▷ tend--ier lat.-frz.-deu. 'aufgrund einer Spannung zu Etwas hin neigen'
Anm. KF: auf Grund von Anregung zu etwas hinneigen, ausdehnen um es zu sich oder sich zu es heranzuziehen; jedem tendieren liegt eine Wirkung zu Grunde, die ein Dasein zur Neigung oder Ausdehnung bringt;
- ‘zu etw. hinneigen, auf etw. gerichtet sein, in eine bestimmte Richtung streben’ (1. Hälfte 16. Jh., Paracelsus),
- entlehnt aus lat. tendere ‘spannen, ausdehnen, sich hingezogen fühlen, sich anstrengen’.
- unter dem Einfluß des Substantivs Tendenz und unter Einwirkung von gleichbed. engl. to tend, frz. tendre (s. Tendenz) gewinnt das Verb im 19. Jh. erheblich an Verbreitung.
¦√¦ uital. *ten- + *-dʰh₁eti zu *ten-d-, *tend; utial. tendō "dehnen";
¦↵¦ uital. tendō; lat. tendere; ital. tendere ;
Etymologie 1
Aus lat. tendere 'dehnen', dem Präsens-Aktiv-Infinitiv von tendō „Ich strecke mich aus, dehne mich aus“, aus uital. *tendō, aus uig. *ten- „dehnen, zeichnen“.
uital. *tendō Mögliche reanalysierte Wurzel von *ten- + *-dʰh₁eti.
*-dʰh₁eti von *dʰeh₁- „tun“.
Etymologie 2
Möglicherweise eine Erweiterung von *temh₁- „schneiden“.
Wurzel
*tend-
- spalten, abschneiden
*ténd-e-ti (thematische Wurzel vorhanden Altgriechisch:
τένδω téndō, „annagen“