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„beugen“ – Versionsunterschied

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<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Das Kausativum&nbsp;ger.''*baugjan''&nbsp;(eigentlich ‘biegen machen’) ist gebildet zu dem unter&nbsp;''biegen'' behandelten starken Tw., das in den ger. Sprachen weitgehend unzielende Bedeutung hat.</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Da im&nbsp;Hd.&nbsp;''biegen''&nbsp;aber überwiegend zielend gebraucht wird, haben sich&nbsp;''beugen''&nbsp;und&nbsp;''biegen''&nbsp;einander so weit genähert, daß sie semantisch nicht immer klar zu scheiden sind.&nbsp;</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>''beugen''&nbsp;ist vor allem ‘niederbeugen’, übertragener Gebrauch ist häufiger als bei&nbsp;''biegen'':&nbsp;''seinen Stolz beugen''&nbsp;(‘brechen’);&nbsp;''sich beugen''&nbsp;‘nachgeben, sich fügen’;</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>fachsprachlich&nbsp;''das Recht beugen''&nbsp;‘willkürlich verdrehen’;&nbsp;</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>''Lichtstrahlen'',&nbsp;''Ultrakurzwellen beugen''&nbsp;(‘brechen, ablenken’).</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Bei den Grammatikern steht&nbsp;''beugen'' seit etwa 1400 (in&nbsp;dt.&nbsp;Donat-Ausgaben) für ‘deklinieren’ (lat.&nbsp;''dēclīnāre''), seit etwa 1700 für ‘flektieren’, vgl. noch heute&nbsp;''Substantive beugen'',&nbsp;''schwach'',&nbsp;''stark gebeugte Verben''.&nbsp;</p>

Version vom 30. März 2024, 18:42 Uhr

beug-en —Nwf.

beu-g deu.

  • beugen Vb.
    • ‘nach unten biegen, krumm machen, neigen’,
  • —Wrtwndl
    • ahd. bougen ‘beugen, biegen, krümmen, neigen’ (10./11. Jh.),
    • mhd. böugen,
    • asächs. bōgian,
    • aengl. bīegan,
    • anord. beygja,
    • swed. böja.
  • Das Kausativum germ. *baugjan (eigentlich ‘biegen machen’)
    • ist gebildet zu dem unter biegen (s. d.) behandelten starken Verb,
      • das in den germ. Sprachen weitgehend intransitive Bedeutung hat.
  • Da im Hd. biegen aber überwiegend transitiv gebraucht wird,
    • haben sich beugen und biegen einander so weit genähert,
      • daß sie semantisch nicht immer klar zu scheiden sind.
    • beugen ist vor allem ‘niederbeugen’,
    • übertragener Gebrauch ist häufiger als bei biegen:
      • seinen Stolz beugen (‘brechen’);
      • sich beugen ‘nachgeben, sich fügen’;
      • fachsprachlich das Recht beugen ‘willkürlich verdrehen’;
      • Lichtstrahlen, Ultrakurzwellen beugen (‘brechen, ablenken’).
  • Bei den Grammatikern steht beugen seit etwa 1400 (in dt. Donat-Ausgaben) für ‘deklinieren’ (lat. dēclīnāre),
    • seit etwa 1700 für ‘flektieren’,
      • vgl. noch heute Substantive beugen, schwach, stark gebeugte Verben.

Grammatische Merkmale: 2. Person Singular Imperativ Präsens Aktiv des Verbs beugen

beug,beuge,beugend,beugt,beugte,beugten,gebeugt