„noētón“ – Versionsunterschied
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noētón νοητόν "erkennbar" von νοητός [[noētós]] | noētón νοητόν "erkennbar" von νοητός [[noētós]] | ||
* platonischen Trennung zwischen der Welt der Ideen (''[[noētón]]'') und der Sinnenwelt (''[[aisthētón]]''). | |||
Platon griff in seiner Ideenlehre die Überlegungen des Parmenides auf und führte den Begriff des Intelligiblen ''(to noētón)'' in die philosophische Terminologie ein. Er unterschied zwischen dem unveränderlichen Sein der Ideen (Urbilder) und dem Bereich des Veränderlichen, des Entstehenden und Vergehenden, den er mit der Welt der einzelnen Sinnesobjekte gleichsetzte. In den Einzelobjekten, die als solche mittels der Sinne wahrgenommen werden, sah er Abbilder der ewigen Ideen. Demnach beruht das Sein eines Sinnesobjekts auf seiner Teilhabe am Sein der Idee, die von diesem Objekt abgebildet wird. Die Idee ist zwar als Urbild in dem Abbild präsent, aber sie selbst ist als intelligible Entität in ihrer eigenständigen Existenz nur für den denkenden Geist erfassbar. Dass die intelligible Welt dem Denken zugänglich ist, ergibt sich daraus, dass es dieselbe Instanz ist, die dem Erkennbaren das Sein und die Erkennbarkeit und dem Erkennenden die Erkenntnisfähigkeit verleiht. Diese Instanz ist für Platon die Idee des Guten. Erkennendes und Erkanntes sind aufgrund ihres gemeinsamen Ursprungs von gleichartiger Beschaffenheit | Platon griff in seiner Ideenlehre die Überlegungen des Parmenides auf und führte den Begriff des Intelligiblen ''(to noētón)'' in die philosophische Terminologie ein. Er unterschied zwischen dem unveränderlichen Sein der Ideen (Urbilder) und dem Bereich des Veränderlichen, des Entstehenden und Vergehenden, den er mit der Welt der einzelnen Sinnesobjekte gleichsetzte. In den Einzelobjekten, die als solche mittels der Sinne wahrgenommen werden, sah er Abbilder der ewigen Ideen. Demnach beruht das Sein eines Sinnesobjekts auf seiner Teilhabe am Sein der Idee, die von diesem Objekt abgebildet wird. Die Idee ist zwar als Urbild in dem Abbild präsent, aber sie selbst ist als intelligible Entität in ihrer eigenständigen Existenz nur für den denkenden Geist erfassbar. Dass die intelligible Welt dem Denken zugänglich ist, ergibt sich daraus, dass es dieselbe Instanz ist, die dem Erkennbaren das Sein und die Erkennbarkeit und dem Erkennenden die Erkenntnisfähigkeit verleiht. Diese Instanz ist für Platon die Idee des Guten. Erkennendes und Erkanntes sind aufgrund ihres gemeinsamen Ursprungs von gleichartiger Beschaffenheit | ||
Aktuelle Version vom 16. April 2026, 08:59 Uhr
noētón νοητόν "erkennbar" von νοητός noētós
Platon griff in seiner Ideenlehre die Überlegungen des Parmenides auf und führte den Begriff des Intelligiblen (to noētón) in die philosophische Terminologie ein. Er unterschied zwischen dem unveränderlichen Sein der Ideen (Urbilder) und dem Bereich des Veränderlichen, des Entstehenden und Vergehenden, den er mit der Welt der einzelnen Sinnesobjekte gleichsetzte. In den Einzelobjekten, die als solche mittels der Sinne wahrgenommen werden, sah er Abbilder der ewigen Ideen. Demnach beruht das Sein eines Sinnesobjekts auf seiner Teilhabe am Sein der Idee, die von diesem Objekt abgebildet wird. Die Idee ist zwar als Urbild in dem Abbild präsent, aber sie selbst ist als intelligible Entität in ihrer eigenständigen Existenz nur für den denkenden Geist erfassbar. Dass die intelligible Welt dem Denken zugänglich ist, ergibt sich daraus, dass es dieselbe Instanz ist, die dem Erkennbaren das Sein und die Erkennbarkeit und dem Erkennenden die Erkenntnisfähigkeit verleiht. Diese Instanz ist für Platon die Idee des Guten. Erkennendes und Erkanntes sind aufgrund ihres gemeinsamen Ursprungs von gleichartiger Beschaffenheit