„Werk:Wortbedeutung, Wortherkunft und deren Wandel“ – Versionsunterschied
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Version vom 23. September 2025, 15:04 Uhr
Über diese Seite Werk
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Wundersame Sprache
Ureigenwerk Liste Werke von Klaus Feldmann
Schriftstück
16. Oktober 2020 n. Chr. erst.
Ausgabe 03
Ausgabe 03
Leserschaft: Niemand
veröffentlicht
ungeprüft
↑ Das eigentümliche innere Wörterbuch
→ Wortbedeutung, Wortherkunft und deren Wandel
überarbeitet 20201105
2020101603 Wortbedeutung, Wortherkunft und deren Wandel.pages
(1) Wortherkunft und wissenschaftliche Verfahrensweise
Nicht nur die Sprache erleidet einen Wandel sondern im Grunde (fast) jeder Begriff, während sich Wörter im Wortwandel aufgrund der wortwörtlichen Wortbedeutung länger erhalten. Schaut man in ein Wörterbuch, so werden dort meist nicht weit zurückliegende Worterkünfte angegeben, aus der man den Bedeutungswandel erkennen könnte, sondern man geht nur bis zu ein zwei Stufen zurück, jedoch nur in Herkunftswörterbüchern auch bis zur Wortwurzel. Zum Beispiel ist für reden die Wortwurzel re, wobei vor und nach re noch ein Laut (Vokal) oder Mitlaut (Konsonant) stehen könnte und die aus den Bedeutungen der „Wortnachfahren“ ermittelt man die Bedeutung des „Wortahnen“ und im Fall von re soll es „denken, begründen, Vernunft“ sein.
Entsprechend meiner eigenen Bedeutungsermittlung kam ich zur Überzeugung dass reden von der Wortwurzel eher sinngemäß „feierlich Sprechen“ bis zu „beschwören“ bedeutet haben muss - wie dem auch sei, beweisen kann man bislang weder das eine, noch das andere. Man könnte nachsichtig sagen „was solls…“, dem ist jedoch nicht so, wie ich es aus Erfahrung weiß und wir werden im Verlauf dieser Ausarbeitung herausfinden, ob sich dies bestätigen wird. Von welchem ein Wort oder der Begriff abstammt wird als Wortherkunft des Wortes bezeichnet und die Wissenschaft dazu, wie die Wortherkunft von Wörtern und deren Bedeutungen untersucht wird Etymologie genannt. Nahezu wortwörtlich bedeutet Etymologie aus dem Griechisch ins Deutsche übersetzt „Wahrhaftigkeitslehre“ oder „Wirklichkeitslehre“ zu Griechisch étymon, von étymos für wirklich, real, wahrhaft und lógos für "Lehre".
Etymologie sollte meiner Meinung von seiner wortwörtlichen Bedeutung her ableitend eine der obersten Wissenschaften sein, oder Wissenschaftler sollten einen Kurs darin belegen und zumindest herausfinden, was der Begriff Etymologie oder Wirklichkeitmit ihrer „wissenschaftlichen“ Verfahrensweise zu tun haben könnte. Gelehrte verdummen ihre Schüler und Leser willentlich oder auf Grund von Nachsichtigkeit durch die von ihnen gegebenen Bedeutungen, wenn sie Etymologie einfach als Begriff mit „Wortherkunftslehre“ gleichsetzen und dann auch noch die „Wahrhaftigkeitslehre“ unerwähnt lassen.
(1.1) Sich der Wortherkünfte und Bedeutung von Wörtern und Begriffen vergewissern
Mit dem Begriff Etymologie wird die Untersuchung des wirklichen ursprünglichen Sinnes eines Wortes als Lehre vermittelt und zugleich gemäß der Lehrmeinungen der Gelehrten auch Wörter und Begriffe vergangener Sprachen aus bekanntem Sprachinhalten mittels vergleichende Sprachwissenschaften unbekannte Sprachinhalte wiedergewonnen werden, da es sie gegeben haben muss, jedoch keinerlei schriftliche Aufzeichnungen bislang über deren Vewendung oder Gebrauch gefunden wurden.
So entwirft man aus bestehenden bekannten Wörtern verwandter Sprachen gemäß der über die Sprachen bekannten Struktur und Regeln für Wortbestandteile und ermittelt über diese einen ihnen gemeinsam seienden „Wortahnen“ – ob dieser nun existiert hat oder nicht, beruht dies alles auf Vermutungen und Wahrscheinlichkeiten.
Da die Wortherkunft bis hin zur Wortwurzel für das Verstehen eines Wortes oder Begriff von höchster Bedeutung für das eigene Verständnis ist und man sich leider nicht auf die Angaben der durch Gelehrten wiederermittelten (rekonstruierten) Worthererkünfte verlassen kann, sie oftmals besonders auf den Seiten der deutschen Ausgabe von Wikipedia ungenügend angegeben und oft auch ausgelassen werden, werde ich im Verlauf der Ausarbeitung eine neue Methode aufzeigen, wie man sich selbst der Wortherkünfte und Bedeutung von Wörtern und Begriffen vergewissert.
