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„Geodäsie“ – Versionsunterschied

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Die '''Geodäsie''' (von {{grcS|γεωδαισία|geōdaisía|de=Erd-, Landverteilung}}; von {{lang|grc|[[Gaia (Mythologie)|γῆ]]|gē|de=Erde}} sowie {{lang|grc|δαΐζειν|daïzein|de=zerteilen}})<ref>{{Literatur |Autor=[[Wilhelm Pape]], Max Sengebusch (Bearb.) |Titel=Handwörterbuch der griechischen Sprache |Auflage=3. Auflage, 6. Abdruck |Verlag=Vieweg & Sohn |Ort=Braunschweig |Datum=1914 |Online=http://images.zeno.org/Pape-1880/K/big/Pape-1880----01-0488.png |Abruf=2021-12-28}}</ref> ist nach der Definition von [[Friedrich Robert Helmert]], dem Begründer der theoretischen Geodäsie, und nach DIN 18709-1 die „Wissenschaft von der Ausmessung und Abbildung der [[Erdoberfläche]]“. Dies umfasst die Bestimmung der geometrischen [[Erdfigur|Figur der Erde]], ihres [[Erdschwerefeld|Schwerefeldes]] und der Orientierung der Erde im Weltraum.



Aktuelle Version vom 24. Juni 2025, 09:18 Uhr

ge--o-däsie Wissenschaft von der Vermessung der Erdoberfläche und von der Technik der Vermessung

von agrie. geōdaisia γεωδαισία „Erdverteilung, Landverteilung“, abgeleitet von gē γῆ „Erde, Land, Acker“ und daizō δαίζω „teilen"

Die Geodäsie (von altgriechisch γεωδαισία geōdaisía, deutsch ‚Erd-, Landverteilung‘; von γῆ gē, deutsch ‚Erde‘ sowie δαΐζειν daïzein, deutsch ‚zerteilen‘)[1] ist nach der Definition von Friedrich Robert Helmert, dem Begründer der theoretischen Geodäsie, und nach DIN 18709-1 die „Wissenschaft von der Ausmessung und Abbildung der Erdoberfläche“. Dies umfasst die Bestimmung der geometrischen Figur der Erde, ihres Schwerefeldes und der Orientierung der Erde im Weltraum.

In der wissenschaftlichen Systematik ist die Geodäsie vor allem den Ingenieurwissenschaften zugeordnet. Besonders deutlich wird dies an den Universitäten und Fachhochschulen, an denen das Geodäsiestudium oft nicht dem Fachbereich der Naturwissenschaften, sondern dem Bauingenieurwesen zugeordnet ist. Des Weiteren stellt die Geodäsie das Bindeglied zwischen Astronomie und Geophysik dar. Fachleute für Geodäsie sind Geodäten oder Geometer.

In der Mathematik verwendet man den Begriff geodätisch für die theoretisch kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten auf gekrümmten Flächen – die geodätische Linie, welche auf der Erdkugel einem Großkreis (Orthodrome) entspricht.

Titelseite eines Buches über Landvermessung von 1616
  1. ↑ Wilhelm Pape, Max Sengebusch (Bearb.): Handwörterbuch der griechischen Sprache. 3. Auflage, 6. Abdruck. Vieweg & Sohn, Braunschweig 1914 (zeno.org [abgerufen am 28. Dezember 2021]).