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„Mammon“ – Versionsunterschied

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<span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">''lat. [[lat./mammona|mammona]] - [[-a]]'' |&nbsp;</span><span class="etymwb-gramgrp"><abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="Maskulinum">m.</abbr></span> </span>‘Geld, Reichtum’ (geringschätzig). <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="aramäisch">Aram.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">māmōnā</span>'' ‘Vermögen, Besitz’ übernimmt die Bibel (Neues Testament) in der <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="griechisch">griech.&nbsp;</abbr>Schreibweise ''<span class="etymwb-mentioned">mamōnā́s</span>'', woraus <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="lateinisch">lat.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">''mammōna'', ''mamōna''</span> (Vulgata).<p>Auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Luther Luther] läßt den Ausdruck unübersetzt, gibt dafür ''<span class="etymwb-mentioned">Mammon</span>'', das sich seit dem 16. Jh. im <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="deutsch">Dt.</abbr> verbreitet (vgl. schon <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="gotisch">got.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">mammōna</span>'' bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wulfila Wulfila]).</p><p><span class="dwb-italics dwb-hi">[https://www.dwds.de/wb/dwb/mammon Grimms Wörterbuch]: reichthum, geld und gut. das mehrmals im neuen testament erscheinende chaldäische wort</span> mâmôn <span class="dwb-italics dwb-hi">und</span> mammôn, <span class="dwb-italics dwb-hi">welches, weil es eine personification des reichthums bezeichnet, im griechischen urtext wie in der vulgata in der chaldäischen form geblieben, hat auch</span> <span class="dwb-caps dwb-hi">Luther</span> <span class="dwb-italics dwb-hi">unübertragen gelassen:</span> jr könnt nicht gott dienen, und dem mammon (μαμωνᾶ). <span class="dwb-title">Matth.</span> 6, 24, <span class="dwb-italics dwb-hi">ähnl. </span><span class="dwb-title">Luc.</span> 16, 13; ich sage euch auch, machet euch freunde mit dem ungerechten mammon (ἐκ τοῦ μαμωνᾶ τῆς ἀδικίας). <span class="dwb-title">Luc.</span> 16, 9; so jr nu in dem unrechten mammon (ἐν τῷ ἀδίκω μαμωνᾶ) nicht trew seid, wer wil euch das warhaftige vertrawen? 11; <span class="dwb-italics dwb-hi">während früher Behaims evangelienbuch es verdeutschte:</span> ir muͦget gote niht gedienen und dem girgûte. <span class="dwb-title">Matth.</span> 6, 24 <span class="dwb-italics dwb-hi">u. ähnl., ebenso </span><span class="dwb-title">Luc.</span> 16, 9. 11. 13 (<span class="dwb-italics dwb-hi">sonst wurde es auch anders gegeben: mammon, mamon</span> schacztewfel, dʒ gutis dufel <span class="dwb-author">Dief.</span> 345ᶜ, <span class="dwb-italics dwb-hi">mit hervorhebung des ursprünglichen persönlichen begriffes; Ulfilas hatte theils das fremde persönliche schw. masc.</span> mammôna, <span class="dwb-italics dwb-hi">theils das deutsche unpersönliche fem.</span>faíhu-þraíhna <span class="dwb-italics dwb-hi">gesetzt</span>). <span class="dwb-italics dwb-hi">seit Luther hat sich das wort eingebürgert, ein übler, bald mehr bald weniger deutlich hervortretender beisinn ist bis auf heute geblieben, oft auch die persönliche bedeutung:</span> mammons gut macht mut und übermut. <span class="dwb-author">Mathesius</span> <span class="dwb-title">Sar.</span> 37ᵃ; der mammon ist zur hülf kein nutz. <span class="dwb-author">Kirchhof</span> <span class="dwb-title">wendunm.</span> 5ᵃ; der mammon hat den schlüssel zu reicher leut geldkasten, und sie dörfen ihn nicht aufschlieszen, wann sie wollen, sondern wann der mammon wil. wem gönnt aber der mammon etwas? <span class="dwb-author">Schuppius</span> 644;</p><div class="dwb-cit"><div class="dwb-l">verflucht sei mammon, wenn mit schätzen
