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„mein“ – Versionsunterschied

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<p>[cmtgend]mei +n | -e, -en, -em, -er, -es; ursprünglich ‘bei mir befindlich’, dann ‘zu mir gehörig’; 'mir sein';</p>
[[mei]] + [[-n]] | -e, -en, -em, -er, -es; ursprünglich ‘bei mir befindlich’, dann ‘zu mir gehörig’; 'mir sein';


<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>'''[http://www.zeno.org/Adelung-1793/A/Mein+(4) mein]'''<sup>4</sup> ‘mir zugehörig, zukommend’, eigener Besitz, zu eigen sein, zu einem gehörig; zur Einem in einem unmittelbaren Bezug stehend; von einem abstammend, kommend; (…)[/cmtgend]</p>
meine,meinen,meinem,meiner,meines<p>'''[http://www.zeno.org/Adelung-1793/A/Mein+(4) mein]'''<sup>4</sup> ‘mir zugehörig, zukommend’, eigener Besitz, zu eigen sein, zu einem gehörig; zur Einem in einem unmittelbaren Bezug stehend; von einem abstammend, kommend; (…)[/cmtgend]</p><p>[http://www.zeno.org/Adelung-1793/A/Mein+(1) mein]<sup>1</sup>,&nbsp;in Menge vorhanden, der Menge gehörig, wie in ''gemein''</p><p>[http://www.zeno.org/Adelung-1793/A/Mein+(2) mein]<sup>2</sup> boßhaft; eigtl. main, wie es in ''Meineid'' (''Maineid''), ''gemein'' (gemain) vorkommt, anstelle von ei mit ai für den abwertenden Sinn.</p><p>''mein'' anstelle von ''mir'' oder ''meiner'' wie in ‘''Es will sich niemand mein annehmen''’</p><p>¦√¦ uig. [https://en.wiktionary.org/wiki/Reconstruction:Proto-Indo-European/mey- ''*mey'']; uig *me- (mein, mir, mich, mit),</p>


<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>[http://www.zeno.org/Adelung-1793/A/Mein+(1) mein]<sup>1</sup>,&nbsp;in Menge vorhanden, der Menge gehörig, wie in ''gemein''</p>
<p>¦↵¦&nbsp; uig. *''mei''; uig. ''*méynos; ''ugerm. ''[https://en.wiktionary.org/wiki/Reconstruction:Proto-Germanic/m%C4%ABnaz *mīnaz]; uwgerm. *mīn; ''germ. *meina-; ahd. ''[https://en.wiktionary.org/wiki/min#Old_High_German mīn] ''(8. Jh.) ‘mir zugehörig, zukommend’, mhd. asächs. mnd. afries. aengl. ''mīn'', engl. ''mine'', ''[https://en.wiktionary.org/wiki/my#English my]'', mnl. nl. ''mijn'', anord. ''minn'', schwed. ''min'', got. ''meins''&nbsp;''mein'' Poss.pron. der 1. Pers. Sing. ‘mir zugehörig, zukommend’, ahd. (8. Jh.), mhd. asächs. mnd. afries. aengl. ''mīn'', engl. ''mine'', mnl. nl. ''mijn'', anord. ''minn'', schwed. ''min'', got. meins (germ. *meina-) gehen auf ein mit dem Suffix ie. -no- gebildetes Adjektiv zum Lokativ ie. ''*mei'' vom Stamm der obliquen Formen des Personalpronomens der 1. Pers. Sing. uig. ''*me-'' (s. mir, mich) zurück und bedeuten ursprünglich ‘bei mir befindlich’, dann ‘zu mir gehörig’.</p><p>Eine Kasusform des Possessivpronomens (nach Ausweis des Got. vielleicht ein alter Akkusativ Plur. Neutr.) bildet im Germ. auch den Genitiv der 1. Pers. Sing. des Personalpronomens ahd. mhd. ''mīn'', daneben mhd. (zunächst md.) ''mīner'', asächs. aengl. anord. ''mīn'', got. ''meina''. Die erweiterte Form auf -er, die sich in nhd. ''meiner'' (neben mein) durchsetzt, ist nach dem Muster der Pluralformen unser, euer gebildet.</p>


