„Dielektrizitätskonstante“ – Versionsunterschied
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Die Dielektrizitätskonstante, fachsprachlich meist als | Die Dielektrizitätskonstante, fachsprachlich meist als [[relative Permittivität]] (<math>\varepsilon_\mathrm r</math>) bezeichnet, ist eine dimensionslose physikalische Größe. Sie definiert das Verhältnis der Permittivität eines Materials (<math>\varepsilon</math>) zur elektrischen Feldkonstanten (Vakuumpermittivität, <math>\varepsilon_0</math>) und gibt an, wie stark sich ein Material in einem elektrischen Feld polarisieren lässt. | ||
'''Kernfakten zur Definition:''' | '''Kernfakten zur Definition:''' | ||
* '''Formel:''' Die Definition lautet <math>\varepsilon_{\mathrm{r}} = \frac{\varepsilon}{\varepsilon_0} | * '''Formel:''' Die Definition lautet <math>\varepsilon_{\mathrm{r}} = \frac{\varepsilon}{\varepsilon_0}</math> | ||
* '''Physikalische Bedeutung:''' Sie misst die Fähigkeit eines Materials, elektrische Energie in einem Feld zu speichern, verglichen mit dem Vakuum. | * '''Physikalische Bedeutung:''' Sie misst die Fähigkeit eines Materials, elektrische Energie in einem Feld zu speichern, verglichen mit dem Vakuum. | ||
* '''Kondensator-Verhältnis:''' Sie entspricht dem Faktor, um den sich die Kapazität eines Kondensators erhöht, wenn das Vakuum zwischen den Platten durch ein Dielektrikum ersetzt wird (). | * '''Kondensator-Verhältnis:''' Sie entspricht dem Faktor, um den sich die Kapazität eines Kondensators erhöht, wenn das Vakuum zwischen den Platten durch ein Dielektrikum ersetzt wird (<math>C = \varepsilon_{\mathrm{r}} \cdot C_{Vacuum}</math>). | ||
* '''Werte:''' Vakuum hat eine relative Permittivität von genau 1. Die meisten Materialien haben Werte > 1. | * '''Werte:''' Vakuum hat eine relative Permittivität von genau 1. Die meisten Materialien haben Werte > 1. | ||
* '''Abhängigkeiten:''' Die Dielektrizitätskonstante ist oft keine feste Konstante, sondern abhängig von Frequenz, Temperatur und Materialbeschaffenheit (Dispersionsverhalten). | * '''Abhängigkeiten:''' Die Dielektrizitätskonstante ist oft keine feste Konstante, sondern abhängig von Frequenz, Temperatur und Materialbeschaffenheit (Dispersionsverhalten). | ||
Die Bezeichnung "Dielektrizitätskonstante" gilt in der modernen Physik zunehmend als veraltet; der korrekte Fachbegriff ist ''relative Permittivität''. | Die Bezeichnung "Dielektrizitätskonstante" gilt in der modernen Physik zunehmend als veraltet; der korrekte Fachbegriff ist ''relative Permittivität''. | ||
Version vom 4. Februar 2026, 09:15 Uhr
Die Dielektrizitätskonstante, fachsprachlich meist als relative Permittivität () bezeichnet, ist eine dimensionslose physikalische Größe. Sie definiert das Verhältnis der Permittivität eines Materials () zur elektrischen Feldkonstanten (Vakuumpermittivität, ) und gibt an, wie stark sich ein Material in einem elektrischen Feld polarisieren lässt.
Kernfakten zur Definition:
- Formel: Die Definition lautet
- Physikalische Bedeutung: Sie misst die Fähigkeit eines Materials, elektrische Energie in einem Feld zu speichern, verglichen mit dem Vakuum.
- Kondensator-Verhältnis: Sie entspricht dem Faktor, um den sich die Kapazität eines Kondensators erhöht, wenn das Vakuum zwischen den Platten durch ein Dielektrikum ersetzt wird ().
- Werte: Vakuum hat eine relative Permittivität von genau 1. Die meisten Materialien haben Werte > 1.
- Abhängigkeiten: Die Dielektrizitätskonstante ist oft keine feste Konstante, sondern abhängig von Frequenz, Temperatur und Materialbeschaffenheit (Dispersionsverhalten).
Die Bezeichnung "Dielektrizitätskonstante" gilt in der modernen Physik zunehmend als veraltet; der korrekte Fachbegriff ist relative Permittivität.