„Die Tetraktys in J. G. Herders Metakritik“ – Versionsunterschied
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K Textersetzung - „pythagoreisch“ durch „pythagoräisch“ |
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| colspan="2" rowspan="3" valign="top" width="307" height="503" | Im Jahr 2010 las ich das Buch mit dem Titel:<br>"Heilige Tetraktys, Herders metakritische Hermetik" von Florian Mayr<br>Novalis-Verlag (10. Oktober 2006)<br>ISBN-10: 3907260406<br>ISBN-13: 978-3907260401<br><br>Es handelt sich dabei um eine Studie über Johann Gottfried Herders Werk: Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft, Leipzig 1799 <br><br>'''"Dies Vierfache ist ein Actus der Seele;<br>wer diese Tetraktys trennt,<br>vernichtete das Wesen<br>des menschlichen Verstandes".<br>'''<br>Mit diesem rätselhaften Schlüsselsatz bezeichnet Herder seine zentrale viergliedrige Kategorienformel in Anlehnung der | | colspan="2" rowspan="3" valign="top" width="307" height="503" | Im Jahr 2010 las ich das Buch mit dem Titel:<br>"Heilige Tetraktys, Herders metakritische Hermetik" von Florian Mayr<br>Novalis-Verlag (10. Oktober 2006)<br>ISBN-10: 3907260406<br>ISBN-13: 978-3907260401<br><br>Es handelt sich dabei um eine Studie über Johann Gottfried Herders Werk: Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft, Leipzig 1799 <br><br>'''"Dies Vierfache ist ein Actus der Seele;<br>wer diese Tetraktys trennt,<br>vernichtete das Wesen<br>des menschlichen Verstandes".<br>'''<br>Mit diesem rätselhaften Schlüsselsatz bezeichnet Herder seine zentrale viergliedrige Kategorienformel in Anlehnung der pythagoräischen Tetraktys, die er seiner kantkritischen Metakritik zugrundelegt.<br><br>In ihr sieht er sozusagen die Formel des "göttlichen Erkennens", die Grundlage des menschlichen Geistes und seine Wechselbeziehungen zu seiner Umwelt, als auch die Ursache des "Systems lebendiger Kräfte".<br>Dieses viergliedrige Kategorienschema besteht aus einer Ursache, einem Gegensatzpaar und einer daraus resultierenden Synthese.<br>Dieses symmetrische Grundschema in Form eines gleichschenkligen Kreuzes kann dann wahlweise mit analogen Begrifflichkeiten belegt werden.<br><br> | ||
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| colspan="2" rowspan="3" valign="top" width="304" height="503" | Auf die vier Startfiguren der tetraktischen<br>Geometrie projiziert, würde dann folgendes<br>dabei herauskommen:<br><br>'''1. Dreieck = Ursache, Gott (Axiom)<br>2. Pentagramm = Zeit (These)<br>3. Hexagramm = Raum (Antithese)<br>4. Pentagramm x 2 = Materie (Synthese)<br>'''<br>Eine rein spekulative Annahme, die aber nicht<br>ganz uninteressant ist.'''<br>'''Johan Gottfried Herder war sowohl Freimaurer als auch zusammen mit Goethe Mitglied im damaligen weishauptschen Illuminatenorden.<br><br>Auch Kant hat in seiner Transzendentalen Ästhetik<br>genau diese Zusammenhänge beschrieben.<br>Ergreift die Ideenlehre des Platon auf und<br>vollendet seine Gedanken.<br>So ist bei Kant der Raum die Bedingung der<br>äußeren Wahrnehmung, wohingegen die Zeit<br>jene der inneren Wahrnehmung ist. Auch hierbei<br>erkenne ich Ähnlichkeiten wie bei Paracelsus<br>Mikro- und Markokosmos.<br><br>'''Mikrokosmos = Pentagramm = Zeit<br>Makrokosmos = Hexagramm = Raum<br>'''<br>Interessant dabei sind ebenfalls noch die sehr starken Parallelen zwischen der Tetraktys und der Kabbala (zehn Sephirot in den vier Welten).<br>Das Sephiroth-Schema des kaballistischen<br> | | colspan="2" rowspan="3" valign="top" width="304" height="503" | Auf die vier Startfiguren der tetraktischen<br>Geometrie projiziert, würde dann folgendes<br>dabei herauskommen:<br><br>'''1. Dreieck = Ursache, Gott (Axiom)<br>2. Pentagramm = Zeit (These)<br>3. Hexagramm = Raum (Antithese)<br>4. Pentagramm x 2 = Materie (Synthese)<br>'''<br>Eine rein spekulative Annahme, die aber nicht<br>ganz uninteressant ist.'''<br>'''Johan Gottfried Herder war sowohl Freimaurer als auch zusammen mit Goethe Mitglied im damaligen weishauptschen Illuminatenorden.<br><br>Auch Kant hat in seiner Transzendentalen Ästhetik<br>genau diese Zusammenhänge beschrieben.<br>Ergreift die Ideenlehre des Platon auf und<br>vollendet seine Gedanken.<br>So ist bei Kant der Raum die Bedingung der<br>äußeren Wahrnehmung, wohingegen die Zeit<br>jene der inneren Wahrnehmung ist. Auch hierbei<br>erkenne ich Ähnlichkeiten wie bei Paracelsus<br>Mikro- und Markokosmos.<br><br>'''Mikrokosmos = Pentagramm = Zeit<br>Makrokosmos = Hexagramm = Raum<br>'''<br>Interessant dabei sind ebenfalls noch die sehr starken Parallelen zwischen der Tetraktys und der Kabbala (zehn Sephirot in den vier Welten).<br>Das Sephiroth-Schema des kaballistischen<br> | ||
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| colspan="3" valign="top" width="300" height="181" | Baumes wird von Herder seinem viergliedrigen Kategorienschema gegenübergestellt, welches er durchaus dem symbolphilosophischen Arsenal der | | colspan="3" valign="top" width="300" height="181" | Baumes wird von Herder seinem viergliedrigen Kategorienschema gegenübergestellt, welches er durchaus dem symbolphilosophischen Arsenal der pythagoräisch-platonischen Tradition gleichstellt bzw. entnommen hat.<br>Der Sepher Jezirah, das "Buch der Schöpfung" in der Kabbala und die pythagoräische Tetraktys sind ohnehin zwei Seiten der gleichen Medaille. Beide beanspruchen für sich, das Grundprinzip der göttlichen Schöpfung zu sein, und beiden liegt ein viergliedriges System zugrunde, welches in einer Zehnheit gipfelt.<br> | ||
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Aktuelle Version vom 27. März 2026, 16:20 Uhr
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