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„Kooptation“ – Versionsunterschied

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Die Seite wurde neu angelegt: „'''Kooptation''' (lateinisch ''cooptatio''), auch '''Kooption''' oder '''Kooptierung''', ist die Ergänzungswahl, Zuwahl, Aufnahme oder Wahl von Mitgliedern durch die übrigen Mitglieder einer Gemeinschaft. Sie ist heute in politischen, kirchlichen und gesellschaftlichen Verbänden sowie an Hochschulen in Gebrauch und bezeichnet allgemein die Möglichkeit von Einrichtungen, Gremien oder Organen, selbst Nachfolger für a…“
 
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Aktuelle Version vom 2. April 2026, 11:23 Uhr

Kooptation (lateinisch cooptatio), auch Kooption oder Kooptierung, ist die Ergänzungswahl, Zuwahl, Aufnahme oder Wahl von Mitgliedern durch die übrigen Mitglieder einer Gemeinschaft.

Sie ist heute in politischen, kirchlichen und gesellschaftlichen Verbänden sowie an Hochschulen in Gebrauch und bezeichnet allgemein die Möglichkeit von Einrichtungen, Gremien oder Organen, selbst Nachfolger für ausgeschiedene Mitglieder oder zusätzliche Mitglieder zu wählen. Sie ist zum Beispiel sinnvoll, wenn es darum geht, Personen mit besonderer Sachkenntnis oder Vertreter bestimmter Organisationen in die laufende Gremienarbeit zu integrieren.

Beispiele für Formen der Kooptation:

Für die Wahl von Regierungen, Parlamenten oder anderen Repräsentativorganen wäre das Verfahren der Kooptation hingegen nicht mit einem demokratischen Verständnis vereinbar. Hier hätte sie einen gänzlich undemokratischen, oligarchischen Charakter, da Entscheidungsträger auch nicht stimmberechtigte Personen vertreten würden. Kooptation kann geschlossene und kohäsive Gruppen schaffen, da die aktuellen Mitglieder meist ihresgleichen rekrutieren und Andersdenkende durch die eigene Einigkeit ausschließen können.

Literatur

  • Karl Loewenstein: Kooptation und Zuwahl. Über die autonome Bildung privilegierter Gruppen. Alfred Metzner Verlag, Frankfurt am Main 1973, ISBN 3-7875-5230-8.
Wiktionary: Kooptation – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen