varianz-Dilemma]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Verzerrung-Varianz-Dilemma Verzerrung-Varianz-Dilemma]
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== Literatur ==
== Lit. ==
</div>
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Institut_f%C3%BCr_Normung Deutsches Institut für Normung]: ''Qualitätsmanagement und Statistik''. DIN-Taschenbuch 223. Beuth Verlag, Berlin/Wien/Zürich 2001, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3410151362 ISBN 3-410-15136-2].
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Institut_f%C3%BCr_Normung Deutsches Institut für Normung]: ''Qualitätsmanagement und Statistik''. DIN-Taschenbuch 223. Beuth Verlag, Berlin/Wien/Zürich 2001, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3410151362 ISBN 3-410-15136-2].
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== Weblinks ==
== Webl. ==
</div><div class="sisterproject"><span class="noviewer" role="presentation" aria-hidden="true"><span class="mw-default-size"><span title="Wiktionary">[[file:16px-Wiktfavicon_en.svg.png|16x16px]]</span></span></span>'''[https://de.wiktionary.org/wiki/Pr%C3%A4zision Wiktionary: Präzision]'''&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div><div class="mw-heading mw-heading2">
<div class="sisterproject">'''[https://de.wiktionary.org/wiki/Pr%C3%A4zision Wiktionary: Präzision]'''&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
== Einzelnachweise ==
</div>
#<span class="reference-text">''[https://www.ptb.de/de/org/1/nachrichten1/2004/grundlagen/hydrodynamprueffeld.htm Erste internationale Bewährungsprobe für das Hydrodynamische Prüffeld]'', Forschungsnachrichten der Abteilung 1, PTB. 22. Dezember 2004.</span>

Version vom 29. September 2024, 08:49 Uhr

präzis-ion, praecīsio-n Vorlage:lat.-frz.-dt. f. wrtl. 'vorn (von vorn weg) Schneidung' wrtl.-sgm. 'Kürzung, Kurzfassung', "Vorwegkürzung"'; glhrt.-abwnd. ‘Genauigkeit, Klarheit, Bestimmtheit, Feinheit’ (18. Jh.),

  • frz. précision, das diese Bedeutung aus dem Gebrauch des Adjektivs bezieht;
    • vgl. lat. praecīsio (Genitiv praecīsiōnis) ‘das Abschneiden, Abbrechen’

Präzision

Niedrige Genauigkeit wegen niedriger Präzision
Niedrige Genauigkeit wegen niedriger Richtigkeit trotz hoher Präzision

In der Messtechnik ist Präzision, veraltet auch Wiederholgenauigkeit genannt, ein Kriterium zur Beurteilung der Qualität einer Messung oder eines Messverfahrens. Präzision und Richtigkeitsind Komponenten der Genauigkeit. Die Präzision charakterisiert die Streubreite der erhaltenen Messwerte.

Die Präzision lässt sich durch oftmaliges Wiederholen der Messung unter gleichen Umständen (Wiederholbedingungen) mit demselben Messgerätoder Messsystem ermitteln; man quantifiziert sie durch Reduktion der einzelnen Ergebnisreihen nach normierten Algorithmen der Fehler- und Ausgleichsrechnung. Ein sehr präzises Verfahren liefert für dieselbe Aufgabe jeweils nahezu gleiche Ergebnisreihen. Angaben der Präzision machen keine Aussage darüber, wie weit die einzelnen Messwerte jeweils vom wahren Wert entfernt sind, sondern sie beschreiben lediglich die Stabilität des Verfahrens. Die Präzision kann zahlenmäßig z. B. durch eine Streubreite, einen Streukreisradius oder durch eine Standardabweichung angegeben werden.

Präzision ist ein Bestandteil der Genauigkeit. In technischen Zusammenhängen ist hohe Präzision eine notwendige, aber nicht hinreichende Voraussetzung für hohe Genauigkeit. Eine wenig präzise Technik liefert nicht hochgenaue Ergebnisse; jedoch können technische Vorgänge mit hoher Präzision ablaufen und dennoch Resultate hervorbringen, die erheblich vom wahren oder richtigen Wert abweichen.