(1.2) Wiederbelebung früherer Worte
So wie ein Mensch ein Lebensverlauf hat und sich im Verlauf des Lebens verändert und auch eine unbestimmte Lebensdauer hat, so ergeht es auch einem Wort. Ein Wort wird irgendwann geboren erfährt und erleidet einen Bedeutungswandel der mit einem Lebenswandel vergleichbar ist und stirbt irgendwann in seiner ursprünglichen Wortschöpfung und Verwendung aus. Vergleichbar mit Wiedergeburt erfahren frühere Worte eine Wiederbelebung in gleicher, ursprünglicher oder veränderter Ausgestalt, entsprechend auch deren Bedeutung. Wenn man das Tun der Gelehrten mit dem Leben eines Menschen vergleicht, so ist ihr Umgang mit Worten manchmal vergleichbar mit Frankensteins Monster oder mit Mord, Vergewaltigung und Folter etc. Künstler hingegen versuchen oft Worte zu veredeln, und Politiker neigen oft dazu die Bedeutungen von Begriffen zu verdrehen und zu missbrauchen usw.
(1.3) Beispiel zu Bedeutungswandel

So hatten wir einst im Mittelalter das schöne Wort Minne und ich nehme diesen Begriff her, um den Lebenslauf eines Wortes als Begriff und zum Erkennen des Bedeutungswandels zu verdeutlichen:
„Das Wort Minne hat einen rücksichtslosen Bedeutungswandel hinter sich. Bezeichnete es zunächst eine nicht-geschlechtliche Zuneigung, etwa im Sinne von Geschwisterliebe oder Gottesliebe, bedeutete es bald die speziell zweigeschlechtliche Liebe. Der Adel und der Klerus sprachen sich aus Gründen der bewussten Abgrenzung selbst allein die Fähigkeit zu, gesittet zu lieben, und sprachen diese den niederen Ständen (vor allem den Bauern) ab. So wurde Minne immer stärker zu einer Bezeichnung für die körperliche, also hier eine weltliche, bäurische, triebhafte und tierhafte Liebe, wie sie in einigen derben Schriftstücken thematisiert wurde.
Die ältere Literaturwissenschaft bezeichnete diese Betrachtung des Minnebegriffs auch als „niedere Minne“. Im Spätmittelalter verlagerte sich die Bedeutung des Wortes Minne immer stärker auf die geschlechtliche Betrachtung, so dass das Wort zur Bezeichnung „edlerer“ Gefühle nicht bloß untauglich wurde, sondern unstatthaft war und so zunehmend durch das Wort Liebe ersetzt wurde, bis es sozusagen ausstarb.“ (Quelle Wikipedia siehe Minne - Wortgeschichte - der Absatz wurde der deutschen Muttersprache angepasst.)
(1.4) Vielfältigkeit und Wirksamkeit der Täuschungsmittel durch Wortmissbrauch
Wie Minne erging es vielen deutschen Begriffen und ergeht es heute noch und wenn sich die Machenschaften der Politiker eines Tages offenbaren, werden diese schon allein aufgrund vom Wortmissbrauch eines Tages verjagt werden können und niemand wird sich noch gerne Politiker nennen mögen, wie es auch bei Verkäufern geschehen ist, die aufgrund ihrer beeinflussenden bis betrügerischen Verkaufsmethoden in Ungnade gefallen sind und sich nun Berater, Vermittler etc. nennen, obwohl dies lediglich nur ein Beleg dafür ist, dass man einmal erwischt, seine Tarnung und Täuschung nur erweiterte, jedoch seine grundlegende „Verkaufsehrbarkeit“ beibehält. Ich weiß wovon ich spreche, da ich als Coach selbst Verkaufsschulungen gegeben habe und daher die Vielfältigkeit und Wirksamkeit der Täuschungsmittel kenne.
(2) Gesinnung im Umgang mit Wort und Sprache
Ich könnte ganze Bände darüber schreiben, wie geschichtlich belegbar Worte geschöpft, Begriffe gebildet, Bedeutungswandel sich vollzog und Missbrauch mit der Verwendung von Worten und Begriffen betrieben wurde und wird. Wie in vielen und eher wohl in allen Bereichen des Lebens, mangelt es den Menschen an guter Gesinnung, so auch im Umgang mit Sprache und Schrift – anstelle die Bedeutung eines Wortes zu vergewaltigen, indem man sich mit immer mehr Bedeutung vollstopft oder andere Bedeutungen anheftet, sollte man einfach sich der Wortschöpfung bedienen und ein Wort ermitteln, dass genau das zum Ausdruck bringt, was man zum Ausdruck zu bringen sucht. Der maßgebende Verfertiger (Faktor) für den Bedeutungswandel der Begriffe steht in einem direkten Bezug zu der sich wandelnden Gesinnung der Sprecher und derjenigen, die Wörter bewusst in deren Bedeutung verdrehen, wie auch die Ablehnung der Verwendung eines Wortes und der Sprache an sich jeweils ein Ausdruck der eigenen Gesinnung ist.
Klaus Feldmann
Urheber