<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>[http://www.zeno.org/Adelung-1793/A/Mein+(2) mein]<sup>2</sup> boßhaft; eigtl. main, wie es in ''Meineid'' (''Maineid''), ''gemein'' (gemain) vorkommt, anstelle von ei mit ai für den abwertenden Sinn.</p>
<p>[http://www.zeno.org/Adelung-1793/A/Mein+(1) mein]<sup>1</sup>,&nbsp;''adj. et adv.''&nbsp;in Menge vorhanden, der Menge gehörig; ein für sich allein veraltetes Wort, welches nur noch in dem zusammen gesetztem ''gemein'' üblich ist, S. dasselbe.</p><p>[http://www.zeno.org/Adelung-1793/A/Mein+(2) mein]<sup>2</sup>,&nbsp;''adj. et adv.''&nbsp;falsch, boßhaft u.s.f. ein gleichfalls veraltetes Wort, welches nur noch in dem zusammen gesetzten ''Meineid'' vorkommt, S. dasselbe.</p><p>[http://www.zeno.org/Adelung-1793/A/Mein+(3) mein]<sup>3</sup>, ein Zwischenwort, welches nur in der vertraulichen Sprechart üblich ist, eine aus Verwunderung herrührende Frage zu begleiten. Mein! wie gehet das Ding zu? Aber, mein! wie ist das möglich?</p><p>Und, mein! wie weit wird auch ein junges Mädchen weichen?<br>Bernh.</p><p>Mein! sage mir, warum die Fürsten fechten,<br>Haged.</p><p>Anm. Frisch und mit ihm fast alle Sprachlehrer halten es für das folgende possesive Fürwort ''mein'', wo das Hauptwort ausgelassen worden, so daß es für ''mein'' ''Freund'', oder ''mein Lieber'' stehe. Allein es scheinet vielmehr die alte noch im Niedersächsischen, Dänischen und Holländischen übliche Partikel ''man'', ''men zu seyn'', welche unter andern auch ''aber'' bedeutet; zumahl da dieses ''aber'' auch im Hochdeutschen auf ähnliche Art zur Begleitung einer mit Verwunderung verbundenen Frage gebraucht wird, S. dasselbe. Dieses Nieders. ''man'', ''men'' ist von dem Holländ.&nbsp;mar'',''&nbsp;''aber'', welches daselbst auf ähnliche Art gebraucht wird, und von dem Franz.&nbsp;''mais''&nbsp;nur im Endlaute verschieden. Im Schwed. ist&nbsp;''men''&nbsp;eine versichernde Partikel, welche so wohl zu Bejahungen, als auch zu Verneinungen gesetzet wird, und die Bedeutung unsers ''doch'' hat, so wie das Griech. μƞν. S. 1. ''man'' und ''mehr''.</p><p>'''[http://www.zeno.org/Adelung-1793/A/Mein+(4) mein]'''<sup>4</sup>, die zusammen gezogene zweyte Endung des persönlichen Fürwortes ich, für meiner, S. Meiner.</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>''mein'' anstelle von ''mir'' oder ''meiner'' wie in ‘''Es will sich niemand mein annehmen''’</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>¦√¦ uig. [https://en.wiktionary.org/wiki/Reconstruction:Proto-Indo-European/mey- ''*mey'']; uig *me- (mein, mir, mich, mit),</p>
 