Definition

Die Bedeutung des Begriffs Präzision wird unter DIN 55350-13 mit dem Hinweis auf die Bedeutungsgleichheit zum ehemals Wiederholgenauigkeit genannten Merkmal definiert.

Definition nach DIN
Die Präzision beschreibt, wie klein die maximalen Abweichungen voneinander unabhängiger Ermittlungsergebnisse werden, welche gewonnen wurden, indem der Prüfer ein festgelegtes Ermittlungsverfahren mehrfach unter vorgegebenen Bedingungen anwandte. Die Formulierung impliziert, dass hohe Präzision durch niedrige Absolut- und Relativwerte ausgedrückt wird. Die DIN weist zudem explizit darauf hin, dass ein Ermittlungsverfahren umso präziser arbeitet, je kleiner die „zufälligen Ergebnisabweichungen“ des Verfahrens sind.

Die Bezeichnung „Wiederholgenauigkeit“ soll im Bereich der Normung nicht mehr verwendet werden. Allerdings wird nicht nur in älterer Fachliteratur, sondern auch in neuen Texten häufig die Wiederholgenauigkeit als Qualitätsmerkmal von Messgeräten und auch Produktionsmaschinen quantifiziert.

Anwendung

Zur Ermittlung der Wiederholgenauigkeit wird der Messbereich mehrmals hintereinander unter möglichst gleichen Bedingungen durchlaufen. Die so entstehenden Messdiagramme werden nun miteinander verglichen. Um derartige „Vergleichsmessungen mit sich selbst“ deutlich von absoluten Kalibrierungen abzugrenzen, ist der Begriff der „Wiederholgenauigkeit“ – im Sinne der Präzision – unverzichtbar vor allem im Bereich der Messsysteme höchster Präzision und höchster Absolutgenauigkeit. Die Wiederholgenauigkeit kann besser sein, als die Absolutgenauigkeit. Aber die Absolutgenauigkeit kann zum Zeitpunkt der Qualitätsfeststellung unmessbar sein im Rahmen des technischen Entwicklungsstandes. Der Unterschied rührt vor allem daher, dass für prinzipiell sehr gut funktionierende Messgeräte die einzelnen Messergebnisse meist als Gaußverteilungen um den tatsächlichen, physikalischen Wert symmetrisch herumgestreut sind. In besonderen Fällen jedoch können systematische Fehler eines Messgerätes die absoluten Messfehler in Teilbereichen des gesamten Messbereichs konzentrieren, während die übrigen Bereiche mit sehr viel höherer Genauigkeit messen. Liegen derartige, systematische Fehler vor, die sich aus den Grenzen der technischen Realisierbarkeit ergeben, wie es bei Messgeräten zur Kalibrierung typisch ist, dann können zwei aufeinander folgende Messreihen nahezu identische Diagramme liefern, welche aber absolut betrachtet typische Fehler in jeweils denselben Spektralbereichen besitzen.

Wenn es überhaupt keine Möglichkeit gibt, einem Kalibriergerät durch ein etwas besseres Messverfahren Messfehler nachzuweisen, dann ist die Wiederholgenauigkeit zunächst der einzige Hinweis für eine wenigstens grobe Schätzung dafür, wie gut das Messverfahren oder die Messmethode sein könnte. Die Wiederholgenauigkeit ist in diesem Fall die dominante Komponente der Messunsicherheit.

Die bei Eichnormalen relevanten Aspekte der Präzision werden an Messmaschinen der PTB besonders gut erkennbar: Von großer Bedeutung ist eine zusätzliche Kontrolle aller Ermittlungsergebnisse eines Kalibriergerätes durch Vergleich mit den entsprechenden Ermittlungsergebnissen wenigstens einer nicht baugleichen Präzisionsmaschine für dasselbe Einsatzgebiet.[1]

S.a.

Lit.

Webl.

Wiktionary: Präzision – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  1. ↑ Erste internationale Bewährungsprobe für das Hydrodynamische Prüffeld, Forschungsnachrichten der Abteilung 1, PTB. 22. Dezember 2004.