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„Werk:Wu-wei und Angemessenheit“ – Versionsunterschied

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|Erstelldatum=6. August 2020
|Erstelldatum=6. August 2020
|Nummer=04
|Nummer=04
|Vorfolgeausgabe=Geht der Mensch den Weg des geringsten Widerstands?
|Vorfolge=Geht der Mensch den Weg des geringsten Widerstands?
|Anzeigename=Wu-wei und Angemessenheit
|Anzeigename=Wu-wei und Angemessenheit
|Nachfolgeausgabe= Indikator für Mangel an Wahrheit, Weisheit und Wissen
|Nachfolgeausgabe= Indikator für Mangel an Wahrheit, Weisheit und Wissen

Version vom 23. September 2025, 15:03 Uhr

  1. Die Attraktivität von etwas oder jemand, wird als Anziehung auf Grund dessen was ist verstanden.
    1. Tatsächlich Finder der Mensch das attraktiv, woran er selbst einen Mangel hat.
  2. Der unBewußte bis Bewußte Mangel an etwas oder jemand führt zur Wachsamkeit in Bezug auf dessen Erscheinung.
    1. Taucht das oder derjenige auf, der dem Mangel befriedigen kann, so fühlt er sich lediglich angezogen und tatsächlich erzeugt er ein Haben-wollen und zieht sich selbst zu etwas oder jemand hin.
    2. Die Sache oder Person tut an sich nichts, es sein denn sie könnte und würde ein Gehabt-haben-wollen ausstrahlen, was zugleich ein Mangel an haben auf beiden Seiten bedeutet und die Auflösung beider Mängel beschleunigt.
    3. Trift ein Ich-will-dich-haben auf ein Ich-will-nicht-gehabt-werden, so würde jeder Schritt auf jemand zu, ein ausweichen, vermeiden bis angreifen im anderen auslösen.
  3. Wenn das jeweilige Haben auf jeder Seite dem jeweiligen Mangel der anderen Seite entspricht und angemessen erscheint, wird es zum Austausch von Flusss kommen, unter minimaler Anstrengung, damit auch ohne unnötigen Zwang oder Gewalt kommen.
    1. Im Grunde wurde dies bereits durch Lao Tse (Laozi) mit dem Dao und Wu-Wei versucht zu erklären, wobei dies oft von Gelehrten und Meistern mit einen niedrigen Bewußtseinszustand   bis heute zu ungenau erklärt wurde und wird.
  4. Wu-wei bezieht sich auf die Angemessenheit der Flusss und einem überwiegendem Agieren auf minimalen Krafteinsatz beruhend, welche nur in Gefahren oder ernsthaften Notwendigkeiten zum Einsatz kommt, sich jedoch immer darauf ausrichtet einen bestehenden Fluss für sich zu nutzen oder anzuregen um ihn nutzbar zu machen.
    1. Das Wu-wei des Segler besteht darin entlang dem Winddruck und der Windrichtung zu segeln. Die Gelehrten schauten jedoch auf das Phänomen des Windes und verkannten den Umstand, daß sich Wind im Raum als Masse genauso verhält wie Wasser im Fluss nach dessen Schwerkraft hinabfließt und immer den Weg nimmt, der der Schwerkraft am ehesten nachgibt.
    2. Wasser wie Luft finden ihren jeweiligen Weg entsprechend der eigenen Dichte zur höheren Dichte und stoßen sie auf gleiche Dichte unterschiedlicher Richtungen so ergeben sich örtliche Turbulenzen oder stagnieren entsprechend ihrer Dichte.
    3. Der eine Fluss versucht damit nicht die Richtung des anderen zu bestimmen, sondern die Schwäche des anderen bestimmt den Verlauf des scheinbar stärkeren.
    4. So ist es auch in einer Gesellschaft, daß die Schwäche und nicht die Stärke das soziale miteinander vorbestimmt.
  5. Macht besteht nur scheinbar und beruht an sich auf einer Schwäche. Findet man die Schwäche, den Mangel und löst diesen auf, so löst sich auch die Macht auf.
    1. Macht bedingt höchste Ethik an deren Spitze, die anderen gegenüber durchgesetzt wird.
    2. Aus ihr heraus bildet sich die Moral der jeweiligen Gruppe und Gruppen. Aus Moral geht die Gerechtigkeit hervor.
    3. Macht bedingt ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis gegenüber denjenigen, gegenüber denen die jeweilige Macht besteht, so daß diese in Übereinstimmung bewirkt wurde.
    4. Besteht kein Kräfteverhältnis, so entsteht unweigerlich ein Machtgefälle.
    5. Ein bestehendes Machtgefälle wird sich auf Grund der Schwäche an Ethik, Moral und Gerechtigkeit gegenüber dem Schwächeren als Druck, Zwang bis hin zu grober Gewalt zum Ausdruck bringen.