„Bank“ – Versionsunterschied
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Bank<sup>1</sup> f. ‘Sitzmöbel für mehrere’, | Bank<sup>1</sup> f. ‘Sitzmöbel für mehrere’, | ||
Aktuelle Version vom 8. Juni 2025, 13:37 Uhr
bank ahd.-deu., ahd.-frz.-deu., Wrtdtng: 'langezogene Erhebung, auf der etwas zu sitzen gelangt, oder als Sitz genutzt wird'
Bank1 f. ‘Sitzmöbel für mehrere’,
- WW
- ahd. (9. Jh.),
- mhd. mnl. banc,
- asächs. mnd. nl. bank,
- aengl. benc,
- engl. bench,
- anord. bekkr,
- swed. bänk
- führen auf germ. *bankiz.
- Die Etymologie ist nicht sicher.
- Vergleicht man
- anord. bakki (-kk- aus -nk-) ‘Erhöhung, Hügel, Flußufer’
- und die zu
- gehörige Wortgruppe (ohne inlautenden Nasal),
- so läßt sich über die Vorstellung ‘Rundes, Gewölbtes’ für germ. *bankiz‘ gebogene, gerundete Erdaufschüttung zum Sitzen’,
- später ‘gerundeter, aus Holz gemachter Sitz’ (z. B. auf dem Thingplatz)
- annehmen.
- Aber auch Verbindung zu
- *bankiz wäre dann ursprünglich die zum Sitzen flach geschlagene, geebnete Erde. S. auch Bank2.
- In bildlichen Wendungen:
- auf die lange Bank schieben ‘verzögern’, anfänglich Gerichtsakten in die langen Truhen (den Aufbewahrungsort) bringen (15. Jh.);
- durch die Bank ‘allesamt’ (wie sie nebeneinander sitzen).
- Vergleicht man
Bank2 f. ‘Geschäft für Geldverkehr’,
- in seiner Herkunft identisch mit Bank1 (s. d.), das früh in die roman. Sprachen eindringt.
- Ital. banco m. (Nebenform banca f.),
- anfangs (wie mhd. wehselbanc) der Tisch der Geldwechsler,
- wird im 15. Jh. rückentlehnt, wobei die ital. Lautung Bancho, Ban(c)ko lange beibehalten wird.
- Nach frz. banque f. begegnen im 18. Jh. Pluralformen wie Banques, Banquen,
- unter deren Einfluß bei Anlehnung an Bank1 sich die heutige Form und das feminine Genus durchsetzen.
- Auf frz. Vorbild beruht auch die Verwendung von Bank als ‘Spielbank’ im Glücksspiel.