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Aktuelle Version vom 8. Dezember 2025, 18:23 Uhr
stemm-en Nwf. stemm
▷ stem-m ahd.-deu.
stemmen Vb. ‘dagegendrücken, sich widersetzen’,
- Wf
- mhd. mnd. mnl. stemmen ‘stehen machen, steif machen, aufgestaut werden (vom Wasser)’,
- anord. stemma ‘dämmen, aufhalten’ (woraus gleichbed. engl. to stem),
- swed. stämma ‘hemmen’
- und anders gebildetes
- ahd. gistemen ‘bezähmen’ (8. Jh.), gistemōn ‘(sich) beruhigen’ (11. Jh.),
- mhd. gestemen ‘Einhalt tun, einhalten’
- stehen wohl im Ablaut zu den unter ungestüm (s. d.) und stumm (s. d.) genannten Formen,
- können daher vielleicht an die unter stammeln (s. d.) angeführte Wurzel ie. *stem- ‘stoßen, anstoßen, stottern, stammeln, hemmen’ angeschlossen werden.
- Auszugehen wäre von einer Bedeutung ‘im Lauf hindern, stehen machen’ (vor allem von Wasserläufen und vom Stillen des Blutes).
- Seit dem Ende des 17. Jhs. bedeutet stemmen vor allem ‘(sich) kräftig und fest gegen etw. drücken’,
- in der Sportsprache ‘ein Gewicht mit festem Druck der Arme nach oben drücken’ (Ende 19. Jh.).