aus AufEinWort, der freien Forschung
|
|
| Zeile 1: |
Zeile 1: |
| -phil [[Wortform::Nebenwortform|Nwf.]] z. ''[[phil-]]'' | | -phil [[Wortform::Nebenwortform|Nwf.]] z. ''[[phil-]]'' |
|
| |
|
| {{:phil-}} | | {{Schaufenster|modus=ignorieren|link=1|linkpos=prefix|Seite=phil-}} |
Aktuelle Version vom 8. Dezember 2025, 16:32 Uhr
-phil Nwf. z. phil-
▷ phi--l agr.-lat.-deu. '
bil-,
bill,
lieb-
gut-, …' (vor Vokalen und h) phil- (φιλ-), ansonsten
philo- (φιλο-)
- phil-, -phil ‘freundlich, liebend’.
- Griech. phílos (φίλος) ‘lieb, liebend, freundlich, Freund’ ist
- in der Kompositionsform philo- (φιλο-) bzw. (vor Vokalen und h) phil- (φιλ-)
- Bestandteil einer Reihe von Zusammensetzungen, die ins Dt. entlehnt wurden,
- s. Philologe, Philosoph, vgl. Philanthrop,
- sowie der zugehörigen Abstrakta
- Philologie, Philosophie, Philanthropie
- und weiterer Ableitungen wie
- philologisch, philosophieren.
- Nach antikem Vorbild entstehen in den modernen europ. Sprachen neue Bildungen, die gleichfalls Eingang ins Dt. finden,
- s. philharmonisch, Philatelie.
- In allen Zusammensetzungen wird
- der Gegenstand der Zuneigung,
- der hingebungsvollen Beschäftigung
- durch das zweite Kompositionsglied ausgedrückt.
- Daneben findet sich der umgekehrte Bildungstyp,
- der das Objekt der Zuneigung durch das erste Glied bezeichnet,
- -phil, -philie dagegen als zweites enthält,
- vgl. hydrophil, Anglophilie.
- Der Antike ist diese Bildungsweise von Ausnahmen wie paidóphilos (παιδόφιλος) ‘kinderliebend’ abgesehen, unbekannt.
- Produktiv wird sie (mit dem Kompositionsglied -phile) erst im Frz. des 18. Jh.
- und von hier aus (durch Entlehnung und Vorbildwirkung) für das Dt. maßgebend (s. Bibliophile).