„lauben“ – Versionsunterschied
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[[Laub]] + [[-en]] | [[Laub]] + [[-en]] [[Sprachstufe::ahd.-deu.]] Blätter ([https://de.wiktionary.org/wiki/Laub Laub]) bekommen; Blätter (vom Boden) wegnehmen, s. ahdt. ''[[loubēn]]''; kurz f. "''[[glauben]]''; ''[[erlauben]]''" s. ahdt. ''[[louben]]''<div class="dwb-head"> | ||
=== <span class="dwb-form">1. LAUBEN</span> <ref>''Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1878), Bd. VI (1885), Sp. 293, Z. 16.''</ref> <span class="dwb-form">,</span> verb. === | === <span class="dwb-form">1. LAUBEN</span> <ref>''Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1878), Bd. VI (1885), Sp. 293, Z. 16.''</ref> <span class="dwb-form">,</span> verb. === | ||
1) <span class="dwb-italics dwb-hi">laub bekommen: frondere</span> lawben, lauben, louben <span class="dwb-author">[https://www.dwds.de/wb/dwb/bibl/d#dief Dief.]</span> 248ᵇ; so ein baum sein frucht gibt, so proszlet er am ersten, dann laubet er .. <span class="dwb-author">[https://www.dwds.de/wb/dwb/bibl/p#paracelsus Paracelsus]</span> <span class="dwb-title">opp.</span> 2, 127 B; zur osterzeit, wann die wälder lauben und die wiesen beblümt sind. <span class="dwb-author">[https://www.dwds.de/wb/dwb/bibl/u#uhland Uhland]</span> <span class="dwb-title">in Pfeiffers Germ.</span> 3, 136;<blockquote>die boume die den winder stuonden val | 1) <span class="dwb-italics dwb-hi">laub bekommen: frondere</span> lawben, lauben, louben <span class="dwb-author">[https://www.dwds.de/wb/dwb/bibl/d#dief Dief.]</span> 248ᵇ; so ein baum sein frucht gibt, so proszlet er am ersten, dann laubet er .. <span class="dwb-author">[https://www.dwds.de/wb/dwb/bibl/p#paracelsus Paracelsus]</span> <span class="dwb-title">opp.</span> 2, 127 B; zur osterzeit, wann die wälder lauben und die wiesen beblümt sind. <span class="dwb-author">[https://www.dwds.de/wb/dwb/bibl/u#uhland Uhland]</span> <span class="dwb-title">in Pfeiffers Germ.</span> 3, 136;<blockquote>die boume die den winder stuonden val | ||
Aktuelle Version vom 8. Juni 2025, 13:35 Uhr
Laub + -en ahd.-deu. Blätter (Laub) bekommen; Blätter (vom Boden) wegnehmen, s. ahdt. loubēn; kurz f. "glauben; erlauben" s. ahdt. louben
1. LAUBEN [1] , verb.
die boume die den winder stuonden val
âne zal,
die siht man aber in dem walde louben.
27, 1;
2) trans. laub wegnehmen: lauben, das laub abmürpfen, als die jungen geiszen und kelber, depascere frondes 264ᵈ; als eine arbeit der winzer: pampinare vites klenckgen, lauben. onomast. (1582) 370; an den weinreben das uberflüssige (laub) abgezwicket und gelaubet. anm. weiszh. lustg. 133; arbeit der holzhauer bei gefällten stämmen: wenn man um Michaelis neu birkenholz aufm stamme keuft, mag mans bald abhauen und lauben lassen. oeconomia univers. (1640) calender s. 78; schweiz. lauben, dürres laub im walde einsammeln 2, 160; lauben, laub zuͦsamen ziehen, frondare 264ᵈ.nun laube, lindlein, laube! altd. liederb. (1877) s. 265.
2. LAUBEN[2], verb.
1) für glauben: aber iezunder do ist es, ob got will, nit mer war, und laups auch niemands. Zimm. chron. 3, 484, 21; die form ist nun die folge einer leichten sprechart, indem von der durch den auslaut des vorhergehenden wortes zusammenstoszenden ursprünglichen consonantenreihe d g l der mittelste guttural, als am hinderlichsten im schnellen sprechen, ausgestoszen wurde, ein verfahren, welches die schreibung genau verzeichnet, wie sie auch im auslaut der form laups aus demselben grunde ein ursprüngliches b t s in ps zusammen zieht.
2) lauben, statt erlauben:niederl. concedere louen 138ᶜ, von erlauben fast verdrängt, obschon die nicht unhäufigen laub undlaube erlaubnis es stützen konnten; vgl. auch unten laubnis, laubnung und laubung.man siht uns ofte ein ander schonen
durch lieb, durch nît unde durch haʒ.
wem loubt der oberst rihter daʒ?
Renner 8680;