<span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">''lat. [[mammona|mammona]] - [[-a]]'' |&nbsp;</span><span class="etymwb-gramgrp"><abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="Maskulinum">m.</abbr></span> </span>‘Geld, Reichtum’ (geringschätzig). <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="aramäisch">Aram.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">māmōnā</span>'' ‘Vermögen, Besitz’ übernimmt die Bibel (Neues Testament) in der <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="griechisch">griech.&nbsp;</abbr>Schreibweise ''<span class="etymwb-mentioned">mamōnā́s</span>'', woraus <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="lateinisch">lat.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">''mammōna'', ''mamōna''</span> (Vulgata).<p>Auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Luther Luther] läßt den Ausdruck unübersetzt, gibt dafür ''<span class="etymwb-mentioned">Mammon</span>'', das sich seit dem 16. Jh. im <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="deutsch">Dt.</abbr> verbreitet (vgl. schon <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="gotisch">got.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">mammōna</span>'' bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wulfila Wulfila]).</p><p><span class="dwb-italics dwb-hi">[https://www.dwds.de/wb/dwb/mammon Grimms Wörterbuch]: reichthum, geld und gut. das mehrmals im neuen testament erscheinende chaldäische wort</span> mâmôn <span class="dwb-italics dwb-hi">und</span> mammôn, <span class="dwb-italics dwb-hi">welches, weil es eine personification des reichthums bezeichnet, im griechischen urtext wie in der vulgata in der chaldäischen form geblieben, hat auch</span> <span class="dwb-caps dwb-hi">Luther</span> <span class="dwb-italics dwb-hi">unübertragen gelassen:</span> jr könnt nicht gott dienen, und dem mammon (μαμωνᾶ). <span class="dwb-title">Matth.</span> 6, 24, <span class="dwb-italics dwb-hi">ähnl. </span><span class="dwb-title">Luc.</span> 16, 13; ich sage euch auch, machet euch freunde mit dem ungerechten mammon (ἐκ τοῦ μαμωνᾶ τῆς ἀδικίας). <span class="dwb-title">Luc.</span> 16, 9; so jr nu in dem unrechten mammon (ἐν τῷ ἀδίκω μαμωνᾶ) nicht trew seid, wer wil euch das warhaftige vertrawen? 11; <span class="dwb-italics dwb-hi">während früher Behaims evangelienbuch es verdeutschte:</span> ir muͦget gote niht gedienen und dem girgûte. <span class="dwb-title">Matth.</span> 6, 24 <span class="dwb-italics dwb-hi">u. ähnl., ebenso </span><span class="dwb-title">Luc.</span> 16, 9. 11. 13 (<span class="dwb-italics dwb-hi">sonst wurde es auch anders gegeben: mammon, mamon</span> schacztewfel, dʒ gutis dufel <span class="dwb-author">Dief.</span> 345ᶜ, <span class="dwb-italics dwb-hi">mit hervorhebung des ursprünglichen persönlichen begriffes; Ulfilas hatte theils das fremde persönliche schw. masc.</span> mammôna, <span class="dwb-italics dwb-hi">theils das deutsche unpersönliche fem.</span>faíhu-þraíhna <span class="dwb-italics dwb-hi">gesetzt</span>). <span class="dwb-italics dwb-hi">seit Luther hat sich das wort eingebürgert, ein übler, bald mehr bald weniger deutlich hervortretender beisinn ist bis auf heute geblieben, oft auch die persönliche bedeutung:</span> mammons gut macht mut und übermut. <span class="dwb-author">Mathesius</span> <span class="dwb-title">Sar.</span> 37ᵃ; der mammon ist zur hülf kein nutz. <span class="dwb-author">Kirchhof</span> <span class="dwb-title">wendunm.</span> 5ᵃ; der mammon hat den schlüssel zu reicher leut geldkasten, und sie dörfen ihn nicht aufschlieszen, wann sie wollen, sondern wann der mammon wil. wem gönnt aber der mammon etwas? <span class="dwb-author">Schuppius</span> 644;</p><div class="dwb-cit"><div class="dwb-l">verflucht sei mammon, wenn mit schätzen
er uns zu kühnen thaten regt,
er uns zu kühnen thaten regt,
wenn er zu müszigem ergetzen
wenn er zu müszigem ergetzen

