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„sonst“ – Versionsunterschied

aus AufEinWort, der freien Forschung
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Die Seite wurde neu angelegt: „<p>sonst | ‘bei anderer Gelegenheit, zu anderer Zeit, für gewöhnlich’, Bw. ‘andernfalls’. Ahd.(8. Jh.), mhd. ''sus'' ‘so, in solchem Grade, so sehr, in solcher Weise’, </p> <!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>asächs. mnl. ''sus'', mnd. ''süs'',nl. ''zus'' gehen wohl auf ein gleichbed. Usw., erhalten in mhd. (md.) ''dus'', asächs. ''thus'',&nbsp…“
 
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<p>sonst |&nbsp;‘bei anderer Gelegenheit, zu anderer Zeit, für gewöhnlich’, Bw. ‘andernfalls’.&nbsp;Ahd.(8. Jh.),&nbsp;mhd.&nbsp;''sus''&nbsp;‘so, in solchem Grade, so sehr, in solcher Weise’,&nbsp;</p>
<p>[[son]] + [[-st]] |&nbsp;‘bei anderer Gelegenheit, zu anderer Zeit, für gewöhnlich’, Bw. ‘andernfalls’.&nbsp;Ahd.(8. Jh.),&nbsp;mhd.&nbsp;''sus''&nbsp;‘so, in solchem Grade, so sehr, in solcher Weise’,&nbsp;</p><p>asächs.&nbsp;mnl.&nbsp;''sus'',&nbsp;mnd.&nbsp;''süs'',nl.&nbsp;''zus''&nbsp;gehen wohl auf ein gleichbed. Usw., erhalten in&nbsp;mhd.&nbsp;(md.)&nbsp;''dus'',&nbsp;asächs.&nbsp;''thus'',&nbsp;mnd.''düs'',&nbsp;mnl.&nbsp;nl.&nbsp;''dus'',&nbsp;aengl.&nbsp;''þus'',&nbsp;engl.&nbsp;''thus'', zurück,</p><p>gebildet zu dem unter&nbsp;''der'' genannten Pronominalstamm&nbsp;uig.&nbsp;''*te-'',&nbsp;''*to-'', dessen Anlaut jedoch unter den Einfluß von&nbsp;''so'' geraten ist.&nbsp;</p><p>Ahd.&nbsp;mhd.&nbsp;''sus''&nbsp;hält sich bis ins 15. Jh.</p><p>Daneben begegnet&nbsp;mhd.&nbsp;''sust''&nbsp;mit unorganischem -t (bis ins 16. Jh.), woraus im 14. Jh. durch Nasalierung&nbsp;spätmhd.&nbsp;''sunst'', seit dem 16. Jh.&nbsp;''sonst''&nbsp;(mit Wandel von u zu o vor Nasal, s.&nbsp;''sonder'') entsteht.</p><p>Die heutige Bedeutung entwickelt sich seit mhd. Zeit über ‘so aber, aber nun, wenn nicht’ (nach Bedingungssätzen, Aufforderungen und Wünschen).</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>asächs.&nbsp;mnl.&nbsp;''sus'',&nbsp;mnd.&nbsp;''süs'',nl.&nbsp;''zus''&nbsp;gehen wohl auf ein gleichbed. Usw., erhalten in&nbsp;mhd.&nbsp;(md.)&nbsp;''dus'',&nbsp;asächs.&nbsp;''thus'',&nbsp;mnd.''düs'',&nbsp;mnl.&nbsp;nl.&nbsp;''dus'',&nbsp;aengl.&nbsp;''þus'',&nbsp;engl.&nbsp;''thus'', zurück,</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>gebildet zu dem unter&nbsp;''der'' genannten Pronominalstamm&nbsp;uig.&nbsp;''*te-'',&nbsp;''*to-'', dessen Anlaut jedoch unter den Einfluß von&nbsp;''so'' geraten ist.&nbsp;</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Ahd.&nbsp;mhd.&nbsp;''sus''&nbsp;hält sich bis ins 15. Jh.</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Daneben begegnet&nbsp;mhd.&nbsp;''sust''&nbsp;mit unorganischem -t (bis ins 16. Jh.), woraus im 14. Jh. durch Nasalierung&nbsp;spätmhd.&nbsp;''sunst'', seit dem 16. Jh.&nbsp;''sonst''&nbsp;(mit Wandel von u zu o vor Nasal, s.&nbsp;''sonder'') entsteht.</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Die heutige Bedeutung entwickelt sich seit mhd. Zeit über ‘so aber, aber nun, wenn nicht’ (nach Bedingungssätzen, Aufforderungen und Wünschen).</p>

Aktuelle Version vom 12. Dezember 2023, 19:52 Uhr

son + -st | ‘bei anderer Gelegenheit, zu anderer Zeit, für gewöhnlich’, Bw. ‘andernfalls’. Ahd.(8. Jh.), mhd. sus ‘so, in solchem Grade, so sehr, in solcher Weise’, 

asächs. mnl. sus, mnd. süs,nl. zus gehen wohl auf ein gleichbed. Usw., erhalten in mhd. (md.) dus, asächs. thus, mnd.düs, mnl. nl. dus, aengl. þus, engl. thus, zurück,

gebildet zu dem unter der genannten Pronominalstamm uig. *te-, *to-, dessen Anlaut jedoch unter den Einfluß von so geraten ist. 

Ahd. mhd. sus hält sich bis ins 15. Jh.

Daneben begegnet mhd. sust mit unorganischem -t (bis ins 16. Jh.), woraus im 14. Jh. durch Nasalierung spätmhd. sunst, seit dem 16. Jh. sonst (mit Wandel von u zu o vor Nasal, s. sonder) entsteht.

Die heutige Bedeutung entwickelt sich seit mhd. Zeit über ‘so aber, aber nun, wenn nicht’ (nach Bedingungssätzen, Aufforderungen und Wünschen).