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„-halb“ – Versionsunterschied

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-hal-b, halben [[Sprachstufe::ahd.-deu.]]
-hal-b, halben [[Sprachstufe::ahd.-deu.]]


* Als zweites Glied erscheint ''[[halb]]'' in Zahlenangaben wie  
* -halb<sup>1</sup> Als zweites Glied erscheint ''[[halb]]'' in Zahlenangaben wie  
** <abbr>nhd.</abbr> ''anderthalb'' ‘eineinhalb’ (eigentlich ‘das andere, zweite nur halb’),  
** <abbr>nhd.</abbr> ''anderthalb'' ‘eineinhalb’ (eigentlich ‘das andere, zweite nur halb’),  
*** älter ebenfalls ''dritt(e)halb'' ‘zweieinhalb’,  
*** älter ebenfalls ''dritt(e)halb'' ‘zweieinhalb’,  
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**** <abbr>aengl.</abbr> ''ōþer healf'', ''þridde healf'',  
**** <abbr>aengl.</abbr> ''ōþer healf'', ''þridde healf'',  
**** <abbr>anord.</abbr> ''halfr annarr'', ''halfr þriði'').  
**** <abbr>anord.</abbr> ''halfr annarr'', ''halfr þriði'').  
** Hiervon zu unterscheiden sind die heute nur in zusammengesetzten Adverbien und Präpositionen vorkommenden Formen
* -halb<sup>2</sup> hiervon zu unterscheiden sind die heute nur in zusammengesetzten Adverbien und Präpositionen vorkommenden Formen
*** ''-halb'', ''-halben'' ‘-seits, -wegen’  
** ''-halb'', ''-halben'' ‘-seits, -wegen’  
**** (vgl. außerhalb, innerhalb, oberhalb, unterhalb, allenthalben, meinethalben  
*** (vgl. außerhalb, innerhalb, oberhalb, unterhalb, allenthalben, meinethalben
**** und oft konjunktional verwendetes deshalb, weshalb);  
*** und oft konjunktional verwendetes deshalb, weshalb);
**** ''[[halb]]'', ''[[halben]]'' ‘auf Seiten, wegen’,  
*** ''[[halb]]'', ''[[halben]]'' ‘auf Seiten, wegen’,
*** zunächst im Nhd. noch selbständig als lokale und kausale Präpositionen mit vorangestelltem Genitiv geläufig  
** zunächst im Nhd. noch selbständig als lokale und kausale Präpositionen mit vorangestelltem Genitiv geläufig  
**** (ahd. halb ‘wegen’, 10. Jh., mhd. halp, halbe, halben ‘auf Seiten, wegen’),  
*** (ahd. halb ‘wegen’, 10. Jh., mhd. halp, halbe, halben ‘auf Seiten, wegen’),
**** beruhen auf adverbiellem Gebrauch erstarrter Kasusformen der neben dem Adjektiv existierenden femininen Substantive  
*** beruhen auf adverbiellem Gebrauch erstarrter Kasusformen der neben dem Adjektiv existierenden femininen Substantive  
***** ahd. halba (um 800, auch mit im Adverb erhaltenem endungslosem Akkusativ halb),  
**** ahd. halba (um 800, auch mit im Adverb erhaltenem endungslosem Akkusativ halb),
***** mhd. halbe,  
**** mhd. halbe,
***** frühnhd. ''[[Halbe]]'' ‘Seite, Richtung, Gegend’  
**** frühnhd. ''[[Halbe]]'' ‘Seite, Richtung, Gegend’  
****** (vgl. ebenso  
***** (vgl. ebenso  
******* asächs. halƀa,  
****** asächs. halƀa,
******* mnd. halve,  
****** mnd. halve,
******* aengl. healf,  
****** aengl. healf,
******* anord. halfa,  
****** anord. halfa,
******* got. halba,  
****** got. halba,
******* im Aengl.und Anord. auch ‘Hälfte’).  
****** im Aengl.und Anord. auch ‘Hälfte’).
**** Bis in die Gegenwart Präposition (mit vorangestelltem Genitiv) und daneben Kompositionsglied von Adverbien (vgl. ehrenhalber, krankheitshalber, sicherheitshalber) ''ist halber'' ‘wegen’ (Ende 15. Jh.),
*** Bis in die Gegenwart Präposition (mit vorangestelltem Genitiv) und daneben Kompositionsglied von Adverbien (vgl. ehrenhalber, krankheitshalber, sicherheitshalber) ''ist halber'' ‘wegen’ (Ende 15. Jh.),

Aktuelle Version vom 2. Januar 2026, 08:10 Uhr

Endngswrt

-hal-b, halben ahd.-deu.

  • -halb1 Als zweites Glied erscheint halb in Zahlenangaben wie
    • nhd. anderthalb ‘eineinhalb’ (eigentlich ‘das andere, zweite nur halb’),
      • älter ebenfalls dritt(e)halb ‘zweieinhalb’,
      • viert(e)halb‘dreieinhalb’ usw.;
    • vgl. schon
      • ahd. anderhalb (8. Jh.), thrittohalb (9. Jh.),
      • mhd. anderhalp, drithalp, vierdehalp;
    • dieser Bildungstyp ist im Germ. früh verbreitet
      • (z. B.
        • aengl. ōþer healf, þridde healf,
        • anord. halfr annarr, halfr þriði).
  • -halb2 hiervon zu unterscheiden sind die heute nur in zusammengesetzten Adverbien und Präpositionen vorkommenden Formen
    • -halb, -halben ‘-seits, -wegen’
      • (vgl. außerhalb, innerhalb, oberhalb, unterhalb, allenthalben, meinethalben
      • und oft konjunktional verwendetes deshalb, weshalb);
      • halb, halben ‘auf Seiten, wegen’,
    • zunächst im Nhd. noch selbständig als lokale und kausale Präpositionen mit vorangestelltem Genitiv geläufig
      • (ahd. halb ‘wegen’, 10. Jh., mhd. halp, halbe, halben ‘auf Seiten, wegen’),
      • beruhen auf adverbiellem Gebrauch erstarrter Kasusformen der neben dem Adjektiv existierenden femininen Substantive
        • ahd. halba (um 800, auch mit im Adverb erhaltenem endungslosem Akkusativ halb),
        • mhd. halbe,
        • frühnhd. Halbe ‘Seite, Richtung, Gegend’
          • (vgl. ebenso
            • asächs. halƀa,
            • mnd. halve,
            • aengl. healf,
            • anord. halfa,
            • got. halba,
            • im Aengl.und Anord. auch ‘Hälfte’).
      • Bis in die Gegenwart Präposition (mit vorangestelltem Genitiv) und daneben Kompositionsglied von Adverbien (vgl. ehrenhalber, krankheitshalber, sicherheitshalber) ist halber ‘wegen’ (Ende 15. Jh.),