„schon“ – Versionsunterschied
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<p>schon | ‘bereits, früher als angenommen’ geht aus das umlautlosen Ustw. des unter ''schön'' behandelten Egsw. ahd. ''scōno'' (9. Jh.), mhd. mnd. ''schōn(e)'' hervor (ger.''*skaunō'').</p | <p>schon | ‘bereits, früher als angenommen’ geht aus das umlautlosen Ustw. des unter ''[[schön]]'' behandelten Egsw. ahd. ''scōno'' (9. Jh.), mhd. mnd. ''schōn(e)'' hervor (ger.''*skaunō'').</p><p>Dessen Bedeutung ‘auf feine, schöne Weise’ geht im 13. Jh. in ‘auf geziemende, gehörige, richtige Weise (an der nichts mangelt)’ und von daher in ‘vollständig, ganz und gar’ über.</p><p>Verwendungen wie mhd. ''eʒ ist alleʒ schōne'' (‘ganz und gar’) ''bereit'' können temporal aufgefaßt werden, so daß ''schōne'' die Bedeutung ‘bereits’ erhält.</p><p>Nach dieser semantischen Trennung vom Egsw. ''schön'' entwickelt dieses auch ustw. Wirweise. (Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich bei ''fast ''und'' fest'')''.''</p> | ||
Aktuelle Version vom 29. November 2023, 17:33 Uhr
schon | ‘bereits, früher als angenommen’ geht aus das umlautlosen Ustw. des unter schön behandelten Egsw. ahd. scōno (9. Jh.), mhd. mnd. schōn(e) hervor (ger.*skaunō).
Dessen Bedeutung ‘auf feine, schöne Weise’ geht im 13. Jh. in ‘auf geziemende, gehörige, richtige Weise (an der nichts mangelt)’ und von daher in ‘vollständig, ganz und gar’ über.
Verwendungen wie mhd. eʒ ist alleʒ schōne (‘ganz und gar’) bereit können temporal aufgefaßt werden, so daß schōne die Bedeutung ‘bereits’ erhält.
Nach dieser semantischen Trennung vom Egsw. schön entwickelt dieses auch ustw. Wirweise. (Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich bei fast und fest).