Aktuelle Version vom 8. Juni 2025, 17:20 Uhr

lat. mammona - -a | m. ‘Geld, Reichtum’ (geringschätzig). Aram. māmōnā ‘Vermögen, Besitz’ übernimmt die Bibel (Neues Testament) in der griech. Schreibweise mamōnā́s, woraus lat. mammōna, mamōna (Vulgata).

Auch Luther läßt den Ausdruck unübersetzt, gibt dafür Mammon, das sich seit dem 16. Jh. im Dt. verbreitet (vgl. schon got. mammōna bei Wulfila).

Grimms Wörterbuch: reichthum, geld und gut. das mehrmals im neuen testament erscheinende chaldäische wort mâmôn und mammôn, welches, weil es eine personification des reichthums bezeichnet, im griechischen urtext wie in der vulgata in der chaldäischen form geblieben, hat auch Luther unübertragen gelassen: jr könnt nicht gott dienen, und dem mammon (μαμωνᾶ). Matth. 6, 24, ähnl. Luc. 16, 13; ich sage euch auch, machet euch freunde mit dem ungerechten mammon (ἐκ τοῦ μαμωνᾶ τῆς ἀδικίας). Luc. 16, 9; so jr nu in dem unrechten mammon (ἐν τῷ ἀδίκω μαμωνᾶ) nicht trew seid, wer wil euch das warhaftige vertrawen? 11; während früher Behaims evangelienbuch es verdeutschte: ir muͦget gote niht gedienen und dem girgûte. Matth. 6, 24 u. ähnl., ebenso Luc. 16, 9. 11. 13 (sonst wurde es auch anders gegeben: mammon, mamon schacztewfel, dʒ gutis dufel Dief. 345ᶜ, mit hervorhebung des ursprünglichen persönlichen begriffes; Ulfilas hatte theils das fremde persönliche schw. masc. mammôna, theils das deutsche unpersönliche fem.faíhu-þraíhna gesetzt). seit Luther hat sich das wort eingebürgert, ein übler, bald mehr bald weniger deutlich hervortretender beisinn ist bis auf heute geblieben, oft auch die persönliche bedeutung: mammons gut macht mut und übermut. Mathesius Sar. 37ᵃ; der mammon ist zur hülf kein nutz. Kirchhof wendunm. 5ᵃ; der mammon hat den schlüssel zu reicher leut geldkasten, und sie dörfen ihn nicht aufschlieszen, wann sie wollen, sondern wann der mammon wil. wem gönnt aber der mammon etwas? Schuppius 644;

verflucht sei mammon, wenn mit schätzen

er uns zu kühnen thaten regt, wenn er zu müszigem ergetzen die polster uns zurechte legt!Göthe 12, 82;

und mit titel: erleuchtet nicht zu diesem feste herr Mammon prächtig den pallast? 206; welche aber oft auch verblaszt: es ging halsbrechend fort (auf einer reise), und als ich auf der folgenden station bezahlen wollte, war der ganze beutel mit dem kupfer weg. ich war anfangs etwas grämlich und hatte einigen verdacht auf meine gesellschaft; als ich aber das grosze loch unten in der bastdecke fand, das mein wichtiger mammon geschlagen hatte, .. war ich schon zufrieden. Seumemein sommer 66; der mammon macht in aller ohren den schön- und angenehmsten klang.Günther 172;

so kan ich wohl vor disz den kahlen mammon geben? 551; die ihr aus dunklen grüften den eitlen mammon grabt, seht was ihr hier in lüften für reiche schätze habt!Brockes 2, 169;

hier ist so ein mittelgipfel, wo man mit erstaunen sieht,

wie im berg der mammon glüht.