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Aktuelle Version vom 8. Dezember 2025, 18:51 Uhr
spratz-en Nwf.
▷ spra--tz deu. Wrtdtng:: das was
spritzt, spratzt beim austreten und oder aufkommen'
Worttrennung:
- sprat·zen, Präteritum: spratz·te, Partizip II: ge·spratzt
Aussprache:
- IPA: [ˈʃpʁat͡sn̩]
- Hörbeispiele: —
- Reime: -at͡sn̩
Bedeutungen:
- [1] intransitiv, Hüttenwesen: das meist geräuschvolle Austreten von Gasen aus erstarrenden Stoffen bei gleichzeitigem Umherschleudern eines Teiles der flüssigen Masse des Werkstückes
Herkunft:
- aus Süddeutschland, Österreich in der Bedeutung „knacken, zerplatzen“ stammend; vermutlich lautmalend vom feuchten Holz im Feuer[1]
Beispiele:
- [1] Nach Verlauf von 5 bis 6 Stunden ist das Silber brandfein; es zeigt den bekannten herrlichen Metallspiegel auf der flüssigen Oberfläche und kleine Proben spratzen beim Erkalten selbst am Haken.[2]
- [1] Einige Gussstücke haben wieder gespratzt.
- [1] „Während dieses langen Schmelzens war das Kochsalz vollständig verflüchtigt worden; der Regulus hatte nicht gespratzt, wahrscheinlich wohl, weil die letzten Theile des Salzes sich verflüchtigt hatten […]“[3]
- [1] „Setzt man aber diesen Salzen während des Schmelzens Salpeter oder zweifach - chromsaures Kali hinzu, so findet man das Silber nach dem Erkalten gespratzt und in dem Salze darüber eine Luftblase.“[4]
Wortbildungen:
- Konversionen: gespratzt, Spratzen, spratzend
- Verb: zerspratzen