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<!-- /wp:separator --><!-- wp:paragraph --><p>¦↵¦&nbsp; uig. *''mei''; uig. ''*méynos; ''ugerm. ''[https://en.wiktionary.org/wiki/Reconstruction:Proto-Germanic/m%C4%ABnaz *mīnaz]; uwgerm. *mīn; ''germ. *meina-; ahd. ''[https://en.wiktionary.org/wiki/min#Old_High_German mīn] ''(8. Jh.) ‘mir zugehörig, zukommend’, mhd. asächs. mnd. afries. aengl. ''mīn'', engl. ''mine'', ''[https://en.wiktionary.org/wiki/my#English my]'', mnl. nl. ''mijn'', anord. ''minn'', schwed. ''min'', got. ''meins''&nbsp;''mein'' Poss.pron. der 1. Pers. Sing. ‘mir zugehörig, zukommend’, ahd. (8. Jh.), mhd. asächs. mnd. afries. aengl. ''mīn'', engl. ''mine'', mnl. nl. ''mijn'', anord. ''minn'', schwed. ''min'', got. meins (germ. *meina-) gehen auf ein mit dem Suffix ie. -no- gebildetes Adjektiv zum Lokativ ie. ''*mei'' vom Stamm der obliquen Formen des Personalpronomens der 1. Pers. Sing. uig. ''*me-'' (s. mir, mich) zurück und bedeuten ursprünglich ‘bei mir befindlich’, dann ‘zu mir gehörig’.</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Eine Kasusform des Possessivpronomens (nach Ausweis des Got. vielleicht ein alter Akkusativ Plur. Neutr.) bildet im Germ. auch den Genitiv der 1. Pers. Sing. des Personalpronomens ahd. mhd. ''mīn'', daneben mhd. (zunächst md.) ''mīner'', asächs. aengl. anord. ''mīn'', got. ''meina''. Die erweiterte Form auf -er, die sich in nhd. ''meiner'' (neben mein) durchsetzt, ist nach dem Muster der Pluralformen unser, euer gebildet.</p>
 
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<!-- /wp:separator --><!-- wp:paragraph --><p>[http://www.zeno.org/Adelung-1793/A/Mein+(1) mein]<sup>1</sup>,&nbsp;''adj. et adv.''&nbsp;in Menge vorhanden, der Menge gehörig; ein für sich allein veraltetes Wort, welches nur noch in dem zusammen gesetztem ''gemein'' üblich ist, S. dasselbe.</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>[http://www.zeno.org/Adelung-1793/A/Mein+(2) mein]<sup>2</sup>,&nbsp;''adj. et adv.''&nbsp;falsch, boßhaft u.s.f. ein gleichfalls veraltetes Wort, welches nur noch in dem zusammen gesetzten ''Meineid'' vorkommt, S. dasselbe.</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>[http://www.zeno.org/Adelung-1793/A/Mein+(3) mein]<sup>3</sup>, ein Zwischenwort, welches nur in der vertraulichen Sprechart üblich ist, eine aus Verwunderung herrührende Frage zu begleiten. Mein! wie gehet das Ding zu? Aber, mein! wie ist das möglich?</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Und, mein! wie weit wird auch ein junges Mädchen weichen?<br>Bernh.</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Mein! sage mir, warum die Fürsten fechten,<br>Haged.</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Anm. Frisch und mit ihm fast alle Sprachlehrer halten es für das folgende possesive Fürwort ''mein'', wo das Hauptwort ausgelassen worden, so daß es für ''mein'' ''Freund'', oder ''mein Lieber'' stehe. Allein es scheinet vielmehr die alte noch im Niedersächsischen, Dänischen und Holländischen übliche Partikel ''man'', ''men zu seyn'', welche unter andern auch ''aber'' bedeutet; zumahl da dieses ''aber'' auch im Hochdeutschen auf ähnliche Art zur Begleitung einer mit Verwunderung verbundenen Frage gebraucht wird, S. dasselbe. Dieses Nieders. ''man'', ''men'' ist von dem Holländ.&nbsp;mar'',''&nbsp;''aber'', welches daselbst auf ähnliche Art gebraucht wird, und von dem Franz.&nbsp;''mais''&nbsp;nur im Endlaute verschieden. Im Schwed. ist&nbsp;''men''&nbsp;eine versichernde Partikel, welche so wohl zu Bejahungen, als auch zu Verneinungen gesetzet wird, und die Bedeutung unsers ''doch'' hat, so wie das Griech. μƞν. S. 1. ''man'' und ''mehr''.</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>'''[http://www.zeno.org/Adelung-1793/A/Mein+(4) mein]'''<sup>4</sup>, die zusammen gezogene zweyte Endung des persönlichen Fürwortes ich, für meiner, S. Meiner.</p>

