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„Beiwort“ – Versionsunterschied

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Aktuelle Version vom 17. September 2025, 18:53 Uhr

bei + Wort

Bedeutungen:

[1] Linguistik/Sprachwissenschaft: Wortart, welche die Beschaffenheit, den Zustand oder eine Beziehung einer Person, eines Dinges oder einer Sache beschreibt

Herkunft:

Strukturell: Determinativkompositum aus bei und Wort

Synonyme:

[1] Adjektiv, Eigenschaftswort, Wiewort

Sinnverwandte Wörter:

[1] Epitheton

Oberbegriffe:

[1] Namenwort, Nennwort; Redeteil, Sprachteil, Wortart

Beispiele:

[1] Der schnelle Läufer. Beiwort in attributiver Verwendung
[1] Der Läufer ist schnell. Beiwort in prädikativer Verwendung
[1] Der Mann läuft schnell. Beiwort in Verwendung als adverbiale Bestimmung
[1] Der nicht ganz häufig verwendete Begriff Beiwort bezieht sich darauf, dass diese Wörter häufig "bei" Substantiven im nominalen Satzglied, in der Nominalphrase stehen.
[1] „Der Einfluß der Homerübersetzung durch Voss zeigt sich in der Vorliebe für zusammengesetzte Beiwörter, wie »löwenherzige« Jungfrau, »tränenvoller« Krieg (…)“[1]
[1] „Die Stilkunde rät, mit dem Beiwort vorsichtig und sparsam zu sein. Voltaire sagt: „Das Beiwort ist der Feind des Hauptwortes.“; ein englisches Buch überspitzt sogar: „Bring deine Beiwörter ohne Gnade um!““[2]
[1] „War die Gelegenheit günstig, konnte er vorzüglich fluchen und seine Beiwörter mit bemerkenswerter Kennerschaft verwenden;…“[3]
[*] Glück definiert Beiwort 1. als „Sammelbezeichnung für Adjektiv und Adverb“ und 2. als anderen Ausdruck für „Epitheton“.[4]
[1] „Dieses Beiwort gab sie ihm, als sie seine Handschrift erkannte.“[5]