„Kondition“ – Versionsunterschied
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[[conditio]] + [[-n]] Kondition | f. eigentl. wörtl. "[[Verzeichnung]], [[Mitzeichen]]"; Bedingniß, Übereinkommen der Bestimmungen, Daseinszustand; Verfassung, Leistungsfähigkeit. ([[Anm. KF]]) | |||
* ‘Bedingung’ | |||
** (Anfang 16. Jh., besonders in der Kaufmannssprache ‘Lieferungs-, Verkaufs-, Zahlungsbedingung’), | |||
* ‘Beschaffenheit, Zustand’ (15. Jh.; | |||
** vgl. ''eine Person von Condition'' ‘von Stand, Ansehen, Würde’, 18. Jh.), | |||
* heute vorwiegend | |||
** ‘gute physische und psychische Verfassung, sportliche Leistungsfähigkeit’, | |||
** früher auch ‘Dienstverhältnis, Stellung’ (16. bis 18. Jh.), | |||
* spätmhd. ''kondition'' ‘Eigenschaft, Art, Natürlichkeit’, | |||
* entlehnt aus mlat. ''[[conditio]]'', nach lat. ''[[condicio]]'', auch ''conditio'', ‘Übereinkunft, Stellung, Beschaffenheit, Zustand, Bedingung’; | |||
** zu lat. ''[[condīcere]]'' ‘verabreden, sich verständigen, übereinkommen’. | |||
<p>Von [[condīcō]] „ich stimme zu, verspreche; fixiere“, von [[con-]] „mit“ + dīcō „ich sage, spreche“.</p><p>Von [[uital.]] *[[deikō]], von [[uig.]] *[[déyḱti]] „zeigen, hinweisen“ (als thematisches Verb reformiert). Die perfekten Formen leiten sich von [[uig.]] *[[dḗyḱst]] ab.</p><p>Verwandte sind </p> | |||
* [[osk.]] ''deíkum'', „zeigen, darauf hinweisen“, | |||
* [[skr.]] [[wikt:दिशति|दिशति]] ''[[diśáti]]'', | |||
* [[agrie.]] [[δείκνυμι]] ''deíknumi'' und | |||
* [[aengl.]] [[tǣċan]], | |||
* [[ahdt.]] [[zeihhan]] "[[Zeichen]]" | |||
* [[engl.]] ''[[teach]]'' "[[Lehren]]", | |||
* [[ahdt.]] ''[[zeigōn]]'' "[[zeigen]]". | |||
Version vom 15. Januar 2024, 12:41 Uhr
conditio + -n Kondition | f. eigentl. wörtl. "Verzeichnung, Mitzeichen"; Bedingniß, Übereinkommen der Bestimmungen, Daseinszustand; Verfassung, Leistungsfähigkeit. (Anm. KF)
- ‘Bedingung’
- (Anfang 16. Jh., besonders in der Kaufmannssprache ‘Lieferungs-, Verkaufs-, Zahlungsbedingung’),
- ‘Beschaffenheit, Zustand’ (15. Jh.;
- vgl. eine Person von Condition ‘von Stand, Ansehen, Würde’, 18. Jh.),
- heute vorwiegend
- ‘gute physische und psychische Verfassung, sportliche Leistungsfähigkeit’,
- früher auch ‘Dienstverhältnis, Stellung’ (16. bis 18. Jh.),
- spätmhd. kondition ‘Eigenschaft, Art, Natürlichkeit’,
- entlehnt aus mlat. conditio, nach lat. condicio, auch conditio, ‘Übereinkunft, Stellung, Beschaffenheit, Zustand, Bedingung’;
- zu lat. condīcere ‘verabreden, sich verständigen, übereinkommen’.
Von condīcō „ich stimme zu, verspreche; fixiere“, von con- „mit“ + dīcō „ich sage, spreche“.
Von uital. *deikō, von uig. *déyḱti „zeigen, hinweisen“ (als thematisches Verb reformiert). Die perfekten Formen leiten sich von uig. *dḗyḱst ab.
Verwandte sind