Aktuelle Version vom 13. Dezember 2023, 09:05 Uhr

mei + -n | -e, -en, -em, -er, -es; ursprünglich ‘bei mir befindlich’, dann ‘zu mir gehörig’; 'mir sein';

meine,meinen,meinem,meiner,meines

mein4 ‘mir zugehörig, zukommend’, eigener Besitz, zu eigen sein, zu einem gehörig; zur Einem in einem unmittelbaren Bezug stehend; von einem abstammend, kommend; (…)[/cmtgend]

mein1, in Menge vorhanden, der Menge gehörig, wie in gemein

mein2 boßhaft; eigtl. main, wie es in Meineid (Maineid), gemein (gemain) vorkommt, anstelle von ei mit ai für den abwertenden Sinn.

mein anstelle von mir oder meiner wie in ‘Es will sich niemand mein annehmen’

¦√¦ uig. *mey; uig *me- (mein, mir, mich, mit),

¦↵¦  uig. *mei; uig. *méynos; ugerm. *mīnaz; uwgerm. *mīn; germ. *meina-; ahd. mīn (8. Jh.) ‘mir zugehörig, zukommend’, mhd. asächs. mnd. afries. aengl. mīn, engl. mine, my, mnl. nl. mijn, anord. minn, schwed. min, got. meins mein Poss.pron. der 1. Pers. Sing. ‘mir zugehörig, zukommend’, ahd. (8. Jh.), mhd. asächs. mnd. afries. aengl. mīn, engl. mine, mnl. nl. mijn, anord. minn, schwed. min, got. meins (germ. *meina-) gehen auf ein mit dem Suffix ie. -no- gebildetes Adjektiv zum Lokativ ie. *mei vom Stamm der obliquen Formen des Personalpronomens der 1. Pers. Sing. uig. *me- (s. mir, mich) zurück und bedeuten ursprünglich ‘bei mir befindlich’, dann ‘zu mir gehörig’.

Eine Kasusform des Possessivpronomens (nach Ausweis des Got. vielleicht ein alter Akkusativ Plur. Neutr.) bildet im Germ. auch den Genitiv der 1. Pers. Sing. des Personalpronomens ahd. mhd. mīn, daneben mhd. (zunächst md.) mīner, asächs. aengl. anord. mīn, got. meina. Die erweiterte Form auf -er, die sich in nhd. meiner (neben mein) durchsetzt, ist nach dem Muster der Pluralformen unser, euer gebildet.

mein1, adj. et adv. in Menge vorhanden, der Menge gehörig; ein für sich allein veraltetes Wort, welches nur noch in dem zusammen gesetztem gemein üblich ist, S. dasselbe.

mein2, adj. et adv. falsch, boßhaft u.s.f. ein gleichfalls veraltetes Wort, welches nur noch in dem zusammen gesetzten Meineid vorkommt, S. dasselbe.

mein3, ein Zwischenwort, welches nur in der vertraulichen Sprechart üblich ist, eine aus Verwunderung herrührende Frage zu begleiten. Mein! wie gehet das Ding zu? Aber, mein! wie ist das möglich?

Und, mein! wie weit wird auch ein junges Mädchen weichen?
Bernh.

Mein! sage mir, warum die Fürsten fechten,
Haged.

Anm. Frisch und mit ihm fast alle Sprachlehrer halten es für das folgende possesive Fürwort mein, wo das Hauptwort ausgelassen worden, so daß es für mein Freund, oder mein Lieber stehe. Allein es scheinet vielmehr die alte noch im Niedersächsischen, Dänischen und Holländischen übliche Partikel man, men zu seyn, welche unter andern auch aber bedeutet; zumahl da dieses aber auch im Hochdeutschen auf ähnliche Art zur Begleitung einer mit Verwunderung verbundenen Frage gebraucht wird, S. dasselbe. Dieses Nieders. man, men ist von dem Holländ. mar, aber, welches daselbst auf ähnliche Art gebraucht wird, und von dem Franz. mais nur im Endlaute verschieden. Im Schwed. ist men eine versichernde Partikel, welche so wohl zu Bejahungen, als auch zu Verneinungen gesetzet wird, und die Bedeutung unsers doch hat, so wie das Griech. μƞν. S. 1. man und mehr.

mein4, die zusammen gezogene zweyte Endung des persönlichen Fürwortes ich, für meiner, S. Meiner.