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„helfen“ – Versionsunterschied

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<p>[[helf]] + [[-en]] | ‘unterstützen, behilflich sein, förderlich sein, Heilung bringen’.</p><p>¦√¦ uig. ''*ḱelb-'', ''*ḱelp-''&nbsp;“helfen, stützen”; uig. *k̑el- ‘bergen, verhüllen’</p><p>¦↵¦ Das gemeingerm. starke Verb ahd. ''helfan'' (8. Jh.), mhd. ''helfen'', asächs. aengl. ''helpan'', mnd. mnl. nl. ''helpen'', engl. (schwach) ''to'' ''help'', anord. ''hjalpa'', schwed. ''hjälpa'', got. ''hilpan'' ist lediglich vergleichbar mit balt. Formen wie lit. ''šel̃pti'' ‘unterstützen, fördern, beistehen, helfen’, ''šalpà'' ‘Unterstützung, Hilfe’, so daß uig. *k̑elb- bzw. (für das Balt.) *k̑elp- ‘helfen, stützen’ angesetzt werden könnte.</p><p>Möglicherweise ist die zweite Variante dadurch entstanden, daß (im Balt.) die Form durchgeführt wurde, in der die ursprüngliche Media des Wurzelauslauts vor stimmlosem Verschlußlaut oder stimmloser Spirans der folgenden Flexionssilbe (besonders t und s) zur Tenuis wird. Zweifelhaft bleibt, ob die genannten Ansätze als Erweiterungen der Wurzel uig. *k̑el- ‘bergen, verhüllen’ (s. [https://www.dwds.de/wb/etymwb/hehlen hehlen], [https://www.dwds.de/wb/etymwb/h%C3%BCllen hüllen], [https://www.dwds.de/wb/etymwb/H%C3%BClse Hülse], [https://www.dwds.de/wb/etymwb/H%C3%B6lle Hölle], hier nach Trier Lehm (1951) 56 in einer semantischen Weiterentwicklung zu ‘genossenschaftlicher und unterstützender Männerkreis’) oder der Wurzel uig. *k̑el- ‘neigen’ (s. [https://www.dwds.de/wb/etymwb/Halde Halde], [https://www.dwds.de/wb/etymwb/hold hold], [https://www.dwds.de/wb/etymwb/Huld Huld], vgl. Seebold 254) aufzufassen sind.</p>
<p>[[helf]] + [[-en]] ‘unterstützen, behilflich sein, förderlich sein, Heilung bringen’.</p><p>uig. *ḱelb-, *ḱelp- “helfen, stützen”; uig. *k̑el- ‘bergen, verhüllen’</p><p>Das gemeingerm. starke Verb </p>


helf,helfe,helft,hilfs,hilfst,hilft,half,hülfe,hälfe,geholfen
* ahd. helfan (8. Jh.),  
* mhd. helfen,  
* asächs. aengl. helpan,  
* mnd. mnl. nl. helpen,  
* engl. (schwach) to help,  
* anord. hjalpa,  
* schwed. hjälpa,  
* got. hilpan
 
ist lediglich vergleichbar mit balt. Formen wie
 
* lit. šel̃pti ‘unterstützen, fördern, beistehen, helfen’, šalpà ‘Unterstützung, Hilfe’,
 
so daß uig. *[[k̑elb-]] bzw. (für das Balt.) *[[k̑elp-]] ‘helfen, stützen’ angesetzt werden könnte.<p>Möglicherweise ist die zweite Variante dadurch entstanden, daß (im Balt.) die Form durchgeführt wurde, in der die ursprüngliche Media des Wurzelauslauts vor stimmlosem Verschlußlaut oder stimmloser Spirans der folgenden Flexionssilbe (besonders t und s) zur Tenuis wird. </p><p>Zweifelhaft bleibt, ob die genannten Ansätze als Erweiterungen der Wurzel uig. *[[k̑el-]] ‘bergen, verhüllen’ (s. hehlen, hüllen, Hülse, Hölle, hier nach Trier Lehm (1951) 56 in einer semantischen Weiterentwicklung zu ‘genossenschaftlicher und unterstützender Männerkreis’) oder der Wurzel uig. *k̑el- ‘neigen’ (s. Halde, hold, Huld, vgl. Seebold 254) aufzufassen sind.</p>

Aktuelle Version vom 23. November 2025, 14:18 Uhr

helf + -en ‘unterstützen, behilflich sein, förderlich sein, Heilung bringen’.

uig. *ḱelb-, *ḱelp- “helfen, stützen”; uig. *k̑el- ‘bergen, verhüllen’

Das gemeingerm. starke Verb

  • ahd. helfan (8. Jh.),
  • mhd. helfen,
  • asächs. aengl. helpan,
  • mnd. mnl. nl. helpen,
  • engl. (schwach) to help,
  • anord. hjalpa,
  • schwed. hjälpa,
  • got. hilpan

ist lediglich vergleichbar mit balt. Formen wie

  • lit. šel̃pti ‘unterstützen, fördern, beistehen, helfen’, šalpà ‘Unterstützung, Hilfe’,

so daß uig. *k̑elb- bzw. (für das Balt.) *k̑elp- ‘helfen, stützen’ angesetzt werden könnte.

Möglicherweise ist die zweite Variante dadurch entstanden, daß (im Balt.) die Form durchgeführt wurde, in der die ursprüngliche Media des Wurzelauslauts vor stimmlosem Verschlußlaut oder stimmloser Spirans der folgenden Flexionssilbe (besonders t und s) zur Tenuis wird.

Zweifelhaft bleibt, ob die genannten Ansätze als Erweiterungen der Wurzel uig. *k̑el- ‘bergen, verhüllen’ (s. hehlen, hüllen, Hülse, Hölle, hier nach Trier Lehm (1951) 56 in einer semantischen Weiterentwicklung zu ‘genossenschaftlicher und unterstützender Männerkreis’) oder der Wurzel uig. *k̑el- ‘neigen’ (s. Halde, hold, Huld, vgl. Seebold 254) aufzufassen sind.